Mein Herz schlägt links

Initiative linker SozialdemokratenInnen in der SPD

  • Schrift vergrößern
  • Standard-Schriftgröße
  • Schriftgröße verkleinern
Start Neuigkeiten Teil 181 "Pleitemacher von Beruf"

Teil 181 "Pleitemacher von Beruf"

E-Mail Drucken PDF

 

 

 

Das Leben ist voller Überraschungen, ich versuchte zu rekonstruieren- wie das zweite Seminar verlief.

Der zweite Tag damals in Wien verlief allerdings wiederum ganz anders, den Inhalt im zuvor erwähnten Artikel handelte man schneller ab als erwartet.

Der zweite Tag beschäftigte sich mit den Abzockern und für die begann Deutschland ein Paradies zu werden.

Das Paradies der Abzocker war nichts anderes als der Konkurs. Um das wiederum zu verstehen, muss man sich mit der Strategie der Umstrukturierung beschäftigen.

Man möchte mittels einer gnadenlosen Umstrukturierung größere Unternehmen zukunftssicherer machen, was nichts anderes bedeutet: Den Reingewinn planbarer operativ nutzen.

Dabei fängt man allerdings nicht auf der tiefsten Planungsebene an, sondern finanziert die Umstrukturierung gegen. Die Gegenfinanzierung beinhaltet das vorhandene Spektrum so ausquetschen dass es uninteressant wird.

Damit startet man ein betriebswirtschaftliches Abenteuer, man feuert Verbindlichkeiten und Betriebstreue über Bord.

Man konzentriert sich auf das zukünftige sog. Kerngeschäft, was wiederum die Gewinnzone ziemlich schnell erreichen soll.

Dabei sind wiederum fast alle Mittel recht, im Prinzip verlagert man das Risiko. Diesen Trend konnte man bereits im Jahre 1987 erkennen, bloß damals hielten sich alle Wirtschaftspolitiker die Augen zu.

Ging über die Strecke des vermeidlichen Risikokapitals ein Großunternehmen in die Insolvenz füllte das Thema den Wirtschaftsteil der Zeitungen, in der gleichen Zeit allerdings gingen in der Bundesrepublik Deutschland fast 25 000 mittelständische und Klein- Betriebe in die Insolvenz und von dessen Verschwinden konnte man lediglich im Handelsregister lesen.

In Wien erfuhren wir dazu etwas anderes und das wiederum war überzeugend, es verschwanden abertausende von Kleinbetrieben die eigentlich über Jahrzehnte zum Wohlstand unserer Gesellschaft beitrugen.

Diesem Ergebnis galt es nachzugehen, eigentlich versagten hier alle gesellschaftlichen Verfechter der freien Marktwirtschaft, nicht nur die sondern jeder besonnene Kommunal Politiker hätte nachgeharkt.

Diese relativ kleineren Betriebe brachten sich in einer Abhängigkeit zu den Großbetrieben, nicht nur n der Auftragsvergabe sondern in den letzten Jahren innerhalb des Investitionsbedarfs.

Der Trend zum Investieren ist unmittelbar mit dem Kapital geknüpft, damit beginnt ein Spiel der Möglichkeiten.

Ab dem Jahr 1980 startet man mit dem Geschäft der Invest- Darlehensvermittlung, damit gründeten sich dubiose Firmen.

Firmen die das Vertrauen der Banken besaßen und teilweise sogar unter diesem Dach fungierten, die sich absicherten über die neu geschaffenen Versicherungsgebiete und die tatsächlich entsprechende Manager auf Zeit in jene Firmen einbrachten.

In fast 50 von 100 Fällen waren das nichts anderes als Konkursbeschleuniger.

Die aber wiederum ihr Geschäft kannten, mit ihrem Einsatz verdienten Wirtschaftsprüfer- wer kontrollierte eigentlich deren Rechnungen?

Wirtschaftsprüfer entdeckten somit eine Einnahmequelle, man kann das alles durchaus als das Kartell des Kassierens bezeichnen.

Gleichzeitig versichert man ein Risiko, daran verdienen nur Versicherungsunternehmen- hat wiederum andere mit im Boot und versucht sich juristisch abzuwickeln und dabei verdienen wiederum nur Juristen.

Letztere sind aus der gesellschaftlichen Zunft, die nicht zur Erhöhung des Bruttosozialproduktes beiträgt sondern nur auf der Pisse anderer Leute Kahn fährt.

Rein volkswirtschaftlich hat man es mit einem Fiasko zu tun.

Wobei wiederum die Großunternehmen sich in der ersten Phase ziemlich aus allem heraushalten, es blutet nämlich der Regel der Pleitemacher entsprechend immer nur der nächst schwächere.

Damit hatte unsere These von der Zukunft der Manufaktur einen erheblichen Dämpfer bekommen.

Es blieb allerdings nicht bei diesem Dämpfer, es gab bereits im Jahre 1987 erste Studien die besagten, dass Betriebe welche man umstrukturiert hatte nach 4 bis 5 Jahren in die Phase des ökonomischen Aderlasses kamen.

Ein paar Jahre danach wusste man, was gemeint war- der kleine Baske gab dem Effekt seinen Namen, man nannte es den Lopez Effekt.

Zuletzt aktualisiert am Freitag, 12. Mai 2017 um 16:10 Uhr  

Wahlkampf

Erneuerbare Energien

Statistiken

Benutzer : 344
Beiträge : 5692
Weblinks : 145
Seitenaufrufe : 13326576

Verwandte Beiträge