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Schon mal nachgedacht?

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Armut in unseren Städten es gibt sie und zwar die sichtbare Armut in unseren Quartieren und dazu eine durchaus erkennbare.

Dabei handelt es sich sich um gestandene und ehem. bürgerliche Wohnquartiere in denen sich die Armut bereits hartnäckig festsetzte, im Gegensatz dazu die sog. noble Armut unter den Pionieren in der Gesellschaft.

Beschäftigen wir uns einmal mit der erkennbaren Armut in den Wohnquartieren, es sind in der Regel Wohnquartiere die überwiegend von Transfergeldempfängern bewohnt werden und wo kein überdurchschnittlich größerer Arbeitgeber die Szene bestimmt.

Es fehlt also im unmittelbaren Vergleich die sog. Vergütungsstaffel des größeren Arbeitgebers, demzufolge kommt der Querschnitt von Beschäftigten und Beschäftigungsverhältnissen hier in die Rechnung.

Armut entsteht im Wohnumfeld und hängt unmittelbar mit den monatlichen Mietkosten zusammen, diese stiegen in manchen Großstadtquartiere in den vergangenen 10 Jahren um mehr als 12%, im Gegensatz dazu stieg die Entlohnung auf max. 5%.

Zieht man davon die jährliche Teuerungsrate ab haben etliche Bürger nur noch 85% von dem zu Verfügung was man vor 10 Jahren vergleichbar ansetzte.

Was wiederum volkswirtschaftlich mit der Wertschöpfungsrate zu tun hat, die wiederum ist wesentlich flacher und anfälliger geworden, man spricht einerseits von der wachsenden Beschäftigung aber bei stagnierender Entlohnung.

Sehen wir uns diese Situation einmal näher an, man kann durchaus wiederum von Kinderarmut sprechen und das betrifft nicht nur Familien die Hartz IV empfangen.

Es ist nun einmal so, eine Lehre mit 16 Jahren beginnt heute kaum jemand noch, junge Schüler die hoch motiviert sind müssen in quälende Verfahren um die außer Rand und Band geratene Branche von Berufsfindern und Vorbereitern zu beschäftigen.

Daran verdient nur der Betreiber und das sind teilweise Steuermittel, die der Staat wesentlich besser einsetzen könnte.

Insofern gibt es Schwellen über das unbezahlte Praktikum in den Beruf finden, wann zahlt dabei wer was in unsere Sozialkassen, lassen wir das einmal den Schmarotzer beim Namen zu nennen.

Wahrhaftig hat sich die Kultur der Middi- Jobs so festgesetzt, dass die einerseits richtig sind um den Einklang herzustellen andererseits offenbart sich hier ein regelkonformer Missbrauch.

Das sind all diese Jobs die mit max. 1200 Euro Brutto im Monat vergütet werden, darunter fallen die Vielzahl von Studenten aber auch die Boten und Dienstleister, das Verkaufspersonal in den Tankstellen und in den Spätverkaufsstellen.

Dazu kommen aber noch Jene, die nach der Elternzeit zurück in den Beruf möchte und temporär eine 25 Stunden Woche haben.

Rechnet man dazu die sog. akademischen Hilfskräfte plus den wirtschaftlichen Pionieren, die etwas neues und kreatives versuchen und dabei wahrhaftig kaum sozial abgesichert sind, hat man die Grenze von 1800 Euro Brutto im Monat kaum überschritten.

In Euro arm bei 928 Euro sind es 12% dazu kommen aber diese insgesamt fast 30% die nicht mehr als 1800 Euro brutto verdienen. Bezieht man das auf die Haushalte, so haben 50% von allen Haushalten weniger als 2000 Euro monatlich zur Verfügung.

In anderen Kategorien spricht man vom Jahreseinkommen, man sieht dessen bereits gut an was sich bei 30 000 Euro Brutto im Jahr einpendelt, ein Jahreseinkommen von mehr als 50 000 Euro brutto hat in den Berliner Bezirken Neukölln und Friedrichshain Kreuzberg vielleicht jeder 20. Arbeitnehmer, auf der anderen Skala befinden sich aber die Pioniere im Trend und davon hört mehr als 30% nach 24 Monaten überschuldet auf.

Betrachten wir das einmal volkswirtschaftlich, so versteht man dass im Einzugbereich dieser Quartiere die Nachfrage nach preiswerten Wohnraum sowie Lebensmittel zugenommen hat und manches Edelgeschäft, am Rande dessen diese Flaute wohlweislich verarbeiten muss.

Andererseits lässt sich positiv vermerken, die sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnisse nahmen zu, was aber immer noch nicht beruhigend sein wird, denn es entsteht bereits eine Altersarmut.

Bei den zukünftig versicherungspflichtigen Rentnern, werden die Jahre den Anspruch setzen aber die Rentenhöhe auf cirka durchschnittlich 20% vom dem fallen womit man derzeit operiert.

Das ist die rein volkswirtschaftliche Sache, dazu gesellt sich allerdings ein gewolltes staatliches Nichtstun, denn eine Alternative zur zuvor hoch geschätzten Kapitallebensversicherung hat bisher noch kein selbsternannten parlamentarischer Finanzexperte entwickelt.

Lassen wir das leidige Thema der Riesterrente, erwähnen wir nur einmal kurz die gut verzinslichen Bausparverträge , sie lösen sich auf.

Wobei mir allerdings immer noch ein Rätsel ist, wie kann eigentlich wer privat vorsorgen, der monatlich nicht mehr als 1250 Euro netto bekommt?

Zuletzt aktualisiert am Freitag, 03. März 2017 um 15:54 Uhr  

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