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Das Spiel mit der Angst

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Die falsche Interpretation von Statistiken durch Aufblähen von Daten kann zu dramatischen Fehleinschätzungen von Risiken führen - mit fatalen Folgen.

Bei der angeblichen Schweinegrippepandemie im Jahr 2009 etwa hatte eine große Zahl von Experten mit finanziellen Verbindungen zu den Herstellern via WHO das Mittel Tamiflu und andere Grippemittel dringend zur fächendeckenden Einnahme empfohlen.

Die Presse verbreitete eine Horrormeldung nach der anderen. Die psychologische und ökonomische Wirkung blieb nicht aus.

Die Regierungen vergeudeten Milliarden von Euros. In Deutschland ließ die Regierung zwei Jahre nach der künstlich erzeugten Panik unbenutzte Impfstoffe im Wert von Hunderten von Mio Euro vernichten.

Die Horrormeldungen dieser Tage beziehen sich auf den Flugzeugansturz der German Wings Maschine in den französicshen Alpen.

Diesmal durch Weglassen wichtiger Statistiken.

So der, dass viele US-Amerikaner nach dem 11. September 2001 aus Angst vor dem Fliegen auf das Auto umgestiegen sind. In den zwölf Monaten nach den Terroranschlägen gab es in den USA 1600 mehr Verkehrstote als statistisch zu erwarten gewesen wäre.

Durch die teils erbärmlichen Medienspekulationen werden nicht nur die Anstandsregeln eines seriösen Journalismus verletzt.

"Das Haus des Co-Piloten wurde im Fernsehen gezeigt, sein voller Name in verschiedenen Medien veröffentlicht. Hinzukommen die mehr als voreiligen Spekulationen - ganz zu schweigen von Formulierungen in äußerst schlechtem Stil. Festzuhalten bleibt: Abgestürzt ist nicht nur ein Flugzeug mit 150 Menschen an Bord, sondern leider auch der Journalismus." (Deutschlandfunk 26.3.2015)

Eine Risikoeinschätzung der verschiedenen Verkehrsmittel bleibt fast ganz komplett ausgeblendet.

Etwa die, dass allein in Deutschland jährlich dreimal so viele Menschen im Straßenverkehr durch Unfälle getötet werden wie weltweit bei Flugzeugunfällen.

So schürt man irrationale Ängste vorm Fliegen.

Jean Paul Sarte hat einmal gesagt, ein großerTeil der Sorgen bestehe aus unbegründeter Furcht.

Zu hoffen bleibt mithin, dass die Menschen das "Spiel" - anders als seinerzeit in den USA - durchschauen.

 



Zuletzt aktualisiert am Sonntag, 29. März 2015 um 03:09 Uhr  

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