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Mit allen Mitteln! Die amerikanischen Neokonservativen wollen unter Clinton wieder an die Macht!

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Mit Hilary Clinton kommen die amerikanischen Neocons erstmals nach der Bush-Aera wieder and die Macht.

Sie haben nur ein Problem, die E-Mail-Affäre Clintons und der Demokraten.

In Deutschland wäre etwas los, wenn Hacker plötzlich ein 200 Seiten starkes Dossier über die persönlichen und politischen Angriffspunkte eines Kanzlerkandidaten veröffentlicht hätten. In den USA ist das fast normal, jeder erwartet, dass persönliche Schwachpunkte, die auch weit unter der Gürtellinie liegen dürfen, vom politischen Gegner ausgespäht und beizeiten genutzt werden.

Dennoch fällt auf, dass dieses Dossier der National Democratic Committee der Demokratischen Partei also, das Schwachpunkte von Donald Trump auch im ganz persönlichen Bereich auflistet und ausführt, von den deutschen Medien, aber auch von englischen Medien wie dem Guardian geradezu verharmlost wird. Es wird sogar die Echtheit des Dokumentes bezweifelt, wie ein Spiegelartikel vor kurzem implizierte. Tatsächlich aber dürfte das Dokument echt sein.

Die Amerikaner lieben Kompromat

Es mag dabei auch niemanden mehr wirklich aufregen, dass in dem Trump-Dossier der Demokraten unter Hilary Clinton, Angriffsmöglichkeiten aufgeführt werden, die mit politischer Korrektheit überhaupt nichts mehr zu tun haben. Da wird auf Trumps vermeintlich hohes Alter abgehoben, auf die „verschwiegene“ Tatsache, dass sein Vater jenseits der 80er eine Alzheimer-Erkrankung entwickelt hat. Gleichzeitig werden mögliche genetische Risiken des Präsidentschaftsbewerbers in den Raum gestellt, die bei einer so späten Manifestation der Alzheimer-Erkrankung schlicht und einfach keine Rolle mehr spielen. Aber man kann es ja mal versuchen! Des Weiteren wird Trump sexuelles Fehlverhalten vorgeworfen, die dreißig Jahre alte Behauptung der Ex-Frau Ivanka hervorgeholt, sie sei von ihrem Mann vergewaltigt worden. Nebenbei ging es damals um die Höhe von Ivanka Trumps Abfindung während der Scheidung des Paars.

Wie auch immer. Die Amerikaner lieben Kompromat und setzen es, wo immer möglich, gegen ihre Gegner ein. Das ist so. Warum das aber von unseren Medien mehr oder weniger unkritisch mitgemacht wird, steht auf einem anderen Blatt.

Trump produziert seine eigenen Skandale – Clinton hat die E-Mail-Affäre

Während Trump also als „Skandalpersönlichkeit“ durch den amerikanischen Wahlkampf geistert, hat Clinton ein viel gravierenderes Problem. Ihre Verstrickungen in Fehler der amerikanischen Außenpolitik werden auch durch die Hacker-Angriffe gegen die amerikanischen Demokraten immer deutlicher. Aus den bei Wikileaks veröffentlichten Clinton-Mails geht ziemlich eindeutig hervor, dass sie den Sturz Gaddafis unterstützt und eine militärische Intervention der USA in Libyen ebenso favorisierte, wie die Bewaffnung teils extremistischer Rebellen in Syrien. Ihr wird auch vorgeworfen, bei den etwa 340 Drohnenangriffen Obamas in Pakistan, Zustimmungen zu konkreten Exekutionen (Absprache zwischen CIA und State Departement) auf ihrem Privathandy erteilt zu haben. Ihre mangelnde Professionalität als Außenministerin, die fehlende Loyalität gegenüber Obama und die Impulsivität, in der sie militärische Interventionen vertrat, wurden nur von ihrem missionarischen Interventionismus übertroffen.

Email-Affäre Clintons weist auch auf Komplott der Neocons hin

Clinton hat nämlich noch eine viel größere Bedrohung für die Welt in der Hinterhand. Aus den Wikileaks-Mails gehen auch eine Reihe von Kontakten mit amerikanischen Neokonservativen hervor, die im Falle des Chefdenkers der Neocons, Robert Kagan, zu offener Sympathie und Unterstützung seiner Position gegenüber Obama führten. Kagan vertritt die Position, dass Amerika in einer destabilisierten Welt die Chance und Aufgabe hat, den Globus nach liberal-demokratischen Prinzipien zu formen und das auch mit Waffengewalt. Ein Brief Kagans an Obama, den er zu Beginn der zweiten Präsidentschaft 2013 übersandte und der sich auch in Clintons Email-Sammlung wohlwollend kommentiert von ihrem Mitarbeiter Sullivan, befindet, belegt diese Stoßrichtung der amerikanischen Neocons.

In Amerika ist es inzwischen ein offenes Geheimnis, dass die Neokonservativen, die ihre „große Zeit“ unter G.W.Bush hatten und alle kriegerischen Aktivitäten, insbesondere den Irakkrieg massiv forciert haben, nun in die demokratische Partei streben, weil sie bei den Republikanern den „traditionell Konservativen“ unterlegen sind, die einen forcierten Interventionismus eher ablehnen und Amerika in die Position eines weniger aggressiven Multilateralismus zurückführen wollen.

Clinton ist faktisch die Anführerin der Neocons in beiden Parteien-bei den Demokraten und den Republikanern

Hilary Clinton ist dabei derzeit die eindeutige Führerin der Neokonservativen in beiden Parteien! Sie hat sowohl die neokonservativen Demokraten, als auch die neokonservativen Republikaner hinter sich. Damit ist sie in der Position, das Zweiparteien-System in Amerika aushebeln zu können.

Kleine Benerkung am Rande: Im Dossier wird Trump sein häufiger Parteinwechsel vorgeworfen. Die Neokonservativen sind genau dafür in Amerika bekannt. Erst waren sie bei den Demokraten, dann bei den Republikanern und jetzt flüchten sie wieder zu den Demokraten!

Donald Trump, der republikanische Präsidentschaftskandidat hat also sowohl bei den Republikanern, als auch bei den Demokraten die Neokonservativen gegen sich und damit nur äußerst geringe Chancen, die amerikanischen Präsidentschaftswahlen zu gewinnen.

Dieser Komplott der Neocons, wenn er denn Erfolg hat, würde nach Obama eine erhebliche Verschärfung der amerikanischen Außenpolitik mit sich bringen und könnte uns Europäer in massive Schwierigkeiten bringen. Übrigens wird die Ehefrau des Chefdenkers der Neocons, Robert Kagan, und Clinton-Mitarbeiterin im State-Department als neue Außenministerin unter Clinton gehandelt. Victoria Nuland ist uns als eine der maßgeblichen „Maulwürfe“ bekannt, die am amerikanischen Präsidenten vorbei, den Umsturz in Kiew mitorganisiert hat. Ein Schelm, der bei dieser Aktion an die Neocons denkt, auch wenn diese von Brennan (CIA) bis McCain (Republikanischer Senator) ständig in Kiew präsent waren. Nuland dürfte als Außenministerin die Inkompetenz von Clinton noch überbieten und vermutlich auch deren missionarischen Eifer.

Eine gute Übersicht über die Neocons in Amerika gibt der englischsprachige Wikipedia-Artikel.

Die Tatsache, dass die deutschen Medien massiv Hilary Clinton unterstützen, spricht für eine erhebliche Dominanz, welche die Neokonservativen auch in Deutschland entwickelt haben. Über diese interventionistisch neokonservativen Umtriebe in Deutschland, die sich besonders bei den Grünen finden, habe ich in meinem Artikel „Die große Freiheitsparty des Westens“ anlässlich der Ukraine-Krise, bereits berichtet.

Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, 04. August 2016 um 01:34 Uhr  

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