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Altmaier's Tagebücher (42)

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Sonntag Abend, Tür auf, endlich wieder zuhause.

Urlaub war sowas von nötig. Diesmal nicht Sri Lanka, USA oder Island. Vier Wochen Sauerland, Küstelberg heisst der Ort. Mitten im Wald, Henry David Thoreau lässt grüssen, der legendäre Waldschrat, Verfasser von 'Walden' etc.

200ster Geburtstag dieses Jahr, so eine Art Hofreiter, quatsch, Vorreiter der Grünen.

Küstelberg hat wenige hundert Bewohner, liegt irgendwo zwischen Hamburg und München, beide ca. 500 Kilometer nördlich bzw. südlich.

Es gibt dort eigentlich nichts, eine Kneipe, eine Kirche, eine Bushaltestelle.

Ganz viel Wald, kultureller Höhepunkt ist das Schützenfest Anfang Juli, wollte ich allerdings nicht mitmachen, - um runterzukommen.

Meine Waldhütte lag am Schlossberg, ca. 800 Meter über Normal Null. Man kann da spazierengehen, schlafen, nachts den Himmel begucken, und spazierengehen.

Es gibt jede Menge Natur dort, Wälder, Büsche und Bäume.

Nachts rufen Eulen ihr Lied, nur gelegentlich von bellenden Rehböcken unterbrochen.

Einmal kratzte ein dunkles Wesen an der Tür, gegen Mitternacht, ich musste mal für kleine Jungs nach draussen, und siehe, ein Waschbär.

Trump liess grüssen, kommen diese putzigen Gesellen doch als geduldete Einwanderer aus den USA, in den dreissiger Jahren des 20. Jahrhunderts am 30 Kilometer entfernten Edersee ausgesetzt.

Man freut sich nicht so sehr über die putzigen Gesellen, wie Heinz Sielmann sagen würde, der Doyen der deutschen Naturfilmerei, 100 Jahre wäre er nun. Aber sie sind nun mal da und werden akzeptiert.

In Berlin gibt es jede Menge Kultur, Menschen und Autos. Nachts kratzen manchmal so genannte Parteifreunde an der Tür, rufen ihr Lied von Grossen Koalitionen, Jamaika und sonstwas. Putzig sind sie weniger, die Bouviers, Taubers und wie sie alle heissen.

Aber man macht halt auf.

Nach zwei Stunden oder so sind sie wieder weg, man öffnet die Balkontür, hört allerdings keine Käuze oder Rehböcke,sondern Polizeisirenen und gröhlende Nachteulen.

Ach Küstelberg, Du Kleinod des bürgerlichen CDU-Himmels, du Vehikel zum Runterkommen, du was weiss ich ich, wo ist denn eigentlich mein Handy?

Ne, gibt’s doch nicht, wo ist das Ding denn? Unglaublich, Jacke, Tasche, nicht da,vielleicht im Koffer, auch nicht, das gibt’s doch nicht, bestimmt in dieser blöden Hütte liegen gelassen, die ganzen Kontakte, ach neee...

Erst mal rein ins Heim, nanu? Laptop an, hatte ich doch alles runtergefahren, was ist das denn, der Renoir weg (?), erstmal pinkeln.

Wo ist denn der Warhol, tob, brüll.

Oh, Festnetz bimmelt. Ja, hallo Tauber, Niedersachsen, wie bitte ?? ….

Heute früh, Lage bei Mutti, klar.

Tschüss.

Oh haua...

Zuletzt aktualisiert am Montag, 16. Oktober 2017 um 16:48 Uhr  

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