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Erinnerungen an den großen Werner Jacobi

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Ich glaube wir sollten allen jüngeren Lesern mal etwas Mut machen und die Vorteile des Internet- Zeitalters herausstellen.

Das Internet mit all seinen Anwendungen hat nämlich enorme Vorteile, mir gelang es im April des Jahres 2014 den Kontakt zu meinem Schulfreund wieder herzustellen.

Ich schrieb irgendetwas aus meinem Leben und mir antwortete mein alter Freund Thomas.

Mit dem verbrachte ich die ersten 5 Jahre meiner Schulzeit in einer Klasse und uns beiden verband ziemlich viel, den Thomas war der Sohn des Großen Fritz und Fritz war der zweite sozialdemokratische Oberbürgermeister meiner Heimatstadt.

Ich weiß noch genau den Montag in aller Frühe als Thomas der Klassenlehrerin mitteilte, sein Vater ist zum Oberbürgermeister gewählt worden.

Das diese Klassenlehrerin nachher Rats Frau der SPD wurde, war damals uns allen noch sehr unwahrscheinlich.

Ich glaube Ende des Jahres 1968 sah ich nach fast 7 Jahren meinen Freund Thomas wieder, es ging um die Bundestagswahl im Jahr 1969 und wir beide waren Erstwähler und wollten für Werner Jacobi Wahlkampf machen.

Werner Jacobi saß bereits im Bundestag, kam zuvor über die Landesliste hinein, er war der erste SPD Nachkriegs- Oberbürgermeister Iserlohns.

1969 gewann er seinen Wahlkreis direkt und wir beide konnten uns nach all den Jahren daran erinnern.

Nur wer Werner Jacobi eigentlich wahr, das erfuhr ich rein zufällig vor knapp drei Jahren auf einer Autorenlesung im Advent im Polnischen Kultur- Institut in Berlin.

Ein älterer Herr trug die Aufzeichnungen seines Verwandten vor, der wiederum war ein Offizier der Heimatarmee und ging nach der Niederschlagung des Warschauer Aufstandes in Kriegsgefangenschaft.

Über diese Zeit führte er Tagebuch und daraus wurde vorgelesen, er flüchtete aus der Kriegsgefangenschaft, tauchte unter und wurde verraten, kam ins KZ und erhielt die Todesstrafe.

Die vollstreckte man allerdings nicht, man überführte ihn ins KZ Außenlager Hersbruck und diese Zeit beschrieb er.

Da lernte er Menschen kennen, die ihm immer wieder Mut gaben und er erwähnte Werner Jacobi und den späteren Schriftsteller Bernt Engelmann.

Werner Jacobi war allerdings damals so bescheiden, dass er uns gegenüber diese Erlebnisse nicht ansprach und wir wussten nicht, mit welch einem großen Menschen wir zu tun hatten.

Im Nachhinein, es lohnt sich für die richtigen Menschen sich einzusetzen, wir ahnten damals etwas aber wir wussten es nicht.

Zuletzt aktualisiert am Montag, 18. August 2014 um 02:35 Uhr  

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