Mein Herz schlägt links

Initiative linker SozialdemokratenInnen in der SPD

  • Schrift vergrößern
  • Standard-Schriftgröße
  • Schriftgröße verkleinern
Start Neuigkeiten Teil 146 "Wartet nicht auf bessere Zeiten"

Teil 146 "Wartet nicht auf bessere Zeiten"

E-Mail Drucken PDF

 

 

 

Was eigentlich den Ausschlag gab, eine Zeitung in der Medienlandschaft zu platzieren die so anders sein sollte als all die anderen, darüber ist man sich bis heute noch nicht einig.

Einig war man sich damals allerdings mit dem Liedermacher Wolf Biermann, der da sang „ warte nicht auf bessere Zeiten“.

Tatsächlich hatte man das Gefühl auf einem Kongress in der TU Berlin, nach ungefilterten Informationen die hintergründig waren.

Allerdings waren sich die Teilnehmer nicht einig, was eigentlich passieren müsste.

Das war ein Kongress der von unten kam und richtungsweisend sein sollte, allerdings konnte man nicht auf eine Durchschnittsmeinung verweisen.

Es war die Zeit des Aufbruchs von unten, es gab bereits in Berlin die ersten Erfolge, die fernab einer Parteipolitik lagen.

Der ehemalige Student an der TU Klaus Zapf gründete ein Unternehmen im Besitz der Belegschaft und im Verlagswesen kam Wagenbach hinzu.

Das war eigentlich der gesellschaftliche Durchbruch, denn bisher hatten sich etliche Gruppen die meinten links zu sein, in sich isoliert.

Die Unmengen von Handzettel, die man allabendlich vor den U Bahneingängen in die Hand gedrückt bekam las man schon gar nicht mehr.

Man konnte auch nicht mehr unterscheiden, war das alles ernst gemeint oder stand dahinter eine Spaßfraktion die eigentlich nur die Spießer verärgern wollte?

Sieht man manches von damals aus heutiger Sicht, dann waren diese Stadtteilzeitungen der Alternativen Liste mit dem Igel als Markenzeichen, mitunter jenseits der Gesetzmäßigkeit.

Die Vorläufer der Grünen in Berlin waren sich selbst nicht grün, allerdings waren andere von ihnen nach wie vor politisch links.

Recht still war es eigentlich in Berlin um die Jusos geworden, entweder waren sie innerhalb der Partei auf einer Tauchstation oder wollten gerade anders sein als es Harry Ristock vor einigen Jahren war.

Wer waren also Jene, die ganz eindeutig sich für eine andere Zeitung aussprachen?

Es waren also die Leser, die die Macher antrieben und die Macher wussten teilweise noch nicht wie es gehen sollte.

Denn die Leser waren zu unterschiedlich, ein Teil der Süddeutschen waren eindeutig die Leser der Frankfurter Rundschau.

Man hatte es also mit den Frankfurtern zu tun und die Ansichten von denen waren nicht immer identisch mit den ökologisch wertkonservativen im Südwesten der Republik.

Hier gab es andere Probleme, die Anti AKW Bewegung und die „grüne Raupe“, dessen Anhänger nicht eine Partei wollten und dazu im Gegensatz die Plakatgruppe um Willi Hoss in Stuttgart.

Die Berliner die sich bekannten für eine überregionale Tageszeitung waren in der Minderheit, stark waren die Bremer- die wieder im Gegensatz zu den Hamburgern nicht so zerklüftet waren.

In Bremen war man links und in Hamburg eigentlich bunt.

Es steckte allen Teilnehmern allerdings der Schock in den Gliedern als man erfuhr, dass einige bereits weiter waren.

Unbemerkt des großen Tam Tams erschien eine neue Wochenzeitung namens „ Freitag“ und das auch noch überregional, zudem kam der Grünstift auf den Zeitschriftenmarkt.

Das war eigentlich die Monatszeitschrift die ganz anders war, es war das Echo einer neuen Bewegung.

Eigentlich war das Positive daran, dass einige sozialdemokratische Wochenzeitungen den Grünstift als Beilage lieferten.

Zuletzt aktualisiert am Freitag, 12. August 2016 um 10:48 Uhr  

Wahlkampf

Erneuerbare Energien

Statistiken

Benutzer : 335
Beiträge : 5735
Weblinks : 145
Seitenaufrufe : 14096466

Verwandte Beiträge