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Sag beim Abschied leise servus

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Um ehrlich gesagt, ich habe auch keine Lust darauf einen Parlamentarier Westerwelle zu befragen.

Deshalb sehe ich manches durchaus nicht so tragisch, doch das war für mich ein Schock.

 

Der saß tief, fand nicht zur Tagesordnung zurück und hatte noch einiges zu erledigen, nicht nur servus sagen, irgendwann vor Jahren in gleicher Situation gab man mir noch meinen Schreibtischstuhl beim Abschied mit, man gönnte diesem wohl keinen anderen Hintern.

Am Montag nach dem Fiasko, kam nur mein aus Polen stammender Kurier, ich hatte mich so an ihn gewöhnt, er brachte den polnischen Gartenzwerg-ich habe ihn nun.

Ansonsten Freunde, Kopfschreiber- das ist ein Verkaufen seines Produktes, nennt man nicht mehr so, diese Zunft heißt Heute Freischreiber, es gibt sie noch, aber es werden weniger, das Medium hat sich verlagert, zum Glück einiger und zum Unglück vieler.

Freischreiber sind Zeitgenossen einer Zunft, die Hintergrundinformationen liefern, doch der Verlag entscheidet, pro Zeile zw. 0,06 und 0,10 Euro, aber nur was veröffentlicht wird.

Daraus kommt nun jenes, was der Leser eigentlich nicht will, doch dem Verleger in seiner Strategie paßt, die wiederum ist die Strecke x, danach paßt man an y, was zählt ist der finanzielle Erfolg, nicht mehr die Qualität.

Um einmal deutlich zu werden, mitunter geht es um Zweitverwertung, das ist eine ganz und gar gängige Praxis, entweder spielt man mit oder man steigt aus, steigen wir aus, denn es übersteigt meine Vorstellungskraft.

Nur soviel für Euch, mir hat die Wahlkampfberichterstattung Spaß gemacht, bis auf den Abend des 27.September, ich war nicht einer von denen die sich selber täuschten, rief hier und auch anderswo zum Heizer im Willy Brandt Haus auf, die Rufe verschallten- prallten ab am Selbstwertgefühl der Statthalter der Besserwisserei.

Trotzdem es entwickelten sich Freundschaften, nicht nur nach Bayern, sondern zuvor nach Barcelona,nach Thorn an der Weichsel, zu Ruth, zu Günther, zu meinen Freund Hermann , zu Ursula in Westfalen und zu einigen mehr.

Neuerdings nach Moskau, ich glaubte es kaum, an einer Moskauer Hochschule im Fachbereich Germanistik ist man aufmerksam geworden, liebe Svetlana das war schön- von Dir zu hören.

Ich mache nicht hier Schluß, sondern mußte meinen Job zusätzlich quittieren, weil dem so war, da landen noch hier ein paar Artikel, die ich sonst anderweitig verkauft hätte.

Bei dem Abend des Abschiedes, von dem was man mal darstellen wollte, erinnert man sich gerne.

Vor cirka 25 Jahren nahm ich beruflich beruflich Abschied von einem älteren Kollegen, mit Ratzeputz und dergleichen, es waren etliche anwesend, Freundschaften die man so hat, im Nachhinein kamen wir hin und wieder ins Gespräch, ein paar Jahre zuvor prallten wir mal richtig aufeinander, das tat uns beiden gut-mitunter tauchten wir gemeinsam auf, das war der Generationenunterschied, irgendwer meinte mal, wenn ihr beide kommt- dann wird es locker und fröhlich vom Hocker und man erzählt irgendwann das was man garnicht will.

Das war in der Tat so, damals gab es schon Tonbandaufzeichnungsmaschinen, doch davon hielt er nichts, locker vom Hocker und aus dem Kopf, von Strategien und Ablaufplänen hielt er nicht viel.

Davon hatte er irgendwie die Schnauze voll, das erfuhr ich dann, er war mal Wehrmachtsberichtserstatter, saß im April 45 in Tirol und sollte die Front aufheitern, doch die war bereits im Begriff sich aufzulösen.

Etliche Jahre später besuchte ich ihn mal, er war im Ruhestand-und fühlte sich halbwegs wohl,seine Augen versagten, man Krüger rief er, weißt du wer hier war?

Na klar , die hat ja zuvor vorbei geschickt, Patt und Patterchen die kpl. Klamaukredakteure, auf der Jagd nach der Heidekönigin in Lüneburger Heide.

Wer hat die auf den Trip gesetzt? - die sich selbst ,antwortete ich.

Mein Gott, antwortete er und sein lächeln war wieder da. Irgendwann beim Tee und Schnaps kam er ins Gespräch, vor etlichen Jahren wollte er in Bonn am Rhein, mehr etwas privates von Herbert Wehner erfahren, das funktionierte überhaupt nicht.

Herbert war stets da und wieder weg.

Herbert war unansprechbar und stets gereizt, Herbert mißtraute und das mitunter zu Recht.

Doch Herbert trug stets eine Aktentasche bei sich und das machte ihn verdächtig, ja meinte mein alter Kollege, das war es.

Ich wußte irgendwann was darin war, rein zufällig in seinem Büro gewesen, Thermoskanne und Butterbrote.

Das war es, ich mußte mit Herbert frühstücken, ich tat es-sagte er und erlebte einen ganz anderen Herbert Wehner.

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Zuletzt aktualisiert am Freitag, 11. Juni 2010 um 12:39 Uhr  

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