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66,6% die konservative Trutzburg

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Entschieden sich 66,6% der SPD Mitglieder aus Bequemlichkeit für die GroKo?

Ich teile diese Auffassung nicht, denn bereits vor dem 24.09. 2017 war ein „ Weiterso“ in der Minderheit.

Wird nun nach fast 6 Monaten aus dieser Minderheit eine Mehrheit von 66,6 % dann ist das zwar nicht die generell bessere Lösung für die Partei aber auf längerer Sicht die bequemere Lösung.

Es war wieder einmal das Drehbuch der Gesetzten, zu den Abstimmungsunterlagen verschickte man direkt noch die „Pro“ Wahlempfehlung des Bundesvorstandes, es zeigt sich wieder einmal, wie bequem man Werbung für sich und das auch noch zusätzlich preisneutral machen kann.

Natürlich ist eine solche Handlung die Verletzung der Neutralität vor einer Abstimmung, von Chancengleichheit war nur kurz theoretisch auf dem zurück liegenden Parteitag die Rede.

Interpretiert man einmal das regionale Verhalten der Landesverbände, so zeichnete sich zunächst eine starke Ablehnung heraus, danach verzockte sich Martin Schulz zum wiederholten Male und zeitgleich begann die innerparteiliche Sehnsucht nach alter Stärke und Geschlossenheit.

Geopfert wurde dabei die eigentliche Profilierung der Partei hinsichtlich der zukünftigen Wähler, genau das mit Inhalten und Aussagen versehen was Martin Schulz zu Beginn des Bundestagswahlkampfes mittels seine Sprechblasen ansprach.

Wer seine eigene gesellschaftliche Profilierung nicht herausstellt wird zum willigen Mitläufer und danach ziemlich überflüssig.

Das gewisse Gegenteil davon ist der Einfluss in Richtung Macht und damit entschied man bereits vor der Abstimmung, hier geht es eigentlich primär um eine innerparteiliche Machtdemonstration.

Zuvor befanden sich die sog. Konservativen in der SPD in einer Defensive, alle Befreiungsschläge der Seeheimer wurden zum Rohrkrepierer.

Zum Schluss wurde es sogar albern, ein Netzwerker aus Goslar gegen einen Mann mit Haare im Gesicht aus Würselen.

Solchen und ähnlichen nur auf sich fixierten Zeitgenossen sollte man das Buch des Oskar Maria Graf empfehlen zu lesen „ das Gelächter von außen“.

Nun ging man aus der Defensive und man deklarierte nicht mehr sondern kehrte die Verhältnisse um, ohne dabei den Wähler im Auge zu haben.

Der wiederum quittierte ein solches Verhalten unbarmherzig und stabilisierte dabei wiederum den Wahlverlierer aus CDU und CSU.

Das eigentliche operative Geschäft heißt in solchen Fällen, sich gegen den Trend zu stemmen, erkennbar bereits an der lautstarken Rede von Andrea Nahles auf dem Parteitag.

In diesem Stil operierte man weiter, das Ziel lautete die NoGroKo Bewegung innerparteilich auf 25% zu drücken und damit ein Ergebnis aus dem Jahr 2013 zu erreichen.

Dabei gilt jene Gruppen zu erreichen und sie so davon zu überzeugen, dass ein ja zur GroKo das eigentlich Bessere sei.

Bedenkt man wie viele gleichgesetzte Apparatschiks sich noch in der Partei in einer gegenseitigen Abhängigkeit befinden, kommt das Loyale vor dem eigentlichen Rationalen.

Das funktioniert immer, auch wenn das in der Summe nur 8- 12% von allen sind, die wollen keine Veränderung sondern klammern sich an all das was sie stärken könnte.

Ein weiterer Trumpf der GroKo Befürworter war das Spiel mit der Angst vor Neuwahlen, was eigentlich ein ziemlich durchsichtiges Spiel war, denn der Bundespräsident äußerte sich einige Wochen zuvor, dass das Grundgesetz gilt und das wiederum sieht in solchen Situationen keine Neuwahlen vor.

Das wiederum reflektierte man nicht, den eigentlichen entschiedenen Fehler unterlief Martin Schulz.

Nach dem Scheitern der Jamaica Sondierungen , war eine Tolerierung jener CDU/CSU Minderheitsregierung zum Greifen nahe, diese Chance bekam man nie wieder.

Vor dieser Angst vor Neuwahlen , mit denen die GroKo Befürworter in alle Diskussionen gingen schwankten etliche Instabile vom einen ins andere Lager und damit eröffneten die Seeheimer ihren Lagerwahlkampf.

Jetzt geht es in die GroKo, nur die Probleme sind größer geworden und Lösungen sind kaum in Sicht.

Man regiert und hoffentlich nicht gegen den Verbraucher, der auf den Diesel setzte und sich ziemlich allein gelassen fühlt.

Noch etwas, etwas von ganz unten in unserer Gesellschaft, was sich Armut nennt und wo es zu Auseinandersetzungen zwischen Arme und Arme kommt, es ist nicht nur die Essener Tafel sondern es sind Regionen in unserem Land wo Menschen die Staatsbedürftigkeit nicht gewährt wird, das ist nicht nur Cottbus und Frankfurt an der Oder.

Hier müsste die Spitze der Bundespolitik vor Ort einmal mit den unermüdlichen Freiwilligen ins Gespräch kommen und mittels eines Dialoges die Armut beim Namen nennen.

Armut kann Jeden von uns treffen, meistens ist das Staatsversagen der Weg in eine längere Epoche die von Armut geprägt ist. Weshalb verschließt man sich, weil Armut einfach unangenehm ist und somit fehlen all den Armen eigentlich die Lobby.

Glaubt Ihr in der kommenden GroKo wird es mit dem Personal von CDU und CSU besser?

Zuletzt aktualisiert am Montag, 05. März 2018 um 15:55 Uhr  

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