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Initiative linker SozialdemokratenInnen in der SPD

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Start Leserservice 142. Jahrestag der Gründung der SDAP: Und die SPD heute am Ende?

142. Jahrestag der Gründung der SDAP: Und die SPD heute am Ende?

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Im August vor 142 Jahren wurde der Gründungskongress der Sozialdemokratischen Arbeiterpartei unter Führung von Wilhelm Liebknecht und August Bebel im Gasthaus zum Goldenen Löwen in Eisenach eröffnet.

Jetzt, 142 Jahre später wird die SPD als entideologisiert und entwurzelt bezeichnet.

Viele stimmen schon ein Requiem an.

Und das nicht ganz ohne Grund.

Tatsächlich ist die SPD durch Schönrederei („Wir konnten die Wähler_innen nicht mobilisieren“), fehlende Basisdemokratie, Drang zur Mitte, Entfallen von politischen/ideologischen Debatten auf lokaler Ebene, Linksabspaltungen und Betonkopfdenken stark lädiert.

Was können wir linken Sozialdemokrat_innen nun tun?

Meines Erachtens kann es nicht so weiter gehen.

Erst Recht nicht wenn die SPD bei den Bundestagswahlen unter 30% landet.

Dann ist es Zeit einen Bruch mit der „Neuen Mitte“-Strategie und ihren Architekt_innen zu machen.

Es sollten auf jeden Fall einige Leute einsehen, dass dann es besser ist abzutreten, Platz für einen Generationswechsel sowie einen Linksruck zu machen.

Das bürgerliche Lager können wir nicht gewinnen.

Da stehen Grüne, eine modernisierte Union und die FDP.

Was wir machen müssen ist unser Stammklientel, die Arbeitnehmerschaft, zurück zu gewinnen.

Mit einer Linkswende und gewerkschaftlicher Orientierung könnten wir auch wieder Leute überzeugen von der Linken wieder zu uns zu wechseln.

Alles im allem sollten wir uns auch auf den Demokratischen Sozialismus als Zukunftsvision/Utopie zurück besinnen.

Allein für eine bessere Gesellschaft setzen sich doch die meisten Sozialdemokrat_innen ein.

Mittlerweile ist dieses Denken aber leider oft einem nach wirtschaftlichen Wachstum und Leistung strebenden Denken gewichen.

Aufstiegsgesellschaft wird propagiert, dies ist in meinen Augen ein Trojanisches Pferd des Neoliberalismus.

Es bedeutet, dass weiterhin die Menschen der Wirtschaft dienen, Menschen andere Menschen auf Grund wirtschaftlicher Dominanz beherrschen und eine Ellenbogengesellschaft existiert in der die Schwachen gegen die Starken untergehen.

Wir Sozialdemokrat_innen sollten uns doch eher, wie unsere Vordenker_innen 1869, dahin orientieren eine solidarische und demokratische Gesellschaft zu schaffen in der jede_r nach ihren/seinen Fähigkeiten zum Wohle aller beiträgt.

Das ist Demokratischer Sozialismus.

Aus diesem Grunde:

Zurück zu den Wurzeln, zurück zu alter Stärke!

 

 

 

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