Mein Herz schlägt links

Initiative linker SozialdemokratenInnen in der SPD

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Lieber Sönke, ich werde mich hüten dem zu widersprechen was du in deinem Artikel beschrieben hast, nur zum Thema „Rechtsdrall“ interpretiere ich die SPD im Jahre 2014 etwas anderes.

Für alle Flügel in der Partei gilt der historische Bezug, das Fundament der Partei kam aus der Arbeiterbewegung.

Im Laufe der Jahrzehnte und bedingt durch den techn. Fortschritt löste sich diese Bewegung auf, die Kultur der Bewegung lösten die Nationalsozialisten auf.

Die SPD gelang es nicht in der Bundesrepublik Deutschland sich innerhalb der linken Familie zu festigen, man war stets mehr staatstragend als innerhalb der Ideologie verankert.

Dazu gibt es genügend Beispiele, zum Godesberger Programm gab es bereits eine linke Alternative in der SPD unter Federführung von Wolfgang Abendroth.

Dennoch rang man sich durch, den berühmten Satz aus dem Godesberger Programm in die Parteibücher zu übernehmen: „ das Ziel der Partei lautet der demokratische Sozialismus.“

Mittels dieser Position, heraus aus der Stärke begann die SPD in Wählerschichten einzudringen, denen die Demokratie Hoffnung bedeutete.

Hier gelang es der SPD ihren Wählern ein Gefühl von Hoffnung auf ein besseres Leben zu vermitteln.

Das waren nicht nur der Bruttolohnzuwachs sondern ein Bündel von Maßnahmen u.a. der soziale Wohnungsbau, die kostenlose Allgemeinbildung und die Verteilung des Volksvermögens.

Damals wie heute hatte man eine rechtslastige Presse und aggressive Parteien gegen sich, nur konnten damals Sozialdemokraten überzeugen.

Heute stehen wir fast vor dem gleichen Problem, die Presse steht nach wie vor weit rechts von der Mitte der Gesellschaft und verdammt alles was von links kommt, man umgeht eine Interpretation des linken Spektrums.

Innerhalb der SPD von heute, findet man nicht mehr die Spitzenleute, die ähnlich wie Peter Glotz nicht nur zuhören können sondern auch Ideen weiterentwickeln.

All die, auch die du in deinem Artikel erwähntest, sind ehrlich gesagt Nichtschwimmer im Schwimmerbecken und damit sind wir beim Problem.

Mehr als 80% von allen Sozialdemokratischen Mandats- und Funktionsträger ob sie nun rechts oder links in der Partei stehen lassen wir einmal, sind nur in ihrer Funktionen gekommen mittels postdemokratischer Maßnahmen, mit diesen Mitteln gestalten 3. Klassige Landesfürsten der Partei im Verfahren Strickmuster die Landesliste zur Bundestagswahl.

Ein weiteres Beispiel nennt sich die Vorstands-Blockade, ein ausgewogener Vorstand braucht kein guter sein, aber ein justierter Vorstand bleibt ein Einseitiger und das Spiel begann als man am brandenburgischen Schwielowsee einen gewählten Vorstand wegputschte.

Nennen wir sie ruhig einmal die Putschisten in der SPD, die neue Bündnisse in Hessen auflaufen ließen und in ihren Reihen auch den Heide-Mörder haben ließen die Basis der Partei am Fernsehen verfolgen wie man einen gewählten Vorstand wegputschte.

Damit installierte man eine innerparteiliche Macht, das war kein Vakuum sondern die postliberale Antwort zur Annäherung an den Neoliberalismus.

Es war eine Hoffnung der Parteirechten damit zu einem Dialog zu den Wert-konservativen zu finden, insofern ging es um Machterhalt, wie sagte Müntefering? „Opposition ist Mist“.

Lieber Sönke, dieser Satz ist das eigentliche Credo aller rechts von der Mitte in der SPD und der Satz wirkt auch auf alle die links starten.

Nun sind wir mal ehrlich, von dieser Gilde der sich „Weiterempfehlenden“ gibt es bereits mehr als den sog. Liebling aller Schwiegermütter aus Niederbayern, ach lassen wir das, ich mache mir nicht die Mühe mittels Diabolos ein Tontaubenschießen zu veranstalten.

Es gibt wichtigere Themen, z.B. wie sieht unsere Zukunft im Zeitalter von Big data aus?

Wenn es uns gelingen würde, hier Gedanken zu erfassen könnte man mehr als die SPD vor sich hertreiben.

Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, 09. Juli 2014 um 02:12 Uhr  

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