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Keine wirkliche Verbesserung der gesetzl. Rente in Sicht

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Auch die weiteren Rentenreformen ändern nichts, verbessern nichts, solange die ursächlichen Strickfehler der gesetzl. Rentenversicherung nicht beseitigt werden.

Wir hätten eine völlig andere Rentenpolitik, wenn alle Einkommen sich an der Finanzierung der gesetz. Rentenversicherung zu beteiligen hätten.

Also wird ein Murksgesetz auf das andere gepackt.

Komplizierter und ungerechter, nichts wirklich verbessernd.

Und es wird vor allem die heutigen Arbeitnehmer treffen.

Hier ein hörenswertes Interview mit Rudolf Dreßler zum SPD-Kanzlerkandidaten, wo er ungefähr bei Min. 0:40:00 den mangelhaften Bundeszuschuss zur gesetzl. Rente  erklärt:
http://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2017/01/30/kontrovers_kann_die_spd_doch_noch_punkten_30012017_dlf_20170130_1010_ab46cb41.mp3

Die Schweiz, die Niederlanden und Österreich z.B. könnten ein Beispiel geben.

Die haben allerdings auch kein Sozialsystem, das immer noch wie im Ständestaat des 19. Jahrhunderts aufgeteilt ist.

In Sachen Rente steht es zwischen Österreich – Deutschland: 4:0

Nichts neues, wer hätte das gedacht, Riesterrente ist ein Flop, und so  wird nun die Betriebsrente als neue Betrugsrente (zugunsten der Versicherungskonzerne) den Arbeitnehmern angepriesen.

Lassen wir einfach einen Neu-Rentner berichten: . . . nachdem er seine "Metallrente" ausgezahlt bekommen hat: „Da ich jetzt Rentner bin und meine „Metallrente“ ausbezahlt wurde, kann ich mit ganz konkreten Zahlen diesen Betrug belegen: . . . . knapp 17.000€ vom Bruttolohn eingezahlt.

Nach Berechnungen hätte er von der Metallrente, alternativ zur Einmalzahlung, einen monatlichen Bruttorentenbetrag zwischen 60 bis 70€ erhalten.

Dieser Betrag wäre durch Versicherung/Steuern/Rentenversicherungsminus auf einen Netto-Betrag zwischen 20 und 30€ geschrumpft.

Ausgezahlt wurden: 21.690 €
Forderung der Krankenkasse: 3.800 €
Steuerzahlung an Finanzamt: 6.200 € (entspricht 28,5 % wegen Progression !!)
Kläglicher Rest: 10.690 €
Also gerade einmal 50 % bleiben für die Altersvorsorge übrig !

Sehr gut verdient haben die Allianz, die Krankenkasse, die IG-Metall (Provision) und natürlich der Finanzminister.“ eine weitere Erkenntnis:

Er hat durch die Entgeltumwandlung weniger Rentenversicherungsbeiträge bezahlt und erhält dafür, mal sehr vorsichtig angenommen, 0,5 Entgeltpunkte weniger.

Das bedeutet nach gegenwärtigem Stand: Er erhält ca. 15€ im Monat weniger Rente, macht im Jahr 180€ weniger. Bezieht . . . seine Rente solange, wie zur Zeit die durchschnittliche Rentenzahldauer beträgt, nämlich 20 Jahre, hätte er einen Rentenverlust von weiteren 3.600€.

Seine abschließende Rechnung würde also so lauten:

- 21.690€

- 3.800€

- 6.200€

- 3.600€

= 7.090€ als „Vorteil“ der Metallrente (das ist noch zurückhaltend gerechnet)

Noch eine Anmerkung: Bei Vertragsabschluss von K . . . . . war der Garantiezins noch bei über 3%. Heute ist er auf dem Stand von 0,9%.

Na, da kommt doch Freude auf.

Wie groß wird die erst sein, wenn es mehr Rentner betrifft?

Und es muss sich offensichtlich für die Wirtschaft lohnen, wenn die Binnennachfrage weiter geschwächt wird und immer mehr Menschen über weniger Geld verfügen.

Was werden sie dann tun?

Erstmal alles kündigen, was möglich ist: Mitgliedschaften in Parteien, in Vereinen und Verbänden, Zeitungsabonnements.

Nichts mehr mit Diensleistungen wie z.B. Fußpflege, Kaffeetrinken, eine Reise machen, den Kindern und Enkeln helfen, Autos kaufen allein bekanntlich auch keine Autos u.s.w.

Die Liste ist endlos.

Viel mehr Menschen werden dann aber (die astronomisch hohen) Mieten, Strom, Gas, Lebensmittel etc. nicht bezahlen können.

Und wo werden dann alle politisch Verantwortlichen sein?

Über alle Berge in lukrativen Posten bei Versicherungen???

.

 

 

Zuletzt aktualisiert am Freitag, 03. Februar 2017 um 15:43 Uhr  

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