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Die Lage im Spätsommer 2014

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Die politische Situation im Spätsommer des Jahres 2014.

Zunächst führt die CDU/CSU in der Wählergunst mit mehr als 40% Zustimmung.

Viele erkennen in dieser Zustimmung über 40% den Kanzlerbonus, nur darauf sollte man sich nicht verlassen.

Interpretiert man diese Zustimmung mit dem Faktor 100, erkennt man dass hierbei etwas in Bewegung geriet.

Vom Faktor 100 sind 10 Punkte aus der Insolvenzmasse der FDP gekommen, davon könnten 5 wieder zurück wandern, ebenso sind in den letzten Monaten min. 8 Punkte von diesen angenommenen 100 von rechts gekommen, die AfD verlor an Zustimmung.

Demzufolge liegt der eigentliche Zustimmungsfaktor bezogen auf die CDU/CSU nur bei 82 Punkten von 100, wobei immer noch dabei jene 5 Punkte sind die von der SPD im Jahr 2009 kamen und die von der SPD nicht zurück gewonnen wurden.

Lassen wir in unseren weiteren Betrachtungen diese 5Punkte bei der Union, so sind das in Prozenten immerhin noch 36 bis 37 %.

Bei allen Annahmen im negativen Sektor wird die CDU/CSU nicht schwächer werden als zw. 35 und 36%, bei einer relativen Annahme, dass der Wähler die FDP abgeschrieben hat kann die Zustimmung zur Union zw. 38% und 40% liegen, eine Leihstimmenwanderung zur AfD wird es kaum geben.

Dazu das Erscheinungsbild der SPD, derzeit bei 25,5%, das bedeutet aber weit unter 30% .

Der SPD sind innerhalb von 1 Jahrzehnt mehr als 8 % Wählerstimmen abhanden gekommen, ohne dass die Partei dabei sich anstrengte diese Wähler zurück zu gewinnen.

Nimmt man diese 25,5% in den Faktor 100, so gibt das ein anderes Bild, mit 95 von 100 erkennt man eine Stabilität, das heißt die Stimmen die letztlich fehlten waren die der überwiegenden Zahl von Nichtwählern, nur ein kleiner Teil wanderte zur Linkspartei.

Dabei fällt auf, die SPD befindet sich auf einer Suche den Wähler zu mobilisieren.

Wenn man sich seitens der SPD anders aufstellen würde könnte das gelingen, allerdings auf einem bescheidenen Niveau.

Die Reaktivierung der abgewanderten Nichtwähler hat seine Grenzen, man kann davon bis zu 30% erreichen, in Zahlen ausgedrückt könnte das ein Zuwachs von 1,2% von Wählerstimmen sein.

Enttäuschte Unionwähler wird es kaum geben, eine Wählerwanderung unter jetzigen Voraussetzungen wird sich bei 1,5% bewegen.

In der Summe ist ein Zuwachs von 3% möglich, damit würde die SPD allerdings immer noch 10% hinter der Union liegen. Den größten Aderlass machten allerdings die Grünen, vor mehr als 10 Jahren lagen sie zwischenzeitlich mal in der Wählergunst bei 15- 17%.

Nimmt diese Prozentzahl zum Faktor 100 sind davon nur noch 60 übrig, die wiederum sitzen in den Startblöcken.

Wobei der Trend nach der Wahl im September 2013 sich beschleunigte, es kommt auf die Weichenstellung darauf an.

Derzeit würden 7 von 10 Wählern der Grünen den Annäherungsprozess zur Union unterstützen, jedoch sehen andererseits 5 von 10 Wählern der Grünen darin einen Selbstzerfleischungsprozess.

Wobei 20 von 100 Wählern meinen, die Kernthemen der Grünen hätten all die anderen Parteien bereits übernommen.

Derzeit liegen die Grünen bei 9-10% in der Wählergunst, davon sind min. 70 % Stammwähler, eine Gefahr die 5% Hürde nicht zu schaffen wird sich im Jahre 2017 für die Grünen nicht stellen.

Dieses Gespenst, was die Grünen seit ihrer Gründung verfolgt könnte aber 2021 wieder aus der Versenkung hervor kommen.

Die Gefahr für die Grünen sind die Grünen selbst, das ist ganz etwas anderes als vergleichbar mit den anderen Parteien.

Die vierte Partei ist mittlerweile bereits die dritte Kraft geworden, die Linken liefen den Grünen den Rang ab und liefern sich in der Wählergunst mit den Grünen um den 3. Platz ein Kopf an Kopf- Rennen.

Wobei die Linken meistens die Nase vorne haben, dabei gibt es nur folgende Erkenntnis: Die Linken werden zwischen den Wahlen immer höher gehandelt als nach der Wahl, dennoch erreichen die Linken bezogen auf ihre Wählerstimmen die meisten Direktmandate.

Insofern sollte man diese 10% Zustimmung in der Wählergunst mit dem Faktor 100 belegen, erkennt man in mancher Region dass 98 von 100 sich damit identifizieren.

Das ist etwas wovon Horst Seehofer träumt, in der Summe allerdings werden sich die Linken dauerhaft stabilisieren, sie werden auch bei Gegenwind nie unter 6,5% der Wählerstimmen fallen und können durchaus 12% erreichen.

Ein Vergleich zu den Grünen brauchen die linken nicht scheuen, denn der Wähler der Linken verzeiht den Politikern der Linkspartei einiges, was man vom grünen Wähler nicht behaupten kann.

An die letzte Partei, die hier behandelt wird werden sich die Älteren von uns noch erinnern, die Rede ist von der FDP, eine Partei die eigentlich konform ging mit dem Wiederaufstieg der Bundesrepublik und in ihren ersten Jahren zum Sammelbecken für entnazifizierte Großdeutsche wurde.

Dessen politischer Einfluss immer auf die Wirtschaft gerichtet war und damit zum Bremsklotz eines Wohlstandsstaates wurde, die den Schwenk machte zum Ordo- Liberalismus und sich dabei fast selbst zerlegte.

Die Erfahrung hatte kurz über die 5% Grenze zu kommen und sich als Juniorpartner in eine Regierung einzubringen.

Dessen Regierungsbeteiligungen unter der Union meistens schauderhaft waren und die mit ihren politischen Entscheidungen stets den Wähler suchte und ihn schließlich nicht mehr fand.

Diese Partei liegt nun außerparlamentarisch bewertet bei 3% und weniger, sie erlebte innerhalb von 12 Jahren den politischen Absturz.

Vergleichbar mit dem Absturz den das kath. Zentrum in der Gründungsphase der Bundesrepublik erlebte.

Dem Zentrum gelang es danach nicht mehr in den Bundestag einzuziehen, die Wähler wanderten zur CDU/CSU und gleiches passiert derzeit der FDP.

Es ist wahrscheinlicher dass sich die FDP zw. 2 und 3% festigt als dass sie mit 5,5% wieder in den Bundestag einziehen wird.

Diese Alternative für Deutschland wird derzeit zw. 5 und 6% gehandelt, vor einigen Jahren lagen die Piraten damit im Durchschnitt, spielen allerdings heute keine Rolle mehr.

Zuletzt aktualisiert am Dienstag, 26. August 2014 um 12:52 Uhr  

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