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Adventsgedanken

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Adventsgedanken

Stets zu dieser Jahreszeit, welche im Kirchenjahr bereits der Beginn des neuen Jahres ist, blieb mir über Jahre etwas treu.

Mit all den Menschen, die mir etwas mehr gaben versuchte ich wieder in Verbindung zu treten.

Im Laufe der Zeit wechselte man Briefe, Menschen kamen und gingen etliche blieben.

Vor etwa 2 Jahren kam einer hinzu, den ich eigentlich schon im Laufe der Jahre vergessen hatte und eigentlich verband mich mit ihm einiges.

Interessant war für mich, dass sein Leben ganz anders verlief als meins und wir konnten wiederum so viele Gemeinsamkeiten feststellen.

Gesehen haben wir uns beide zuletzt im Frühjahr des Jahres 1963 und dann verloren wir uns aus den Augen.

In all den Jahren hatte er ganz etwas anderes erlebt, er war einer von denen der damals freiwillig zur Bundeswehr ging und das hatte wiederum persönliche Gründe.

Ich hätte nie daran einen Gedanken verloren, doch beide hatten wir fast gleiche Wurzeln und stellten fest, eigentlich war unsere Kindheit doch ideal- wir nahmen uns Freiheiten stets dann wo sie uns boten.

Wir waren eigentlich nicht aufsässig aber eckten durchaus manchmal an, wir reihten uns nicht ein sondern machten aus unserer Neugier eine Tugend.

Wir knüpften Freundschaften die hielten und irgendwann wurden wir skeptisch, man wollte sehen wie es hinter dem Horizont aussah.

Dann nannte er mir den Namen, jenes Mädchen mit der er danach zusammen war, verdammt dachte ich“ wie kam er an die?“

Keine Ahnung, aber das war so- wie war das bei mir?

Ich konnte wahrhaftig nichts Schlechtes sagen, ob das nun Freundschaft oder Liebe war- jedenfalls Zweckgemeinschaft mit Sinn.

Da waren wir beim Thema, waren wir Kinder unserer Zeit oder verklemmte Konsumenten?

Na ja, vielleicht galt für uns das Wort“ Harmonie“ noch etwas, trotzdem entwickelte man sich weiter.

Meinen 18. Geburtstag den begann ich ganz anderes zu feiern, mit Ulrike im großen Erfrischungsraum des Kaufhauses zu Jägerschnitzel und Cola und dann in den Beatles Film.

Damals spielten die Reaktionen noch eine Rolle, man wusste vieles voneinander aber doch nicht alles.

Ich wusste so vieles nicht, mein alter Schulfreund war mit 19 Jahren bereits Vater geworden, der Unterschied zu mir, mit 18 Jahren saß Ulrike immer noch im Damensitz auf meinen Zündapp Motorroller.

Das war der wahre Grund für seine Flucht zur Bundeswehr, dann erzählte er mir mehr.

Eigentlich begann er in der Zeit zu studieren als ich mein Ende herbei sah, genervt vom Honnefer Modell.

Es gab aber die Parallele, bei ihm war es das Bafög und siehe da, er war mehr drin als ich- er brachte es mal zum Asta- Vorsitzenden, meine Anerkennung und Glückwunsch.

Man kommt aus dem gleichen Nest und weiß so wenig voneinander, nutzte ihm nun das etwas oder war man ihm dankbar?

„Dankbarkeit“ ist abhandengekommen, das habe ich leider auch erlebt.

Trotzdem und da waren wir uns einig, behalten wir die doch mal in guter Erinnerung, wir waren doch eigentlich nur Kinder einer Zeit.

Zuletzt aktualisiert am Dienstag, 01. Dezember 2015 um 03:48 Uhr  

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