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SPD, wat nu ?

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Einen Text zu einer Regionalkonferenz im November 2016 in Bochum habe ich kurz danach verfasst, intern weiter geleitet und meinen Senf zu einem meiner Meinung nach unsäglichen Auftritt Hannelore Krafts' damals geschrieben.

Will das hier nicht wiederholen und als Besserwisser da stehen, Laschet ist nun MP, hätte ich. ehrlich gesagt, vor wenigen Wochen auch nicht für möglich gehalten.

Dass nun ausgerechnet die FDP wieder mit am Drücker ist, ist der eigentliche Lapsus Knaktus.

Von einer Wiedereinführung der Studiengebühren habe ich auf den liberalen Plakaten nichts gelesen, diese Gurkentruppe zu thematisieren wäre vielleicht besser gewesen als diesen dussligen HashtagWir im NRW- Wahlkrampf durchführen.

Nun, ok, nachkarten gilt nicht, aber das aktuelle Thesenpapier 'Die Sozialdemokratie in NRW wird gebraucht', wirft wieder Fragen auf.

'Martin Schulz wird Kanzler.

Dafür kämpfen wir.' Ja, ok, was denn sonst?

'Wir müssen reden, über eine differenzierte Analyse des Wahlergebnisses'. Auch ok.

Dann der allerdings fast schon grandiose Satz, nach Ausführungen über soziale Abstiegsängste, zu wenig Teilhabe am wirtschaftlichen Aufstieg etc.:

'Im Ruhrgebiet hat die SPD verlierend gewonnen. Im ländlichen Raum gewinnend verloren.'

Wer sich das ausgedacht hat, sollte mit Bob Dylan einen Song über nicht abgeholte Literaturnobelpreise singen, als fünfter Beatle auf dem gerade fünfzig Jahre alt gewordenen Sgt. Pepper - Album in Phantasieuniform sitzen oder Abgasskandale bei Audi und VW als Mantra alternativer Faktizität herumdieseln, nach dem Motto: Mehr Autos, mehr Katalysatoren: reinere Luft.

Gemein, ich weiss. Wer aber bei relativ aktuellen arbeitnehmertechnischen Anlässen (wie dem großen Poststreik vor zwei Jahren) vornehme Zurückhaltung bewies, braucht sich über mangelnde Solidarität der Betroffenen an der Wahlurne nicht zu wundern.Und die Tarifautonomie kenne ich auch, keine Sorge.

Wer sich großspurig auf eine dementsprechende Frage einer ehemaligen Krankenpflegerin in Rente verbittet, auf 'No Go- Areas'- hingewiesen zu werden in Duisburg – Marxloh z.B. (nun doch auf Bochum hingewiesen, s.o.), mit dem Hinweis, wir hätten keine Verhältnisse wie in Bogota, mag in Mülheim gut leben oder den Zwiespalt zwischen Essen Nord und Süd, -  die Probleme in Dortmund zwar registrieren, aber nicht wirklich wahrnehmen.

Die CDU sah das alles auch nicht, und für den 'normalen' Arbeitnehmer wird sich in NRW jetzt erst recht nichts verbessern, aber sie haben sich halt besser 'verkauft'.

Hoffentlich verkauft im wahrsten Sinne des Wortes, nur nützt das die nächsten Jahre wenig, siehe Trump.

Conclusio: Ran an die Arbeiter/ die Arbeiterin, die 'kleinen' und grösseren Angestellten. Das Volk, also irgendwie alle...

Willy, hilf...

Zuletzt aktualisiert am Montag, 05. Juni 2017 um 10:10 Uhr  

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