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Teil 180 "Das Verbindene suchen"

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Wie es dazu kam, diese Regie in die eigene Hand zu nehmen, wir sahen es als eine Notwendigkeit an.

Dem technischen Fortschritt, der Automation und dem Datenfluss seine Schattenseiten aufzuzeichnen.

Es sonnten sich nicht nur die Macher, der Generation „ auf uns hat man nur gewartet“, sondern in ihrem Dunstkreis kamen die Lobbyisten mit nach vorne.

Es wurde bereits Ende der 70. Jahre offensichtlich, dass der entscheidende Teil dieser Lobby betriebseigene Akademien betrieb.

Die Gefahr sah man allerdings noch nicht, im Gegenteil manche nannten das unverhohlen die Öffnung der Ökonomie zur Wissenschaft. Setzen wir diesen Gedanken heute einmal um, sehen wir uns dazu einmal den Allianz Konzern an, der Tagungen, Bildungsstätten und Fachkongresse veranstaltet auf den manche Rechtswissenschaftler und sogar Richter zu Gast sind, dann erhält man den ersten Eindruck von der Verquickung zwischen dem Kapital und der Macht.

Damals gab es bereits ein Schlagwort, „innovativ“, etliche die dieses Wort benutzen untermauerten damit nur ihre Vorgehensweise, man benutzte das Modewort um sich damit zu rechtfertigen.

In der Tat, war der Strukturwandel innerhalb der Produktion keine isolierte Angelegenheit mehr, je mehr er sich bemerkbar machte- konnte ein Jeder in welcher Position auch immer davon betroffen werden.

Damit eröffnete sich die Lobby ein Interessenfeld, das Geschäftsfeld auf die Betroffenen zu erweitern.

Davon gibt es nun einmal etliche, die nach jedem Strohhalm greifen, er Strohhalm wird somit zum Einstieg in ein Geschäft.

Es gelang uns sicherlich nicht alles, nur hatten wir ein Interesse geweckt, damit wurde man wiederum gefragt.

Das wiederum kann nur der erste Teil sein, denn es wird immer schwer sein in einer offenen Debatte die richtigen Antworten zu finden.

Ziemlich einfach, man kann nicht Antworten liefern auf noch zu vollstreckende Untaten anderer.

Es könnte vielleicht an der Würze dessen gelegen haben, die wir dieser Veranstaltung gaben, dass man uns für eine nachträgliche Dokumentation dazu beauftragte.

Diese betrifft weniger den Verlauf der Handlungen, sondern man sollte nicht versuchen zu belehren – vielmehr zum Ausgangspunkt zurück finden.

Wer nicht zunächst das Verbindende sucht, klammert man bereits zuvor etliche aus.

Über das eigentlich Verbindende findet man zur realen Lage.

Schildert man diese aus der Sicht der jeweils Betroffenen, nicht nur innerhalb der Betriebe sondern auch in den Regionen.

In den jeweiligen Regionen werden die Menschen vom Strukturwandel zeitversetzt aber umso heftiger getroffen.

Nur damit wird es gelingen, den ein oder anderen einzubinden- er findet sich in seiner derzeitigen Lage wieder.

Was folgt ist die Analyse, mehr kann man nicht bieten.

Eine Analyse die stets die Frage der Zumutbarkeit und die nach der Substanz beinhaltet.

Uns wurde bei der Erstellung dieser Dokumentation ziemlich schnell bewusst, man mutet den Menschen, die vom Strukturwandel betroffen sind ziemlich viel zu.

Hier fehlte die staatlich kontrollierte Grenze der sozialen und gesellschaftlichen Zumutbarkeit, etwas was in der auf ökonomischen Zuwachs orientierten Form ausgeklammert wurde.

Eine weit wichtigere Frage, ist jene nach der Substanz- nach der Materiellen und Immateriellen.

In welche Richtung bewegt sich das Kapital und was verspricht es sich davon, wer profitiert davon?

Eine weitere Tangente dessen ergibt sich, wer hat den Zugang zum benötigten Kapital?

Kurioserweise kommt die Frage nach der Substanz auf der Schiene des Immateriellen viel zu spät, schon damals Anfang der 80. Jahre kam zunächst im ökonomischen Gesetz die Verwendung der menschlichen Produktionskraft in der Abwicklung eines Betriebszweiges fast bis zum Schluss ein benötigter Faktor.

In der Tat, es bewahrheitete es sich so- man kann Beispiele liefern, wo abhängig Beschäftigte ein Arbeitsverhältnis zwischen Hoffnung und Bangen hatten.

1987 war dieses Gespenst bereits vorhanden und das hatte in München bereits einen Namen „ Siemens in der Hoffmannstraße“.

Nach einiger Zeit erreichten uns Einladungen aus Wien, hier war das Problem eigentlich bekannt- es ging im sachlichen Teil um die Zerlegung von Teilen der vorhandenen Großindustrie in kleine und selbstständige Module.

Eine Tagung unter dem Motto „ die Wiederentdeckung der Manufaktur“, das war durchaus eine Möglichkeit und spannend.

Nur wo lagen die Grenzen und wer lag blieb außerhalb dieser Grenze?

Zudem wieviel an Bereitschaft lag in diesen Unternehmensformen vor aus ihren Nischen heraus zu kommen?

Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, 27. April 2017 um 14:44 Uhr  

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