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Nun sollten die Mutigen klug werden

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Nach Silvester in Köln finden einige zurück zum Mut über etwas zu berichten, was sie ertragen mussten.

Das ist durchaus richtig, dem den man Leid zu trug muss seine Stimme erst wieder finden und danach die Situation schildern.

Mit dem Mut von wenigen werden sich mehrere trauen und das berichten, was nicht normal war und überhaupt nicht in Ordnung ist.

Was aber daraus gemacht wird, von Teilen der Presse und von verantwortlichen Politikern vor Ort bis in den Plenarsaal des Bundestages, widerspricht dem mitunter was der Bürger empfindet und dient in erster Linie dem eigenen Reinwaschen.

Nachträglich basierte Empfehlungen und Schuldzuweisungen helfen uns gesellschaftlich nicht weiter, es ist nun einmal eine Tatsache dass die Polizeiführung vor Ort die Lage einschätzen muss, dabei sind falsche und überzogene Reaktionen ebenso schlimm wie halbherzige.

Einerseits gibt es Verordnungen und Anweisungen, hält man sich daran dann klingt manches anders, denn die wiederum entsprechen genau der politischen Vorgabe.

Silvester 2015 offenbarte uns das Staatsversagen, in Situationen die wir so konzentriert bis dahin nicht kannten.

Für das Staatsversagen sind aber nicht die Polizeikräfte vor Ort schuld, sondern dieses Versagen hängt unmittelbar mit der Ethik und dem Respekt zusammen auf der einen Seite und auf der anderen Seite wo der Staat reagieren sollte, wurde er über Jahre hinweg politisch gewollt ausgetrocknet.

Sämtliche Entscheidungen die in Parlamenten mit der Mehrheit der Abgeordneten fielen, betrafen stets dem Bürger und nicht dem Parlamentarier, der wiederum beugte sich der breiten Fraktion der Sarrazinierung.

Mittels dieser Sparmaßnahmen, dieser gewollten Etatkürzungen verdünnte man in allen Ämtern des Landes und der Kommunen das zuständige Personal.

Der Rest der nun dort ist, der macht seinen Job und das was man kurzfristig dazu aktiviert, geschieht auf einer Schiene wo die Wirtschaftlichkeit in der ersten Stelle steht.

Kommt nun das parlamentarisch kontrollierte Recht der Wirtschaftlichkeit vor dem Gefühl der Staatsbedürfnis der Bürger, führt das an gewissen Schleusen zu Verdrossenheit.

Natürlich ist es ein Irrsinn zu behaupten, an diesen Ausschreitungen sein nun mal der Staat schuld, das ist nicht nur naiv sondern höchst verwunderlich.

Es gab dort in den letzten Tagen leider zu viel unsinniges Gerede, es hätte mancher lieber geschwiegen.

Allerdings wissen wir jetzt was Antänzer sind, liebe Freunde in der Provinz und liebe hoch vergütete Hinterbänkler in den Parlamenten, dieses Problem dürfte doch niemanden neu sein.

Berlin Friedrichshain Warschauer Brücke und die Warschauer Straße die heimliche Hochburg der Antänzer, da Domplatte ist dort das ehemalige EAW Gelände.

Da machten die Szene Clubs auf und hier trifft sich Europas Jugend und nicht nur zum Feiern.

Manches ist abartig, ebenso manches provokant und etliches außer einer Toleranz.

Lassen wir die Toleranz mal kurzfristig außen vor, mit einer solchen Szene lässt sich wiederum Geld verdienen und Berlin benötigt Einnahmen.

Diese Szene schafft sich Freiheiten und die des Einzelnen endet brutal am Ausgang des Geländes.

Da verschlägt es andere ebenso hin und davon haben in den frühen Morgenstunden etliche ein leichtes Spiel, wenn sich die Szene locker gibt.

Sicherheitskonzept- das kennt man hier auch in den Clubs und vor dem Gelände die Beleuchtung.

Wir sprachen aber von den Schleusen und in erster Linie ist das hier die U- und S- Bahnstation, nicht nur der Diebstahl sondern auch die sexuelle Gewalt.

Nicht jeder Diebstahl wird angezeigt, denn wie das abläuft kennt man, ist dann verwundert dass man darauf reinfiel, aber welcher Täterkreis geht darüber hinaus?

Es sind junge Männer in der Vielzahl, die entweder sich behaupten möchten oder den Respekt weder vor Frauen noch vor der Staatsgewalt kennen bzw. fürchten.

Es sind aber auch dabei solche, die genau wissen ihnen wird kaum etwas passieren.

Arm sind stets nur die dran, welche sich über sich selbst ärgern müssen, dann wenn andere mit der Hand in den Gepäckträger vom Fahrrad griffen.

Teile davon findet man falls man die Verfolgung aufnimmt wieder, aber nicht mehr das was wertvoll war.

Dann macht mal die Anzeige bei der Polizei, sicherlich sollte man das um damit zu beweisen, hier entwickelt sich unterschwellig eine Gegengesellschaft.

Würden die politisch Verantwortlichen einfach sagen, wir wissen einfach zu wenig über diese gegenwärtig bei uns präsente Gegengesellschaft.

Man kann nur aus den wenigen Ermittlungen folgern, ihre Wurzeln hatten einige von ihnen in Nordafrika.

Daraus folgt die zweite Frage, was wissen wir über die jungen Menschen und ihrer sozialen Situation im Norden Afrikas?

Sind dessen Werte unsere Vorstellung von Werten und wie bezeichnet man dort Armut?

Vor fast einem Jahrzehnt verbrannte ich mir mal meinen Mund, auf einer Parteitagung fiel von mir folgender Satz: „ Wir werden die Armut Afrikas noch importieren“.

Ob das nun so ist, ob Armut der Nährboden für Dummheit sein kann, hoffen wir das einmal nicht.

Zuletzt aktualisiert am Montag, 18. Januar 2016 um 03:14 Uhr  

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