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Hilfe ist ungesetzlich - schnelle Hilfe ist Anarchie!

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Die Berliner Behörden tun sich schwer.

Sie schleppen sich in allen Problemfällen, die sie lösen sollen über die Zeit.

Welche Zeit, fragt man sich? Die Zeit, bis sich die Flüchtlinge von selbst nicht mehr anstellen oder bis die Bürger gar nicht mehr versuchen sich in der Hauptstadt anzumelden, weil die Bürgerämter keine Termine mehr haben oder bis die öffentlichen Schulen in Berlin abgeschafft sind, weil die Substanz dieser Einrichtungen irgendwann schlicht nicht mehr nutzbar ist oder gesundheitlich nicht vertretbar, weil der Schimmelpilz an den Wänden sprießt?

Es spielt keine Rolle, ob Bezirke, Schulbehörden, Lageso, Gesundheitsämter oder S-Bahn, ob Bauämter und Grundbuchämter, die Verfahren über Jahrzehnte verschleppen oder die Ausländerbehörden, die ihre Arbeit schlicht nicht mehr überblicken.

Das Versagen der Stadt hat tiefe strukturelle Ursachen, die in einer preußischen Mentalität des Dienstes nach Buchstaben gründen.

Die Zeit, muss dann die Widersprüche lösen, welche die Ämter nicht lösen können, weil sie es nicht wollen, weil sie nicht den geeigneten Gesetzestext dafür finden.

Unbürokratisch ist in Berlin ein Unwort und das schon seit Langem.

Aber die Zeit hat noch einen ganz anderen Aspekt. Sie wird in Berlin so lange überdehnt, bis aus einem Flughafen eine globale Lachnummer und Milliardengrab geworden ist, weil man sich einfach aus jeder Verpflichtung entzieht, so wie Wowereit sich aus der BER Verantwortung gestohlen hat.

Man hofft, dass die normative Kraft des faktischen die Berliner Schlamperei irgendwann zum Gesetz macht, aus dem man sich ausruhen kann und zwar bis zur Rente.

Die Rente ist das alles beherrschende Thema in den Berliner Verwaltungen! Auch das hat Gründe, weil mit dem Sparprogramm, dass zu massiven Personaleinschnitten in den Ämtern besonders auf Bezirksebene geführt hat, nur noch eine Generation von Angestellten und Beamten übrig geblieben ist:

Die Generation der Vorruheständler, die noch im Dienst sind – fünfzig Plus also.

Wenn es denen zu hart wird, gehen sie einfach zum Arzt.

Damit lässt sich, um mit Friedrich dem Großen zu sprechen, der sich sicherlich im Grab umdrehen würde, wenn er das heutige Berliner Ämterwesen mit ansehen müsste, „kein Staat machen“.

Was wir jetzt brauchen, ist das, was wir schon immer brauchten, um in dieser Stadt der Michelmützen zu überleben. Eigeninitiative.

Das könnte so aussehen: Jeder greife sich seine Flüchtlingsfamilie, bringe sie bei sich unter, füttere sie, schleppe sie zum Arzt und hole sich vom Sozialamt das Geld wieder, dass sich eigentlich das Sozialamt bei subsidiärer Hilfe laut Gesetz von den Bürgern wiederholen soll.

Wenn die Bürger subsidiär für den Staat handeln, dreht sich diese Beziehung eben um und der Staat muss die Bürger entschädigen.

Bis dahin entscheiden die Bürger mit Realitätssinn, was erlaubt sein sollte und was nicht, weil der Staat in diesem Falle die Stadt genau an dieser Stelle so blockiert ist, das kein Rad das andere mehr drehen kann.

Ich bin für eine Welle der Anarchie im Umgang mit der Flüchtlingswelle, einer Anarchie der Hilfe und vermittelt auch der Selbsthilfe.

Denn bevor wir Flüchtlinge in Turnhallen und Hangars unterbringen, könnten wir doch mal überlegen, ob wir nicht noch ein Zimmer frei haben oder zwei?

Zuletzt aktualisiert am Freitag, 11. Dezember 2015 um 03:35 Uhr  

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