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Start Neuigkeiten Teil 173 "Aus der Erinnerungskiste"

Teil 173 "Aus der Erinnerungskiste"

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Einige Unterlagen zu dem letzten Artikel fand ich erst neulich wieder beim Aufräumen meiner Ablage.

Da werden mitunter Erinnerungen wach und mit dem ein oder anderen von damals telefoniert man mal wieder auch wenn manche gar nicht mehr am Ort wohnen.

Sagen lässt sich allerdings, damals war nicht alles besser – damals legten einen die Ewiggestrigen gleiche Steine in den Weg.

Nur man bleibt seinem eingeschlagenen Weg treu und zeigte Rückgrat.

All das was wir taten war nämlich mit Arbeit verbunden und diese Arbeit bestand aus Vorgaben und Manuskripten die wir von Hand erstellten und die wir uns gegenseitig korrigierten.

Vieles von dem was wir damals taten, schätzen wiederum manche nicht- das betraf den Inhalt, unser Vorgehen und die Öffnung.

Das war etwas Neues für all die innerparteilichen Scharfmacher in den Ortsvereinen.

Ich hatte es schon fast vergessen, unter unserer Regie erschienen 2 Ausgaben einer Mitgliederzeitung. 2 x 8 Seiten als Zeitung im Berliner Kleinformat, die zweite Auflage übertraf unsere Erwartungen, da zogen einige mit. Ebenso verlief die Verteilung, man brachte sie denen nach Hause.

Nur in wenigen Fällen steckten wir sie in den Briefkasten, dabei entwickelten sich wieder Gespräche.

Im Laufe der Zeit entwickelte sich daraus mehr, innerhalb des Wohngebietes brachte die evangl. Kirche zunächst 6 x im Jahr eine Gemeinde Zeitung heraus, in der man nicht nur kirchliche Belange beschrieb sondern ziemlich intensiv sich für eine sozialere Stadt einsetzte.

Man ging in beiden Kirchen innerhalb des Bezirkes zwar mitunter getrennte Wege, nahm sich aber auf beiden Wegen den Menschen vor Ort an und man ergänzte sich.

Es begann mit einer Lesung für ältere Mitbürger, ein Buch dessen Inhalt ziemlich einfach war und eigentlich nur die Bewohner eines Mietshauses in der Luisenstadt zwischen den Jahren 1933 und 1953 schilderte.

Den Literaturkreis innerhalb der evangl. Kirche hier erfreut sich heute noch seiner Beliebtheit, in der kath. Gemeinde setzte man auf Autorenlesungen, vor einigen Jahren war dort Wiebke Bruhns zu Gast und las aus „ meines Vaters Land“.

Einige von damals traf man wieder, eine von den Frauen die ich erwähnte bestreitet heute noch min. 5 x im Jahr ein Programm im Sonntagsausklang in der Kirche zum Heiligen Kreuz.

Für mich war diese Zeit der Einstieg, ich wollte eigentlich mehr wissen.

Bereue dabei Garnichts, nahm dazu immer ein paar Freunde mit und ließen eigentlich keinen aus, der uns etwas zu sagen hatte.

Uns zog die Urania förmlich an, noch vor der Wende hörten wir Edzard Reuter zu über die Erinnerungen an seinen Vater.

Ernst Ullrich von Weizäcker brachte uns auf ganz andere Gedanken, danach kamen all die anderen z.B. Hans Jochen Vogel über die Revolution des Jahres 1848, womit man sofort zu Prof. Mommsen fand.

Danach kamen die Anderen, zunächst die unvergessene Regine Hildebrandt- die in ihrer Art stets begann „als die Grenztruppen unser Küchenfenster zu mauerten.“

Es wurde dort spannend als Fritz Vilmar vom OSI die Studie vorstellte „ wo blieb das Volksvermögen der alten DDR?“

Ihm folgte der große Rechtswissenschaftler der FU Uwe Wesel, er sprach über das Thema „ Zivilcourage“ und dabei fielen harte Worte gegen die politisch Verantwortlichen in der jungen Bundesrepublik.

Dazu der Vortrag des Hermann Scheer der eigentlich eine Debatte war und dazu immer wieder Prof. Elmar Altvater der stets die auf dem Podium sitzenden Sozialdemokraten an die alten Werte der Partei erinnerte.

In den letzten Jahren waren es Christopher Clark, den man hören musste, danach Jörg Armbruster und Gert Ruge.

Es auskosten für das was er gar nicht angerichtet hatte musste Gerhard Baum.

Für mich ist die Urania immer wieder für eine Überraschung gut, ich halte es so wie immer- mitunter zahle ich den Eintritt für meine Gäste.

Zuletzt aktualisiert am Freitag, 25. November 2016 um 15:37 Uhr  

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