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Teil 3 "Nur ein Mosaik im Chaos

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Der 3. Teil des Rentenchaos beschäftigt sich mit dem neoliberalen Crashkurs gegen die geltenden Tarifverträge in Deutschland.

Man nahm innerhalb der Nationalökonomie leise aber konstant über fast ein Jahrzehnt Abschied von Keynes, es begann Schritt für Schritt politisch gewollt die Freiburger Thesen zur Doktrin zu erklären.

Damit gerieten die Wagnerischen Sozialtransfer-Gesetze in eine brutale Phase einer Diskussion, all geschah bereits vor der Wiedervereinigung.

Der Sozialtransfer des Staates kam mit der stets steigenden Zahl von Erwerbslosen an seine Grenzen, der größte Posten im Bundeshaushalt waren die Sozialausgaben.

Diesmal lag der Grund für den hohen Sockel der Arbeitslosenquote nicht innerhalb von Strukturen in den Regionen, sondern es war ein bundesweites Problem.

Den Staaten des Westens blieben einen Teil der Steuereinnahmen aus, zudem erhöhten sich die Sozialausgaben der Staaten.

Erstmalig sprach man von Nullrunden bei den Altersrenten, damit opferte die Regierung unter Helmut Kohl die letzten verbliebenden Nachlässe einer sozialen Marktwirtschaft.

Mittlerweile stand nämlich der Markt der Möglichkeiten im Focus der Politik, der ungesättigte Geist der Magret Thatcher und die Ideen von Ronald Reagan stärkten jene Wirtschaftsliberalen den Bürger mit all seinen Sorgen und Pflichten zu privatisieren.

Der geplante Rückzug des Staates hin zu einem neoliberalen schlanken Staat, sollte den Staatshaushalt sanieren.

In der Bundesrepublik begann die Ökonomisierung der öffentlichen Betriebe, man sanierte nicht nur sondern trennte sich von der Verantwortung.

Das verkaufte uns ein Teil der Presse als den Abschied vom Wohlfahrtsstaat, ein Wohlfahrtsstaat war allerdings die Bundesrepublik nie- nur diese historische Tatsache nahm man nicht zu Kenntnis.

Tatsache ist nun einmal Betriebe und Unternehmen sanierten sich zu Lasten des Staates, mit relativer Billigung der Regierung.

Man glich aus mittels der sog. ABM –Politik, der gefragte Facharbeiter von Gestern fand sich auf einer zeitlich begrenzten ABM Stelle wieder.

Damit griff der Staat zwar in die Arbeitsmarktpolitik ein um Schlimmeres zu verhindern, machte aber zuvor das möglich.

Möglich wurde das durch die vollstreckte Ökonomisierung unseres Lebens, man fuhr Investitionen in der realen Wirtschaft und operierte am Finanzmarkt, der Finanzmarkt in London galt als das Vorbild.

Mittels Finanzmarktgeschäfte lassen sich allerdings kaum neue Arbeitsplätze schaffen.

Politisch spielten die Finanzmarktgewinne in einer relativ fiktiven Welt die Zuwachsrolle, erst dann folgte die werteerzeugende Wirtschaft.

Die werteerhaltende Wirtschaft befand sich noch in den Kinderschuhen, man plante zwar die Nachhaltigkeit der Werte in die Makroökonomie einfließen zu lassen, nur war man noch nicht soweit.

Halten wir fest, mittels der neoliberalen Ökonomisierung wurde der Staat geschröpft und betreffende Bürger über die Arbeitslosigkeit in die Frühverrentung geschickt.

Es begann in der Großindustrie mit dem baskischen Kostenkiller namens Lopez, den man von Opel zu VW holte und endete mit der Werbeanzeige „geiz ist geil.“

Waren eigentlich die Manager geizig, nein sie liebten das Spiel der Ökonomisierung und vertrauten mehr dem Börsenwert der Unternehmen als der Qualität der Produkte.

All das ging zu Lasten der Arbeitnehmer, eine politisch gewollte Reduzierung der Staatsbedürftigkeit war die Folge, man fand Mittel um einiges außer Kraft zu setzen.

Damit verschwanden bis dto. fast sichere Einnahmequellen unserer Sozialsysteme, das ganze Spektrum dessen unterzog man einer Demografie.

Man unterhöhlte die angenommene Solidarität der Versicherten und versuchte sie gegeneinander auszuspielen.

Schließen wir diesen Teil damit ab, denn die Privatisierung des öffentlichen Lebens ist nach wie vor ein Thema und manchem Haushaltspolitiker des Jahres 2014 ist die Sanierung des Haushaltes immer noch das primäre Ziel.

Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, 10. Juli 2014 um 12:11 Uhr  

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