Mein Herz schlägt links

Initiative linker SozialdemokratenInnen in der SPD

  • Schrift vergrößern
  • Standard-Schriftgröße
  • Schriftgröße verkleinern
Start Neuigkeiten Teil 170 "Operation am offenen Herzen"

Teil 170 "Operation am offenen Herzen"

E-Mail Drucken PDF

 

 

 

Wir waren wohl zu dritt als wir beschlossen, eine Operation am offenen Herzen durchzuführen.

Man sprach immer von dem Ortsverein der Studenten, nur wo waren sie und wo fanden wir sie?

Der Vorsitzende war ein alter Sozi, der intern einigen den Vortritt ließ, er wurde zu unseren ersten Ansprechpartner.

Es entwickelten sich daraus ein paar Kamingespräche bei uns Zuhause, es war eigentlich ein Mosaik und das galt es wieder zusammen zufügen.

Über eine Zeitschiene von 15 Jahren kamen wir auf Namen, ein Name war der SHB Vorsitzende längst vergangener Tage an der FU, der später einmal im ersten gesamtdeutschen Bundestag das Direktmandat im Wahlkreis Kreuzberg/Schöneberg gewann, ein zweiter war der derzeitige Bundestagsabgeordnete, der eigentlich der Kreuzberger Junge war.

Mittlerweile spielte in diesem Ortsverein der spätere Regierende Bürgermeister Walter Momper eine Rolle, das waren also jene die diesen Schub bewegt hatten.

Den älteren Genossen, der unweit von mir wohnte, befragte ich mal- rein aus Interesse diesbezüglich.

Wahrhaftig war auch meine Nachbarin eine Genossin, nichts lag näher als sich mit der einmal zu unterhalten.

Hätte ich das bloß nicht getan, denn das war genau die junge Frau die damals Streiks anzettelt, die meistens in die Hose gingen.

Es entwickelte sich daraus aber mehr, unsere Gespräche konzentrierten sich auf die Vereinbarung zwischen Arbeit, Politik und Familie.

Das war eigentlich das Thema, was unterschwellig unser Bundestagsabgeordneter uns im kleinen Freundeskreis auch immer sagte.

Ein Thema in der Abteilung war das allerdings nicht, dort galt der Formalismus, allerdings gab uns der Vorsitzende grünes Licht- „bringt doch die alle einmal wieder zusammen“.

Berlin verfügte in diesen Jahren bereits über eine Telefondichte, die über den Bundesdurchschnitt lag, man telefonierte hin und her und hatte irgendwann den Erfolg.

Es wollten sich 22 treffen und davon waren 14 Frauen, der Nachmittag bei Kaffee und Kuchen in der Kantine des Kleingartenvereins.

Da saßen nun 22 Zeitgenossen die sich so viel zu erzählen hatten und aus welchem Grund auch immer Sozialdemokrat wurden.

Manche waren bereits gar nicht mehr in dem Beruf und wiederum andere fanden zurück in die Wissenschaft, etliche hatten nur noch hier ihre postalische Adresse.

Eine Familie gegründet hatten die wenigsten, Kinder hatten nur wenige .

Eine ziemlich selbstbewusste Frau sagte damals ganz nebenbei, brauch ich nicht mehr- ich habe jetzt einen Partner der hat bereits 2 Kinder.

Wiederum erinnert sich andere an ihre alten WG Mitbewohner, die damals u.a. auch nach Südfrankreich aufbrachen und der Kontakt sich verlor.

Dazu kamen ein paar Juristen, die hatten mittlerweile den Job gefunden in Niedersachsen und waren hier nur noch über das Wochenende, „man hat ja noch einen Koffer in Berlin“.

Zudem gab es noch ein paar andere, eigentlich studierten sie erfolgreich fanden allerdings nicht den Anschluss, lebten frei und mehr oder minder von Auftrag zu Auftrag, wohnten noch immer in den Zimmern mit dem Jaffa- Kisten- Anbauprogramm. Irgendwie war das der Nachmittag, der endete mit drei Neuaufnahmen.

Zuletzt aktualisiert am Sonntag, 23. Oktober 2016 um 13:34 Uhr  

Wahlkampf

Erneuerbare Energien

Statistiken

Benutzer : 342
Beiträge : 5735
Weblinks : 145
Seitenaufrufe : 14099449

Verwandte Beiträge