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Teil 184 "Euere Meinung bitte"

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Zynismus pur, das muss man erst einmal erleben, denn man kann sich das nicht vorstellen.

Ich erlebte eine solche Darbietung in der ersten Reihe, Anfang des Jahres 1988 fand eine sog. Personalbesprechung statt.

Eigentlich eine Routine, denn es geht zunächst um Themen, wie wer verabschiedet wen- wenn er in die Rente geht und wer hat im nächsten Vierteljahr ein Firmenjubiläum?

Das betraf einen Dienststellen Inhaber, der zunächst eine Verabschiedung hatte, den Kollegen hatte man allerdings bereits von der Arbeit freigestellt.

Das war wiederum ein neues Steuerungsinstrument, man stellte denjenigen der 2 oder 3 Monate vor der Erreichung des Rentenalters war von der Arbeit frei um damit den frei werdenden Arbeitsplatz nicht mehr besetzen zu müssen.

Zudem rechnete das mittlere Management damit, einer Verabschiedung zu unterlaufen, denn in der Regel hatte der Kollege bereits von seinen Kollegen verabschiedet.

Anders verhielt es sich mit einer Kollegin, die in ein paar Wochen ihr 25. Jähriges Dienstjubiläum hatte als ich ihren Namen verfuhr, wusste ich sofort es war jene die auf einer vakanten Stelle sich gerade befand.

Was eigentlich unter allen Teilnehmern dieser Besprechung kein Geheimnis sein konnte, um sehr war ich überrascht- wie sich einer hervor tat und alle anderen um positive Informationen über die letzten 25 Jahre ihrer Tätigkeit bat.

Manche lieferten die, ohne zu fragen- wenn ihre Stelle vakant ist- wie lange bekleidet sie die noch?

Zu dem eigentlichen Festakt bekam ich keine Einladung, kam also nicht in den Genuss dieser Rede.

Üblich war es allerdings, dass man vom Betrieb min. zusätzlich 750 DM bekam plus 5 Tage Sonderurlaub als ich zum Umtrunk erschien waren alle gerade in Feierlaune.

Eine trügerische Feierlaune, denn auf der nächsten Sitzung erfuhr ich zunächst am Rande, mit mir plante man was Neues.

Das beschäftigte mich etwas mehr, so dass ich den Kern dieser Sitzung nur halb mitbekam.

Es ging um diese Kollegin, die mit ein paar Wochen zuvor hochjubeln ließ und dessen Stelle so vakant war- dass sie in 5 Monaten sich in nichts auflöste.

Zudem hatte man einen internen Übernahmestopp eingestellt und ihre berufliche Profilierung war gerade auch nicht gefragt.

Für mich war es überraschend, dass sich genau der meldete, der zuvor ihre Jubelrede hielt. „ er vollziehe das, er könnte sich bei der Mitarbeiterin nur für seine Rede entschuldigen und sie auf ihre ordentliche Kündigung vorbereiten.“

Weiß Gott wen der damit dienen wollte und weshalb sich Menschen so in Szene setzen? Für mich war das ganz einfach zynisch, ist einer unter den Lesern anderer Meinung?

Zuletzt aktualisiert am Sonntag, 22. Oktober 2017 um 15:54 Uhr  

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