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Vollbeschäftigung und ihre Schatten

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Zum Thema Vollbeschäftigung

Zunächst kann man feststellen, die Wirtschaft boomt in einigen Ballungszentren und man kann nur hoffen im Sinne der Ökonomie, das dadurch ein Trend zur Beteiligung der Beschäftigten fortsetzt.

Fortsetzt nicht nur temporär sondern in der Vielfalt der ökonomischen Mechanik, so dass alle auch etwas davon haben werden.

Wobei wiederum das Ziel „ Vollbeschäftigung“ mittlerweile unter einem anderen Stern der Unternehmer steht, mancher international verzahnter und in sich vernetzter Unternehmer umgeht

Gesetze des gesetzlichen Mindestlohnes.

Das ökonomische Credo, welches mal besagte unter Ludwig Erhard, „ Vollbeschäftigung ist der Garant von Wohlstand von Allen“, gilt im Unternehmerlager sowie im Unionslager wahrhaftig nicht mehr.

Gerade im unterem Segment der Lohnskala schuf man die Vielzahl von neuen Arbeitsplätzen, ebenso boomt in höheren Segmenten das Teilzeitangebot.

Beides ist für den einzelnen Arbeitnehmer innerhalb seiner Erwerbsbiografie kontraproduktiv, denn die Kehrseite dessen ist auch in einer boomenden Wirtschaft kann man Altersarmut programmieren.

Der Verkauf seiner Arbeit ist nun einmal der Meilenstein innerhalb der gesetzlichen Rentenversicherung, würde auch diese Regierung weitsichtiger operieren, ging es ihr nicht nur um die Erhöhung des gesetzlichen Mindestlohnes sondern auch gegen den Missbrauch dieses Gesetz auszuhebeln.

In der Tat, innerhalb der Logistikbranche sind die ehemaligen Staatsbetriebe in die Verantwortung zu nehmen, die sie vergeben Aufträge an Unternehmen die wiederum Subunternehmen die ihre Mitarbeiter zu Dumpinglöhnen beschäftigen.

Ganz ehrlich gefragt, wie steht es mit der Mehrarbeit bzw. den Überstunden des Einzelnen?

Inwieweit liegt ihr der Missbrauch der Gleitzeitspanne durch die Unternehmen vor, was man durchaus auch als eine falsche Personalpolitik versteht.

Wird Mehrarbeit zu einer verordneten Größe, lässt sich das kurzfristig entschuldigen, langfristig aber offenbart eine solche Situation eine unternehmerische Fehlleistung.

Was nützen dazu geförderte Qualifikationsoffensiven wenn auch öffentliche Arbeitgeber nicht den Mut finden eine Einstellungsoffensive zu tätigen?

Wobei wir hier immer von den sog. Boomregionen sprechen, in denen das durchschnittliche Bruttogehalt pro Jahr bei mehr als 40 000 Euro tangiert.

Wobei wiederum dieser Boom nicht bei allen in den Regionen ankommt.

Ganz anders sieht es in dieser Republik in den sog. abgehangenen Regionen aus, man erkennt das an einem Nord- Südgefälle.

Eine abgehangene Region blutet aus, denn aus eigener Kraft schafft es dort der verbleibende und durchaus reduzierte Mittelstand kaum noch wirtschaftliche Impulse zu geben.

Über Jahre hinweg sind diese Regionen abgehangen worden, da hilft auch keine Infrastruktur mehr, geht dort die Arbeit aus werden immer wieder jüngere Arbeitnehmer diese Regionen verlassen.

Großstädte die innerhalb von 15 Jahren nicht nur überaltert sind sondern auch bis zu ¼ der Bevölkerung verloren haben, damit setzt man die Zukunft von etlichen auf ein Spiel was nur Verlierer kennt.

Es ist so auch wenn es politisch nicht gewollt ist, in diesen Regionen ist ein Jahres brutto von 20 000 Euro bereits viel und ein Trend setzt sich fort, bisher bekommt hier jeder vierte Rentner die Grundsicherung.

In naher Zukunft wird es jeder 2. sein, wir reden hier nicht von Duisburg Maxlohe sondern flächendeckend von Regionen in dieser Republik.

Wir reden von Stadtteilen im Schatten des Regierungsviertels, wo Kinderarmut sichtbar ist.

Wie wertvoll ist dieser Boom für die Bürger innerhalb einer Nationalökonomie und welchen Stellenwert dabei hat eigentlich die Demokratie? Armut erzeugt Staatsverdrossenheit, verweigert man den Bedürftigen die Staatsbedürftigkeit?

Anstatt zu debattieren und den Konzernen die Entscheidungen zu überlassen sollte die Staatsbedürftigkeit das eigentliche politische Credo in dieser Republik wieder werden, es fehlt an den flankierenden Maßnahmen.

Sicherlich einiges ging mit der fortschreitenden Globalisierung den Bach herunter und das wiederum aufzuhalten wären verschenkte Steuergelder, im Gegensatz dazu gilt es aber die Substanz zu bewahren.

Dazu müsste man allerdings mehr zeigen, denn die demokratische Verfassung spricht von der Gleichheit und meint sicherlich nicht nur die vor dem Gesetz?

Gleichheit der Chancen zum Leben, kann nicht zur Lotterie des Überlebens werden, hier 9000 Euro Sonderprämie für jeden Porschemitarbeiter in Zupfenhausen und Hartz IV für den der bei Siemens in Görlitz das Licht ausmacht.

Wir sollten uns darüber einmal Gedanken machen, weshalb ein Kollege mit 42 Arbeitsjahren im Alter auf Grundsicherung kommt und uns entschuldigen ,für all diese Tönis die sich als führende Sozialdemokraten ausgaben und drauflos redeten „ wer nicht arbeitet braucht auch nicht essen.“

Zuletzt aktualisiert am Dienstag, 24. Juli 2018 um 14:07 Uhr  

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