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Die Ouvertüre zum Trauerspiel

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Aus heutiger Sicht, waren die Jahre von 1989 bis 1994 eigentlich die Ouvertüre zum Bühnendrama „ gerecht ist nur was dem Finanzmarkt dient“.

Die Macht von eigentlich wenigen, die aber stets die Großspender der Parteien sind, installierten eine tatsächliche gesellschaftliche Ohnmacht.

Die Geschichte hat nun einmal bewiesen, dieses Unternehmen ist immer dann erfolgreich wenn in einem Staat die Zivilgesellschaft unterentwickelt ist.

Der Traum von wenigen im alten West- Berlin an diesem Standort der Motor des Westen für den Osten zu sein, der sich bis weit hinter der Oder auftat, der blieb ein Traum.

Ebenso wie der Traum von gleichen Partnern, die einen waren Profis und brachten ihre Regeln mit und die anderen waren zunächst die Amateure und wurden dann zu den Lakaien.

Ab dem Jahr 1992 hatte der Osten seine Unschuld verloren, man beschäftigte sich mit sich selbst und alle in Funktion gewählten Volksvertreter sahen zunächst nur sich.

In zweierlei Hinsicht, man war so mit sich selbst beschäftigt, dass man die tatsächlich vorhandene Korruption gar nicht bemerkte und zudem fand eine gesellschaftliche Entsolidarisierung statt.

Das erste war schon kriminell genug und brachte manchen redlichen Westbetrieb in Schieflage, zweitens war der Beginn der gesellschaftlichen Entsolidarisierung eigentlich der Nährboden für Rechtes Gedankentun in etlichen Regionen im Osten der Republik.

Das was wir heute vorfinden, es kam nicht über Nacht sondern es ist eine Zelle innerhalb der Bequemlichkeit einer noch immer im Osten vorherrschenden Nischengesellschaft.

Man verdeckt also innerhalb dieser Nische viel mehr als es mitunter nach draußen drängt, entfremdet davon haben sich nicht die Einheimischen sondern die Funktions- und Mandatsträger in den demokratischen Parteien, es waren durchaus mal ihre Wähler die sich jetzt als Rechtsextrem präsentieren.

Rechtsextreme haben dort einen Freiraum wo die Zivilgesellschaft nicht vorhanden ist oder wo sie von anderen kaum geduldet wird.

Wer sind dabei die Anderen, Teile dieser Gruppe „der Anderen“ fühlten sich mal als Sieger zu den Zeiten als man die Ouvertüre erschallen ließ, frei nach der Willkür „ denen da oben zeigten wir es einmal“.

Wer stand eigentlich auf welcher Seite als es zuvor in der alten DDR konstruktiv zur Sache ging?

Es gab auch da Nörgler, davon sitzen heute wiederum einige in den Parlamenten und wissen mit der Kritik umzugehen, man umgeht sie.

Es gab ab 1994 eigentlich nur noch Verlierer im Einheitsprozess, bloß wer verliert hat keine Lobby.

Dieser Prozess sich in einem Drama selbst zu behaupten und Perspektiven über den Tellerrand aufzuzeigen, ist eigentlich die Weichenstellung im Leben und wer dabei seine Erfahrungen machte, der bemerkte welche recht einfache und primitive Art und Weise dabei manche im Osten des Landes wählten.

Nach Hoyerswerder und Rostock Lichtenhagen hätte man diese Schockkultur im Osten erkennen müssen, tat man aber nicht denn mittlerweile vermehrten sich gesamtdeutsch die Pappnasen, die stets warnten die Gesellschaft zu spalten.

Wer spaltete aber, immer jene beginnen damit die den Versuch machen sich abzuspalten, wer da in den Betrieben war und seine Ohren spitzte erfuhr etwas über ein System der Beobachtung, manche nannte das weiterhin Kadergespräche.

Was nicht passte, wer nicht passte wurde angeschwärzt und niemand unterband das, irgendwann fiel auch einigen im Westen auf, man hatte im Osten Spaß daran gefunden Zeitgenossen auflaufen zu lassen.

Die alte SED Regie die konnte einem Leid tun, was war das für ein Staat der keine Bleibe mehr fand für den zuvor abgesetzten Staatsratsvorsitzenden, da zeigte sich bereits der Mob auf der Straße, pfiff den einer zurück und zog man daraus seine Lehren?

Wirklich nicht, der Mob erfreute sich stets wenn wieder einer aus der Übergangszeit enttarnt wurde, doch niemand enttarnte mal den Mob.

Hier rückten Regionen nach rechts und es entwickelten sich Netzwerke in denen der NSU über Jahre unentdeckt blieb.

Das ist das eigentliche Trauerspiel aber welche Konsequenz zog man daraus?

Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, 16. März 2016 um 03:45 Uhr  

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