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Disruptive Geschäftsmodelle

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Was Jeannette Chung sinngemäss unter obiger Headline geschrieben hat- vermutlich mit einem politologisch fundiertem Hintergrund – kann man nur unterschreiben.

 

Google hat als sympathisches Instrument zur Datensuche begonnen, ist als Studentenprojekt zweier kleiner Nerds gestartet, Ende der 90er.

Damals war der 'Metacrawler' noch eine Art Geheimtipp unter den Suchmaschinen, dann kam Google supercool daher, alle machten mit, wie bei Altavista und AOL vorher, letztere als NonPlusUltra im damaligen jungfräulichen Netz.

Netscape gab's auch mal als Alternativbrowser zum Microsoft Explorer, der heisst heute nach vielen Mutationen Firefox (Mozilla) und gibt sich immer noch alternativ, aber wer weiss. Wie 'Opera' aus Norwegen.

Android hat seine Wurzeln im immer noch alternativen 'Linux'- Betriebssystem (zu Windows), ist aber heute im Google- Imperium so verflechtet wie YouTube mit Facebook und was weiss ich.

Und das ist ein Symptom des strukturübergreifenden Problems zur Zeit: Opel baute gestern den letzten Zafira in Bochum, tausende ArbeiterInnen gehen in eine ungewisse Zukunft, aber immerhin: mit Sozialplänen etc.

Was disruptive Geschäftsmodelle (Uber etc.) dagegen langfristig mit unserem Sozialsystem anstellen, mögen die Kids im Bus mit Blick auf ihr Smartphone heute noch nicht wissen, von wegen 125 Jahre Jubiläum der Deutschen Rentenversicherung, der Norbert Blüm vorgestern starräugig beiwohnte, neben dem Genossen Riester sitzend, der anscheinend immer noch nicht weiss, was er eigentlich mit seinem Namen angerichtet hat, Hauptsache, die Kohle stimmt...

Die Generation Y (Yes) will es anscheinend auch nicht wissen, ihre Repräsentanten sind Mittdreissiger wie Spahn (CDU), Lindner (FDP) und , äh, andere von der SPD und den Grünen.

Die kennen Blüm und Walter Riester bestenfalls als nette Opis aus dem grossen Tablet, das bei den Eltern im Wohnzimmer steht.

Und die obige Genese anscheinend überhaupt nicht mehr.

Menschen wie Spahn und andere kennen sie andererseits mehrheitlich auch nicht. Das ist ihnen noch nicht mal vorzuwerfen, nur, Spahn's geistiger Grossvater, Helmut Kohl, hat den täglichen Superzirkus bombastischer Medienkaskaden zusammen mit Leo Kirch unselig für diese, unsere Republik in die Wege geleitet. Auch das ist Geschichte, gar nicht lange her, wird aber immer gerne ausgeblendet. Verhindern konnte man diese Entwicklung eh' nicht, aber 'regulieren'.

Da 'Regulierung' nach 'DDR' stinkt, rufe man nach den Päpsten der Deregulierung. Die waren mal die Anzugsträger der FDP. Uneigennützig standen gestern drei der Herren in der Fussgängerzone- was für ein Wort- in Münster. Smart, perfekt gekleidet, super frisiert, und sammelten für: Flüchtlinge- und verkauften Glühwein für eben jene.

Ohne Hintergedanken, nette Männer.

Man darf sich fragen, was heutzutage ausser Wirtschaftstralalla an deutschen Unis noch fachübergreifend im Namen Humboldts gelehrt wird. Gedöns ?

Philosophie gibt es seit ca. 2500 Jahren.

Den Kapitalismusgedanken, grob geschätzt, seit 300 Jahren.

Das neoliberale Gedankengut seit einigen Jahrzehnten.

Hip und hoppen wir halt gesamtgesellschaftlich rappend in die Grundsicherung, supi...; die ist ja noch ganz jung...

 

 

Zuletzt aktualisiert am Sonntag, 07. Dezember 2014 um 02:23 Uhr  

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