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Initiative linker SozialdemokratenInnen in der SPD

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Vorwärts und nicht vergessen

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Die Niedergang der Sozialdemokratie kommt nicht von ungefähr, sondern ist ein gesellschaftlicher Prozess in dem die Humanität an den Rand gedrückt wurde.

Was weniger mit der eigentlichen Ideologie sondern der Zerrspiegel des Selbstzwecks der jeweiligen Funktions- und Mandatsträger ist.

Dieser Partei fehlte der politische Wille, es fehlte genau genommen von oben nach unten nach an Einsicht, man fühlte sich unter einer Dunstglocke der Macht auf Zeit fast unantastbar und justierte.

Die Justage der Apparatschiks begann nicht nur mit einer Basta Politik sondern wurde Bestandteil des Unterbaues, man verweigerte sich der Realität.

Somit verlor man den Kontakt zu den entscheidenden Kräften in der Zivilgesellschaft, noch baute man auf den Apparat.

Der Apparat der Willigen wurde auf Linie getrimmt, das Meisterwerk des Untergangs und dieses Lehrstück begann im Osten der Republik.

Hier verweigerte man sich linke Mehrheiten zu erzielen und platzierte sich innerhalb eines Systems der Unberechenbarkeit indem man ausklammert.

Der Bürger quittierte eine solche Haltung mit Missachtung, die Sozialdemokratie fiel in den ostdeutschen Bundesländern bereits vor einigen Jahren unter 20%.

Man hätte nicht nur auf Landesebene sondern im Interesse aller auf Bundesebene eine Debatte starten sollen, weshalb der Bürger so wählte?

Man tat auch dieses nicht, um damit nicht noch mehr in die Schusslinie zu gelangen und damit bereitete man furchtbare n Nährboden für Extreme.

Die Politik der SPD mit der Agenda 2010 ist der Beginn einer Anti- Solidaritätskampagne, die wiederum zeitverzögert mehr Schaden der Partei zufügt als es von den sog. Staatstragenden Machern erkannt wurde.

Alles was danach kam war halbherzig, das jeweilige Präsidium hatte nicht gebrochen mit der Agenda 2010 und der Schatten des dessen wurde weitergereicht.

Man setzte auf das Experiment der sog. Kümmerer, wird ein gewählter Funktionsträger freiwillig zu dem Kümmerer erfüllt er weniger als die Hälfte seiner politischen Funktion.

Eine politische Funktion bedeutet vordergründig die politische Gestaltung also etwas zu bewegen im Sinne des Wählers.

Wer bewegte eigentlich was in dieser Partei in den letzten 10 Jahren und was davon begeisterte den Wähler?

Mittlerweile ist die Führung der SPD unterwandert von Statthaltern und Buchhaltern, von Experten in eigener Sache sowie von Dienstreisenden in eigener Sache.

Das kommt nicht von ungefähr sondern ist die gesellschaftliche Quittung auf den sog. fehlenden Wettbewerb der Interessen im Unterbau.

Der justierte Unterbau, welcher Alternativen ausschließt fällt nun der Bundespartei vor die Füße.

Ein weiteres Problem ist die Hype, erinnern wir uns an Martin Schulz.

Für mich war er der Fraktionsvorsitzende im Europäischen Parlament der Sozialdemokraten, ich wählte ihn mit Begeisterung als den Spitzenmann für Brüssel.

Mit seinem Amt als Parlamentspräsident startete er das Spiel mit den Worthülsen, viel sagen was stets interpretierbar ist.

Vielleicht war er gar nicht der Schlechteste, den Sigmar Gabriel uns präsentierte.

Er wurde also nicht dazu gewählt sondern den Delegierten zuvor präsentiert, ein demokratischer Schachzug um somit beeinflussbarer operieren zu können.

Es nahmen sich demzufolge etliche aus der Schusslinie und machten mit innerhalb der Hype Schulz.

Etwas was ich nie verstand und ich mich heute frage, wer ist verantwortlich für diese Hype Schulz?

Sie machten aber alle mit, von Malu Dreyer über Stegner bis Nahles, alles was dann quer lief war im Wahlkampf die Quittung für die Kampa.

Man verfügte über viel zu wenig sozialdemokratischer Tugend und überging das mittels Expertenwissen, was der Bürger gar nicht wissen wollte sondern bereits spürte.

Diese Quittung war das Ergebnis vom 24.9.2017, etwas was einem Angst macht.

Diese Angst fraß die Seele der Sozialdemokratie auf, denn man wollte nicht und machte trotzdem weiter, der Abend im Willy Brandt Haus wurde umjubelt andererseits schickte sich die Bundestagsfraktion an Andrea Nahles zu wählen.

Damit begann der Siegeszug der Halbherzigkeit, wer versteht eigentlich mittlerweile was unter Erneuerung der SPD? Man macht es sich einfach, ersetzte die Hype Schulz durch die Worthülse“Erneuerung“, ja und man ging mit den alten Leuten und den alten Ideen in die Verhandlungen bis es quietschte.

Prima, nur der Wähler kann das Gequietsche der Ewiggestrigen nicht mehr hören und quittiert das mit 16,5%.

Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, 14. Februar 2018 um 16:15 Uhr  

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