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Die Schieflage in der Volkswirtschaft

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Wagen wir uns an eine Analyse der Volkswirtschaft und bekennen uns zur Steuergerechtigkeit, zum wachsenden Sozialtransfer und erläutern die Ungerechtigkeiten der Vermögensentwicklung.

Wir sehen andererseits, dass diese immer noch vom Neoliberalismus geprägte Nationalökonomie in erster Linie den Staatsbürger als ihren Konsumenten ansieht.

Der Staatsbürger als neoliberaler Konsument ohne soziale Perspektive, bedeutet ihn langfristig am Wohlstand zu entkoppeln.

Zwar nimmt die Zahl der Arbeitssuchenden gab, mittels Druck und Maßnahmen- die mitunter den sozialen Standard der Betroffenen absinken lässt und andererseits wird noch immer der reale Geldtransfer in das produzierende Gewerbe verringert.

Das komplette Werk von Anlageformen der Großbanken, mit ihren Boni- Zahlungen an Managern bedeutet nichts anderes als den bewussten Entzug von Finanzmitteln.

Damit besitzen wenige in der Gesellschaft fast 2/3 des volkswirtschaftlichen Gesamtvermögens. Das ist zunächst der Ausgangspunkt, der zur Spaltung der Gesellschaft beiträgt.

Das verbliebene Drittel ist in Bewegung, diese wiederum nimmt an Fahrt nach unten zu.

Für die sog. Wohlstandsreichen ist die Masse des verbliebenen Drittels nur noch als Konsument interessant.

Man hat hier innerhalb von wenigen Jahrzehnten ganze Berufsgruppen sozial abgewertet, entwarf für Akademiker die Halbtagsstellen und formte zu Belieben den Arbeitsmarkt des Verfügbaren.

Damit entkoppelte man die Lohnentwicklung in den Ballungszentren vom wirtschaftlichen Zuwachs.

Um das einmal zu verstehen, sollte man sich einmal näher mit dem Trend des sog. Aufschwungs bei unseren östlichen Nachbarn auseinandersetzen.

Es wird niemand bestreiten, dass hier die Menschen nichts erreicht haben- nur so welchen Preis?

Tatsächlich liegt die Entlohnung in Polen bei durchschnittlich 880 Euro im Monat, ebenso werden da derzeit Altersrenten bezahlt unter 500 Euro im Durchschnitt pro Monat.

Vergleicht man diese Situation dort mit der Glitzerwelt des Konsums auf dem Kurfürstendamm erkennt man eine Parallele.

Die Welt der Arbeit am Konsum der Reichen zerlegt die Gesellschaft.

Der Spiegel der Beschäftigung und der Entlohnung geht in verschiedene Richtungen, man hat andererseits Hürden zur Beschäftigungsaufnahme installiert und die Entlohnung gesenkt.

Die sog. mittleren Einkommen befinden sich in einem Trend nach unten, wer heute vom Verkauf seiner Arbeit nicht mehr als 1400 Euro netto im Monat hat, dem droht Altersarmut.

Es entstanden in den letzten Jahrzehnten eine Fülle von Arbeitsplätzen, die man entlohnt mit unter 1000 Euro netto pro Monat, dieser Trend zeigt eindeutig nach unten.

Zunächst drosselt man damit eine Binnennachfrage, verringert den klassischen Begriff einer Sparvorsorge und produziert den bescheidenen Konsumenten.

Machen wir uns nichts vor, der Spruch der Neoliberalen „sozial ist das was Arbeit schafft“, wurde ergänzt durch „Armut dank Arbeit“.

In unserer gesamten Volkswirtschaft erodiert der sog. Mittelstand, nach anderen Berechnungen würde der Einstieg dort nicht bei 1400 Euro pro Person und Monat liegen, sondern erst bei 1800 Euro beginnen.

Damit in der Regel Altersrenten bezahlt werden können die eindeutig würde der Grundsicherung liegen würden.

Damit sind wir bei der Anzahl der Jahre im Arbeitsleben, nach wie vor ist es der Einstieg in die Berufswelt mit all den Hindernissen die weder gradlinig noch konstant verläuft.

Ebenso verhält es sich beim Ausstieg, fast jeder 3. Ausstieg bedeutet bereits jetzt einen sozialen Abstieg in Kauf zu nehmen.

Mit diesen Fakten sollte man schnellstens operieren, denn hier können die sozialen Spannungen explodiere

Zuletzt aktualisiert am Sonntag, 31. Mai 2015 um 03:04 Uhr  

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