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Teil 7 "Der Geist schlug weiterhin rechts"

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Der Geist dieser Generation, die den Krieg überlebte stand auch nach dem Krieg rechts, vielleicht gab es Ausnahmen doch die waren nun einmal minimal.

Größtenteils allerdings waren diese Menschen froh den Krieg unverletzt überstanden zu haben, nur die Frage blieb unbeantwortet, „wann sie begannen am System des 1000. Jährigen Reiches zu zweifeln und wann erfuhren sie was? Noch schlimmes, wann schenkten sie den Berichten über all die Morde und Taten der Nazi- Truppen ihre Ohren und glaubten sie den Berichten?“

In den ersten Nachkriegsjahren waren fast alle die in Deutschland lebten irgendwo geistig auf der Durchreise, nach der Suche eines besseren morgens.

Allerdings hatten auch da wiederum nicht wenige schon wieder einen Vorsprung, das waren jene die in den letzten Kriegsjahren sich bereits mit der Situation nach dem Krieg beschäftigten.

Einen solchen Fall hatten wir in unserer Familie, wobei das wiederum der Anlass war, dass der Riss quer durch unsere Familie ging.

Es war der Mann, der Schwester meines Vaters und der wiederum profitierte weil er der Organisator war.

Wissen sollte man allerdings, der trug nie eine Uniform und machte trotzdem Karriere, er war fast 10 Jahre älter als mein Vater.

War bereits zu Zeiten der Weimarer Republik in einem Industrie- Zeitschriftenverlag beschäftigt, er war gefragt bei den neuen Machthabern in den braunen Uniformen und wuchs in neue Stellungen hinein.

Er wechselte auch seinen Wohnsitz nach Bremen, aus der Ehe stammten 2 Kinder, der große Sohn war 14 Jahre älter als ich- wir begegneten uns kaum, das kleine Mädchen allerdings wurde im November 1944 in einem Bremer Luftschutzkeller geboren und die wiederum meinte in den ersten Jahren meines Lebens ich sei ihr kleinerer Bruder.

In Bremen wurde die Wohnung meiner Tante 2 x ausgebombt, zuletzt brannte auch noch das Betriebsgelände ab. Nun hieß ausgebombt nicht immer ausgebombt bei den Nazis, die unterschieden auch hier wen es traf, in diesem Fall fand man eine sofortige Weiterverwendung für ihn und eine Bleibe für die Familie.

Von Bremen zogen die nach Verden, in ein Kellergeschoss dessen Anwesen von dem Zug Fuchs betreut wurde, der Mann meiner Tante wurde bis zum Ende des Krieges in Norddeutschland der Organisator des Hilfszuges Fuchs.

Nach der Kapitulation wurde Bremen amerikanisch und Norddeutschland britisch, beide Besatzungsmächte arbeiteten noch nicht so intensiv zusammen, in Bremen hätte er sich verantworten müssen und in Verden bei den Briten lag nichts gegen ihn vor.

Der wiederum sah am Horizont die Gefahr, sich verantworten zu müssen und beschloss kurzfristig innerhalb der britischen Zone umzuziehen, bereits Anfang 1947 bezog er und seine Familie die Räume des alten Kontors des Familienbetriebes.

Das Gebäude hatte den Krieg überstanden und war kurz nach Hitlers Wahl zum Reichskanzler von einer NS Organisation übernommen worden, aus anderen Unterlagen geht hervor dass man es ab 1935 an die NSKV verpachtet hatte.

Der Organisator und Ausgebombte hatte also den 7. Sinn oder verfügte über die nötigen Informationen, dass hier 4 Räume mit Dampfzentralheizung frei waren.

Nachdem mein Vater 1947 aus Sibirien heimkehrte und sein Vater sich von den Folgen der Verschüttung unter den Trümmern nach dem Bombengriff erholt hatte war es bereits geschehen, das Familienoberhaupt war der Bruder meines Großvaters nur der war alles andere als ein Geschäftsmann.

Insofern wurde der NS Organisator zum Nachkriegs- Organisator im brachliegenden Familienbetrieb und das wiederum nicht vorübergehend sondern für einige Jahre.

Zuletzt aktualisiert am Freitag, 14. November 2014 um 03:55 Uhr  

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