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Ist Merkel eine "Volksverräterin"?

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Starker Tobak ist das, was der Kanzlerin anlässlich ihres Besuches in Heidenau nachgerufen wurde.

Am stärksten wirkte wohl der Vorwurf: „Volksverräterin“.

Wegen dieser Äußerung ermittelt jetzt die Staatsanwaltschaft Dresden gegen eine Frau, die gewissermaßen aus der Menge gepickt wurde.

Die Kanzlerin selbst hatte keinen Strafantrag gestellt.

Warum auch?

Die Äußerung, die von mehreren Leuten des „Empfangskomitees“ für die Kanzlerin gerufen wurde, erfüllt weder die Kriterien der „Verunglimpfung des Staates und seiner Symbole“, eine Straftat die mit bis zu fünf Jahren Freiheitsentzug geahndet werden kann, noch die einer persönlichen Beleidigung.

Denn die Kanzlerin ist eindeutig in ihrer Funktion gemeint gewesen und nicht als Privatperson.

Dennoch wird jetzt gegen genau eine Frau ermittelt und wieder stellt sich der Verdacht, dass ein Präzedenzfall geschaffen werden soll, der abschreckende Wirkung auf Demonstranten entfaltet.

Wenn das so weiter geht laufen wir auf eine sehr unfriedliche Republik zu.

Denn die da eingeschüchtert werden sollen, fühlen sich in aller erster Linie provoziert.

Aus ihrer Sicht ist der Begriff Volksverräterin für Kanzlerin Merkel vollkommen legitim.

Die Argumentation ist auch ohne weiteres nachzuvollziehen.

Merkel lässt Flüchtlinge bevorzugt nach Deutschland und verteilt sie bevorzugt im Osten, wobei sie keinerlei Widerspruch duldet und nicht einmal bereit ist, eine Obergrenze in der Flüchtlingszuwanderung zu diskutieren.

Das Raumschiff Berlin steuert die Schotten nach Belieben oder überhaupt nicht, wie viele meinen, und die betroffene Besatzung im Abschnitt „O“ muss einfach nur ja dazu sagen – und wehe nicht!

Dann kommen moralisierende vernichtende und arrogante Amtsinhaber und solche die es gerne werden wollen und schlagen mit der Keule kräftig drauf.

Natürlich kommt dann auch die Staatsanwaltschaft!

Soviel Diktatur von links (gemeint ist das Gesetz über die politische Korrektheit der Deutschen, welches in keinem Gesetzbuch zu finden ist, aber gnadenlos auch gegen das Volk durchgeprügelt wird) so viel Diktatur von den vermeintlich moralisch Überlegenen habe ich mir in meiner linken BRD-Jugend niemals vorstellen können!

Damals konnte man sich als Linker noch wohl fühlen, weil man das Establishment angegriffen hat.

Heute greift das linke Establishment das Volk an und macht es zu einem unwürdigen Mob, der sich nicht benehmen könne.

Der Mob mit dem wir uns damals solidarisch erklärt haben (die Proletarier, die Arbeiterschaft und Proleten), hat in den letzten zwanzig Jahren dieser Republik den schwarzen Peter bekommen und ist folglich an den Rand der Gesellschaft gewandert.

An den Rand, an dem wir damals standen, nur eben links und nicht rechts.

Aber das ist auch schon fast egal.

Etwas läuft ganz gewaltig falsch in diesem Land, wenn die Politik ungestraft das Volk beschimpft (siehe Zitate von Gabriel und Göring-Eckardt als Beispiele) und das Volk zurückruft: „Wir sind der Mob!“

Die Medien schreiben ohnehin nur noch das, was sie sollen und werden deshalb nicht ganz zu Unrecht als „Lügenpresse“ beschimpft.

Wenn zehntausende auf die Straße gehen, weil sie nicht mehr Zuwanderung aus islamischen Ländern wollen, dann müsste doch eigentlich die Politik anfangen, den Leuten zu zuhören.

Sie macht es aber nicht!

Stattdessen wirken unsere Volksvertreter immer mehr reingespült durch die politische Korrektheit, wie reaktionär-konservativen Betonköpfe meiner Jugend, die wir bekämpft haben.

Wir haben dabei vor allem diejenigen bekämpft, die immer schon wussten was gut und was böse ist.

USA gut, Russland böse, BRD gut, DDR böse, kurze Haare gut, lange Haare böse, fleißiger Kleinbürger und Spießer gut, fauler Student böse.

Das geht heute fast genauso weiter, nur mit vertauschten Werten: Ausländer gut, Deutscher böse, Europäer gut, Nationalisten böse, Obama gut, Putin böse, Homosexuelle gut, traditionelle Familie böse, lange Haare gut, Glatze böse usw.

Es wirkt fast so, als kämen die so agierenden Politiker gar nicht auf die Idee, dass sie damit ganze Bevölkerungsgruppen ausgrenzen und sind dann äußerst erstaunt, als Volksverräter beschimpft zu werden.

Tatsächlich gehen diese Leute, die sich selbst als typische Vertreter des deutschen Volkes empfinden, auch gar nicht mehr wählen, weil sie sich von der Politik verraten fühlen.

Gabriel und Co wissen das längst und haben das deutsche Präkariat, das wir früher Proletariat nannten und sich nun überwiegend in den „nicht blühenden“ ostdeutschen Landschaften findet, einfach abgeschrieben.

Warum also sollen die „Abgeschriebenen“ dann Merkel, Gabriel und Göring-Eckardt, um nur einige zu nennen, nicht als Volksverräter bezeichnen?

Sie sind das Volk und sie wurden von diesen Politikern abgeschrieben, man kann auch sagen, verraten.

Der Begriff „Volksverrat“ liegt durchaus nahe.

Der braune Beigeschmack den dieser Begriff hat, soll jedoch nicht übersehen werden.

Die Neonazis lassen grüßen.

Das Problem ist nur, dass der Begriff Volk eben kein brauner Begriff ist und gerade in Ostdeutschland als Kampfbegriff in die Freiheit geführt hat.

Die dürfen das also sagen!

Zuletzt aktualisiert am Samstag, 12. September 2015 um 02:55 Uhr  

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