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Teil 186 "Gedanken zum Geburtstag"

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Man muss sich im Leben seiner Vergangenheit stellen, zieht man daraus Lehren kann die Zukunft eine bessere werden.

Mitunter wird man auch von seiner eigenen Vergangenheit eingeholt, im Sommer des Jahres 2015 unternahm mein Sohn seine erste eigene Reise in ein Land dessen Sprache ihm sehr geläufig war und eigentlich seine 2. Muttersprache ist.

Es war sein Wunsch Danzig und die Marienburg zu sehen und über Warschau nach Krakau zu fahren.

An meinem Geburtstag, kam es dann zu dem Gespräch und der Frage, „Vater wie war das eigentlich bei dir damals als du nach Polen fuhrst?“

Für mich war das nicht das Abenteuer sondern die Herausforderung, denn das eigentlich Fremde lag doch so nah. Ich war damals in einem Land, was östlich der Oder lag und geografisch mitten in Europa war.

Ich traf dort Menschen, die sich mit mir unterhielten, die mehr vom Leben im Wilden Westen wussten als ich vom Leben in einem Nachbarland.

Das war eigentlich für mich das prägende Stück meiner Erinnerung an meine erste Fahrt nach Polen.

Erst danach lernte ich die Familie meiner Frau kennen, das waren Polen und die waren katholisch und man fragte mich, ob ich an Gott glauben würde?

Wobei die Religion und ich so eine Sache sind, man glaubt zwar an Gott und die Schöpfung sieht aber manches ganz anders, gem. dem Brief an die Hebräer.

Bei meinem alten Herrn war das anders, der hatte Psalm 6- nun gut vor Gott sind alle Menschen gleich.

Nun ja, an meine Familie konnte sich der Junior so halbwegs noch erinnern, seinen Großvater erlebte er noch aber bessere Erinnerungen hat er an Tante Ilse.

Da gab es das berühmte Foto als ihr damaliger Chef der spätere Bundestagspräsident Eugen Gerstenmaier mit mir als kleinen Jungen und unseren Hund Bodo durch den Park von Haus Villigst liefen.

Wobei ich Tante Ilses Lieblingsneffe nicht war, der wiederum war ein anderer.

Das nennt man Familienbande, der war 12 Jahre älter als ich und zuletzt sehr aktiv in der DKP, ganz im Gegensatz zu seiner Schwester also meiner Cousine, von der ich hier so viel erzählte.

Die machte mich als Kind zu ihren kleinen Bruder, ja und nun machte ich meinem Sohn klar, wie sehr die damals angetan war vom amerikanischen SDS.

Sie verehrte förmlich Rosa Parks, von ihr erfuhr ich auch dass Präsident Johnson mehr erreichte für die Farbigen in den USA als keiner zuvor.

Von ihr erfuhr ich auch, wann Ernest Hemingway seinen Film über den Spanischen Bürgerkrieg im Weißen Haus vorspielen durfte und von der Rolle der Elenora Roosevelt.

Es gibt Menschen, die bleiben mir in Erinnerung, denn sie gaben mir eigentlich so viel Positives mit.

Wagen wir uns doch einmal auf die Seite des Lebens, wo manche Erinnerung positiv ist, in der Summe wollten wir doch so handeln.

In all den weiteren Handlungen bezieht man sich doch auf das Erlebte und quittiert ganz einfach einigen Lebensabschnittsfreunden mal die Freundschaft.

Man bleibt so, wie einem das Leben prägte, nicht ungehobelt sondern mitunter nachdenklich.

Mitunter macht man sich zu viele Gedanken über andere Menschen in seiner Umgebung, die gar nicht diese Gedanken wert sind.

Man erlebt stets Enttäuschungen und schöpft doch immer wieder neue Hoffnung, das ist das eigentlich Interessante am Leben.

Ich erlebte Schicksalsjahre, die ich niemanden gönnen würde aber manchem empfehle würde bei Zeiten daran zu denken.

Es ist nämlich nicht alles planbar, man muss sich Situationen stellen und erst da erkennt man seine Freunde.

Zuletzt aktualisiert am Dienstag, 03. April 2018 um 16:31 Uhr  

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