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Was nicht passt wird passend gemacht.

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Wenn ich mich recht erinnere, begann mit der geistig moralischen Wende in der Bundesrepublik die Zeit, in der Andere etwas entschieden was sie selbst nicht betraf.

Das wiederum hatte mehrere Gründe, wurde in der Entfaltung nur etwas unterbrochen in jener Epoche in der sich die alte DDR begann zu demokratisieren.

Wobei die gewählten Abgeordneten der letzten Volkskammer eigentlich typisch waren, sie kamen nicht aus der Mitte des Volkes, sondern aus Parteien die in diesem Teil unseres Vaterlandes mehrere Monate zuvor erst aus dem Hut gezaubert wurden.

Damit entsprachen sie im wesentlichen der Untugend der Abgeordneten des Deutschen Bundestages, um das allerdings wiederum zu verstehen muss man sich mit dem Begriff von Politik einem Beruf auf Zeit auseinander setzen.

Irgendwann begann ich das einmal zu verstehen, in einer kleinen Runde erzählte Richard von Weizsäcker nachdem er nicht mehr Bundespräsident war darüber.

Er war in seiner eigenen Partei an die Grenzen gestoßen, denn er sprach etwas aus was zuvor ein Tabu war.

Mit zeitweiligen Tabus innerhalb der Politik lässt sich besser eine Fraktion justieren.

Abgeordnete fallen Entscheidungen, die sie nicht betreffen, was eigentlich ein demokratisches Fiasko ist und andererseits bereits die Entfernung von den Interessen des Wählers signalisiert.

Also denken gewählte Politiker zunächst an sich, denken dabei etliche so vollzieht sich ein überparteilicher Automatismus.

Die Vollendung lautet dann, ich war die richtige Frau oder Mann zu der Zeit an der richtigen Stelle.

Was ist daran nun richtig, außer dem Wahltermin?

Wer verkörpert was und wer spricht im Parlament für wen? Wer sich diese Frage stellt, dem wird bewusst mit welcher Entscheidung er wen trifft.

Dabei geht es nicht immer um das Ganze, denn eine solche Politik ist zu anonym, das Ganze ist nämlich ein Mosaik mit etlichen Inhalten.

Leider beachtet man diese Lehre nicht mehr und es entwickeln sich in einem Beruf auf Zeit zu viele als Experten, die man eigentlich weder braucht noch ins Amt gehievt hat.

Der politische Experte ist also der gefragte Abgeordnete, der mitunter bereits mit einem Bein ganz wo anders ist.

Sagen wir es doch einmal milde, es war zwar nicht verboten – eigentlich doch nur eine Dummheit eines Bundespräsidenten einen Osterurlaub in der Villa Maschmeyer auf Mallorca zu verbringen.

Das ist wiederum die Krönung, es können sich also manche gar nicht mehr vorstellen, wie andere rechnen müssen.

Was eigentlich die ureigene Aufgabe der Ortsvereine sein sollte, außer der politischen Bildung der pluralen Transformationsprozess aufrecht zu erhalten.

Von dem hat man sich mit Siebenmeilen Stiefeln entfernt, da gab es mal einen der nannte das Kakophonie und rief dann „ basta“.

Wir sind mittlerweile dort, wo man von einer AG der Parlamentarier reden kann, die wiederum dem Wähler etwas einreden möchte.

Interessanterweise ist das diesmal parteiübergreifend, „ was nicht passt wird passend gemacht“.

Ich finde das wiederum schon etwas eigenartig, es verfassen nun Abgeordnete Briefe und die verschicken sie massenweise, die landen dann auch in meinem Briefkasten.

Da erzählen die mir was sie in ihrem Beruf auf Zeit getan haben, eigentlich sollten alle Adressenten denen einen Brief zurück schreiben und ihnen mal ihren Arbeitstag für bedeutend weniger Geld und weniger Anerkennung, dafür mit mehr Unsicherheit und trotzdem tag täglich notwendig um überleben zu können- einfach mal verfassen.

Kleine Anmerkung: Der Wahlkreis hier gehörte mal Jochen Vogel- auf den trfft das alles nicht zu.

Zuletzt aktualisiert am Freitag, 15. Januar 2016 um 03:32 Uhr  

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