Mein Herz schlägt links

Sozialdemokraten in der SPD

  • Schrift vergrößern
  • Standard-Schriftgröße
  • Schriftgröße verkleinern
Start Neuigkeiten Wider dem Einigungsjubelfeierrausch

Wider dem Einigungsjubelfeierrausch

E-Mail Drucken PDF

Es gab zuvor

 

 

 

 

 

ein Leben in Berlin. Man wohnte im Westteil der Stadt und fühlte sich nicht unwohl, zwar hatte man in Leben unmittelbar mit Grenze, kannte diese deutsch/deutsch mehr und besser als jeder Andere, doch die Zeit war mitunter eine andere.

Neulich fragte mich einer, wie war das?

Wie war was, mittlerweile hat man die Freundschaften von damals verloren, ich sagte ihm darauf- man war eine Nation uns sprach deutsch.

Doch wie lebte man, man genoß Herausforderungen, man experimentierte und man brachte sich ein, man entwickelte Alternativen und bezog sich auf historische Bezüge, man nahm sich des Lebens an. Es gab Situationen die kann es Heute nicht mehr geben, macht mal einem DDR Grepo klar, man will mit dem Auto in die Hauptstadt der DDR fahren, der leckeren Fischbrötchen während des Weihnachtsmarktes am Alex wegen.

Aber es gab noch etwas anderes, man genoß die Stille und Ruhe unmittelbar im Schatten der Grenze, Sonntagsfrüh im Morgenrauen zum Glienickersee und bis zu den Grenzbojen schwimmen, die Westbojen waren weiß, dann die nächste Herausforderung annehmen.

Der große Fahrradausflug, die Fernstraße 5, zuvor üben und üben usw. Kladow, Gatow, Heerstraße und das min. 5 x hintereinander.

Dann zum Start, 8 Uhr ab Staaken, zuvor zum Bahnhof Zoo, geradelt und in die S-Bahn, man sammelte sich in Staaken.

Waren es min. 15 dann fuhr man von dannen, durch die Grenze per Rad, der eine hatte jenes der andere dieses, klp. Ersatzteillager und erste Hilfe Kasten, er erste Anstieg bei Nauen und es roch nach Seife, dann wieder russische Garnisionen,die fegten meistens den Bürgersteig, grüßten und staunten, wenn man vorbeifuhr, unterwegs anhalten, war nicht drin.

Ab und an, eine Vopo Streife, bloß nicht nebeneinanderfahren, stets die Führungsrolle abwechselnd übernehmen, irgendwo bei Ludwigslust Interraststätte, absteigen, durchzählen und den Hintern aus dem Kniff des Sattels befreien.

Man traf andere, der Gedankenaustausch , manchmal sogar Profis- die planten sogar die Rückfahrt.

Eigentlich war es üblich auf diese im Sattel zu verzichten, nach ca. 3/4 Stunde hieß es auf, die letzten 1 1/2 Stunden bis Lauenburg, es wurde Nachmittag, die Grenze hatte uns wieder, wie lange kann es dauern, meistens schneller als man glaubte, es ging nach Lauenburg, die Fahrkarte, die Fahrradkarte und wann fährt der Zug, 22 Uhr war der Spätzug.

Wie auf Eiern durch Lauenburg an der Elbe gelaufen, niemals mehr sitzen, trotzdem den Strand der Elbe gesehen.

Ab in den Zug, in 3 1/2 Stunden wieder am Bahnhof Zoo, mitten in der Nacht, zuvor im Mitropa Speisewagen, ach nehmen wir noch ein Radeberger.

Vom Zoo, nochmals 3/4 Stunde nach Hause geradelt, danach wollte man das Fahrrad nicht mehr sehen.

Man tat es das Jahr darauf wieder, man wurde der Profi auf der F5.

SPD Erneuern

Zuletzt aktualisiert am Dienstag, 10. November 2009 um 10:44 Uhr  

Verwandte Beiträge