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Teil 88 " Mitten ins Herz"

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Wenn man sich mit Projekten beschäftigt, dann sollte man den Weg ins Herz der Projekte finden, denn nur im Herz schlägt die eigentliche Seele.

Wer sich einreiht und zum Start sich einfindet kann von Darstellern in eigener Sache eingelullt werden, denn bereits damals wusste man von 4 von 10 Projekten blieben auf der Strecke.

Keiner fragte allerdings, „wo blieben die Menschen, denen andere so viel Hoffnung machten?“

Jedes Projekt ist eine Tätigkeit auf Zeit und jede Zeit erfordert seine Opfer, jedes Projekt hat ein Ziel und innerhalb des Weges zum Ziel werden Menschen zum Wechselspiel.

Der Erfolg allerdings, den teilen sich wenige und teilen ihn kaum mit Anderen.

Es war bereits zu Anfang der 70. Jahre eine Tatsache, dass mehr als 40 % aller Absolventen ihre erste berufliche Praxis in einem Projekt erlangten.

Innerhalb von wenigen Jahren wurde dieses Einschleusen zu einem unumkehrbaren Trend und erzeugte einerseits eine neue Art von Unsicherheit sowie Ungerechtigkeit während des Ausschleusens.

All das erkannte ich noch nicht, man stellte mich frei um über das Thema der Arbeitsbiografien mitten ins Zentrum eines Projektes für einen bestimmten Zeitraum zu kommen.

Dieses planerische Zentrum liegt genau dort im Ablaufplan, wo man mit dem Prototyp hantiert. Wo man beginnt zu dokumentieren und sich zu beweisen, wo man den Weg zum Erfolg bestimmen möchte.

Eine Vielzahl von innerbetrieblichen Projekten betreffen den Ablauf sowie die Produktion. Innerhalb der Produktion unterscheidet man bereits vor der Mechanisierung in die Teilefertigung und in den Zusammenbau.

All das Ganze, was man unter Rationalisierung versteht bezieht sich auf eines dieser zwei Felder, wobei die Teileproduktion von Mitarbeitern an immer leistungsfähigeren Maschinen übernommen wird.

Taylor sowie Henry Ford setzen auf die Montagetechniken, hier gab eindeutig das Band den Rhythmus vor, in beiden Fällen fiel der Wert der menschlichen Arbeit.

Überträgt man das auf die Projekte die folgten, ging es hierbei unweigerlich um den Vorrichtungsbau um mittels Vorrichtungen eine starre Verkettung in der Produktionskette zu erreichen.

Eine entsprechende Vorrichtung erfüllt dann erst die Funktion, wenn Maschine und Werkzeug zusammen passen.

Das allerdings ist ein schleichender Prozess, es gibt die Zuführvorrichtungen, die Sortieranlagen und Fixiergeräte.

Auf der anderen Seite der Maschine sind es die Kontrollgeräte, die Entnahmestationen und die Zählgeräte.

Um das auf einen Nenner zu bringen, gibt die vorhandene Maschine den Takt vor. Innerhalb des Projektes gab es diese und die brauchte nur angesteuert werden, davor stand der Drehteller.

Mittels jeweils 4 Stationen beschäftigte man in Zukunft jeweils 2 Bestückerinnen, die das Pensum auf das Vierfache erhöhten und zudem eine gleichmäßige Qualität der Teile gewehrten.

Damit fand innerhalb der Arbeitsskala zwar eine geringere qualifizierte Beschäftigung statt, die aber durchaus Standard war. Interessant war dabei folgendes, jenes Projekt umfasste innerhalb der Herstellung nur einen geringen Teil der Eigenproduktion, etwas was am Rande notiert in wenigen Jahren zum Niedergang des internen Werkzeugbaues führte.

Eine sog. Vorzeige- und Nobelwerkstatt innerhalb eines Betriebes begann zu erodieren.

Ähnlich verhielt es sich mit den Mitarbeiter die sich mit solchen Projekten beschäftigten, zwar kam die Leitung immer noch aus dem eigenem Haus, nur der Stab war temporär mit externen Fachleuten besetzt worden.

Diese externen Fachleute waren Reisende ihres Faches, mancher war angestellt bei einer Zuliefer- Firma, andere stammten aus Entwicklungsbüros und hatten eine ganz andere Stellung.

Hier machte sich bereits etwas bemerkbar, nämlich die Flotation innerhalb eines Projektes, wer war hier bereit vom Anderen zu lernen?

Ebenso eröffnete man allerdings Neuland mittels der Dokumentation, denn solche getaktete Maschine müssen nicht nur gewartet sondern auch umgerüstet werden auf die Produktion von ähnlichen Teilen.

Damit entstand an und für sich ein neues Berufsbild, weg vom Einrichter der klassischen Art hin zum Mechanisch- Elektronischen Servicefachmann.

Dazu fehlte allerdings in den meisten Betrieben die Voraussetzung und das erwies sich als sehr teuer, man musste immer wieder auf externe Fachleute zurückgreifen.

Sah man das innerhalb der Dokumentationen, war einerseits hier die interne berufliche Weiterbildung noch in den Kinderschuhen noch war man nicht gewillt Schulungen für das handelnde Personal durchzuführen.

Teilweise begann man bereits aufkommende Störungen auf die Arbeit der Lohnbestückerinnen abzuwälzen, was andererseits dann wieder die erforderlichen Kontrollstellen verbesserte.

In der Regel allerdings ging das interne Management nicht immer konform mit der Projektleitung, man wollte die Mechanik herausfordern ohne die Schwachstellen zu analysieren.

In solchen oder ähnlichen Auseinandersetzung ist die Projektleitung das schwächere Glied, zwar wechselt man nicht immer die Leitung aus sondern die Modulbeauftragten.

Bereits im Jahr 1972 machte ich als junger Student mit dem Wort „Auflösungsvertrag“ Bekanntschaft.

Es betraf einen Modulbeauftragten, der eigentlich noch einen Vertrag über eine gewisse Zeit hatte und der seine Arbeit geleistete , den kaufte man frei.

Das ist eigentlich jener berufliche Knackpunkt im Leben eines Jeden, wie verlockend ist dabei der Abfindungsvertrag?

Innerhalb von Projekten geht das sehr schnell, in der ersten Phase sitzt sogar dafür das erforderliche Geld noch sehr locker.

Gespart wird am Ende, allerdings betrifft das wiederum die Falschen.

Für mich war das allerdings wiederum eine ganz neue Situation, denn zunächst benötigte ich den Kollegen noch für die Dokumentation und zudem tat er mir menschlich leid.

Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, 03. Februar 2016 um 03:25 Uhr  

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