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Rosenkrieg bei der Bundeswehr

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Erneut wurde von einem Bundeswehroffizier eine Strafanzeige gegen Ursula von der Leyen gestellt.

Dieses Mal wegen Strafvereitelung im Amt.

In der Summe der, schon feindlich zu nennenden, gegenseitigen Kampfansagen zwischen der Verteidigungsministerin und ihrer Armee, ist wohl davon auszugehen, dass sich die Bundeswehr nun vom ersten weiblichen Verteidigungsminister Deutschlands scheiden lassen möchte.

Van der Leyen wurde, von SPD-Fraktionschef Oppermann erst im Juni als schlechteste Verteidigungsministerin seit der Wende bezeichnet, wobei er sich explizit auf die „Aufbauschung“ des Skandals um Aufnahmerituale in der Kaserne Pfullendorf bezog. Von einem unübersehbaren Vertrauensschaden bei der Bundeswehr war die Rede.

Im Mai titelte die Süddeutsche, „Nur Merkel verteidigt von der Leyen noch“ und beschreibt eine Union, die angesichts der Vorwürfe gegen die Verteidigungsministerin stumm ist. Niemand springt für sie in die Bresche, die sich gerade wegen ihres generellen Vorwurfes eines Haltungsproblems und von Führungsschwäche bei der Bundewehr öffentlich entschuldigt hatte.

Der Rosenkrieg, der allerdings nicht auf eine Liebesheirat folgte, die ehemalige Familienministerin wurde von Anfang an bei der Truppe skeptisch gesehen, scheint dabei sehr ungleich zu sein.

Ursula von der Leyen kann man abschaffen, die Bundeswehr aber nicht.

Von der Leyen, die sich zuvor weniger als Familienministerin, denn als „Gleichstellungsministerin“ profiliert hat, indem sie Elterngeld vor allem für doppelt berufstätige Eltern attraktiv machte und traditionelle sowie sozial schwache Familien stark benachteiligte, sorgte in fast schon sozialistischer Manier auch für einen Ausbau der Krippenplätze für die Kleinsten in den Familien.  Damit bediente sie die Ideologie, dass man schon Säuglinge tagsüber in der Krippe abgeben kann, ohne seelischen Schaden anzurichten. Faktisch ist diese Ideologie durch nichts belegt und in der jahrzehntelangen Geschichte von Bindungsstudien zwischen Mutter und Kind psychologisch eigentlich obsolet.

Von der Leyen war also schon als Familienministerin dafür bekannt, dass sie eher für eine Gleichstellungs-Ideologie um jeden Preis arbeitet, als für Familien und Kinder.

Bei der Bundeswehr kommt diese ideologische Grundeinstellung der Ministerin allerdings noch schlechter an, als im Familienministerium, wo sie bereits stark in der Kritik stand.

Bereits im Fall Franco A muss der Hausseegen bei der Bundeswehr schief gehangen haben, als die Verteidigungsministerin mit einer undifferenzierten Generalkritik an der bösen Bundeswehr abrechnete und gleichzeitig mit dem überarbeiteten Traditionserlass so tat, als wäre die Bundeswehr noch in irgendeiner Form „wehrmachtsaffin“.

Solche Verzerrungen der Realität gibt es öfter vor Familiengerichten, wenn Frauen ihre Männer ins Unrecht setzen wollen. Bei der Verteidigungsministerin ist dieser Eindruck tatsächlich nicht von der Hand zu weisen. Innerhalb weniger Monate erzeugte sie, mit wohlwollender Unterstützung der Kanzlerin, das öffentliche Bild einer Bundeswehr, die sadistisch, gemein, charakterschwach und zur „Kindererziehung“ (gemeint sind natürlich Rekruten) völlig unfähig ist. Das Jugendamt dürfte seine wahre Freude an solchen weiblichen Standards haben, nur Staatsanwälte und Richter spielten in diesem Falle nicht mit.

Von der Leyen ist mit ihrer Diffamierungskampagne gegen die eigene Armee gescheitert.

Was nun ansteht ist die Scheidung, die in diesem Falle, glücklicherweise, durch einen einfachen Rücktritt der Ministerin zu bewerkstelligen wäre.

Die Union liegt derzeit in Wahlumfragen bei stabil 40%, was den Rücktritts-Druck auf die Ministerin nicht gerade befeuert. Merkel und von der Leyen können versuchen den Rosenkrieg bis nach der Wahl auszusitzen.

Faktisch aber wird von der Leyen gehen müssen, wenn man nicht die Armee selbst in die Wüste schicken will (was durchaus ein Sinnbild für die Pläne mit der Armee in den nächsten Jahren sein könnte).

Nach der Wahl ist der Abgang von der Leyens bei der Bundeswehr aber deutlich eleganter. Dann bekommt die „Merkel-Nachfolgerin in Spe“ ihren nächsten Posten (als Kanzlerin nach dem Abgang Merkels zur Hälfte der Legislaturperiode).  Das wäre dann die erste deutsche Quotenfrau, die es direkt auf den Kanzlerposten geschafft hat (ohne dafür gewählt zu werden).

Niemand mag sie, aber wir werden sie bekommen!

Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, 10. August 2017 um 13:49 Uhr  

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