Mein Herz schlägt links

Initiative linker SozialdemokratenInnen in der SPD

  • Schrift vergrößern
  • Standard-Schriftgröße
  • Schriftgröße verkleinern
Start Neuigkeiten Das Symptom Schulz (Fortsetzung)

Das Symptom Schulz (Fortsetzung)

E-Mail Drucken PDF

 

 

 

Natürlich muss die SPD Wahlkampf machen, da kommt sie gar nicht dran vorbei.

Die Frage ist nur, ob der Spruch: Opposition ist Mist, heute noch stimmt?

Mit Schulz kommt tatsächlich einer in die Spitzenposition, der Populismus kann.

Aber den Anspruch, das Land zu führen, können die Sozialdemokraten, jetzt, wo es überall wegbricht, auch in Brüssel, nicht ernsthaft vertreten?

Solange die SPD ein Teil des neoliberalen Problems ist, sollte sie gerade nicht in eine Regierung gehen.

Es hat sich in den letzten Landtagswahlen doch deutlich gezeigt, dass die SPD mindestens so viele Wähler an die AfD verloren hat, wie die Union, welche jetzt dabei ist, ihr rechtes Profil zu schärfen.

Die Abgehängten, von denen Schulz spricht, um die er sich kümmern wolle, wählen nun rechts.

Solange die SPD in fast rauschhafter Art und Weise von Regierungsbeteiligung zu Regierungsbeteiligung rennt, wird dort nichts entstehen.

Die sozialen Werte, werden weiter verbrannt werden und die Wähler werden sich weiter abwenden, die Mitgliederzahlen werden weiter sinken und die Identität der Partei ist weiterhin Geschichte.

Wenn Schulz vollmundig ruft, er wolle Teile der Eliten entmachten, kann man ja nur zustimmen, aber in der SPD gibt es diese Eliten auch.

Was macht er mit denen?

Wer ist mächtiger?

Der Seeheimer Kreis oder Schulz?

Aber selbst wenn die neoliberale Schmusetour der Partei mit allen, die an der Globalisierung verdienen, plötzlich beendet würde (kein Mensch weiß wie), blieben da immer noch die Linken Parteimitglieder mit ihrer permanenten Umerziehungswut den Bürgern gegenüber.

Die Sozialdemokraten sind doch längst als Oberlehrer verschrien und wer dazu aus Brüssel kommt, wird zumindest indirekt für die Gruselbildchen auf den Zigarettenpackungen (den Troststengeln der hart arbeitenden Bevölkerung, wie Schulz die Gruppe der Schlechtverdiener nennt) verantwortlich gemacht.

Natürlich für viele andere, gefühlte Repressionen aus Brüssel ebenfalls.

Also mit welcher SPD will Schulz an die Macht?

Die müsste er erst einmal in der Asche der letzten Jahre zusammensuchen und dann neu aufbauen.

Aber Schulz ist kein Parteireformer. Gabriel war einer, bevor er Lust an der Macht bekam.

Sein Projekt hat er zuletzt abgebrochen und für eine dreiste Rechtfertigung der GROKO missbraucht.

Der Europapolitiker Schulz ist ein Symptom der Ratlosigkeit der SPD, die in den letzten 15 Jahren systematisch von ihren eigenen Eliten in Grund und Boden gewirtschaftet wurde und von der nun nicht viel wählbares mehr übrig geblieben ist.

In der Opposition könnte sich die Partei vielleicht der Machtakrobaten entledigen, die immer noch die Strippen ziehen.

In der nächsten Regierung aber, wird die SPD dann schrittweise zur 10% Partei heruntergebrochen, weil die Akzeptanz nur weiter sinken kann.

Ja, natürlich muss die SPD Wahlkampf machen und Schulz ist ein guter Mann.

Aber was steht noch dahinter?

 

Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, 25. Januar 2017 um 18:37 Uhr  

Wahlkampf

Erneuerbare Energien

Statistiken

Benutzer : 340
Beiträge : 5856
Weblinks : 145
Seitenaufrufe : 17120748

Verwandte Beiträge