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Teil 1 "Das Gemurkse"

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Sich der Reform der Deutschen Rentenversicherung annehmen bedeutet sich vom derzeitigen Gemurkste zu distanzieren.

Beide Regierungsparteien bedienen derzeit ihre Klienten, weniger das Interesse der Versicherten.

Zunächst gönne ich allen Mütter die zusätzliche Mütterrente, das ist aber in der Regel nur 1 Versicherungspunkt für 1 Jahr und der bleibt konstant, in der Praxis sind das Netto ca. 25 Euro im Monat West und 22 Euro im Osten der Republik.

Garnichts gegen der Diätenerhöhung die sich die Abgeordneten des Deutschen Bundestages gönnten, also nur ein Feigenblatt für beschwichtigende Familienpolitik seitens der Union.

Bei der Arbeitsministerin Andrea Nahles steht primär die Annäherung zu den Arbeitnehmern und Gewerkschaften im Vordergrund ihrer Handlungen, die abschlagsfreie Rente mit 63 Jahren ist mehr oder minder eine temporäre Sektion, ist aber der erste Schritt zur Wiederherstellung einer verloren gegangenen Glaubwürdigkeit.

Dazu zählt auch die flächendeckende Einführung eines gesetzlichen Mindestlohnes, denn gerade auf diesem Sektor zerstörte die postliberale Agenda Politik das Vertrauen der Wähler in die SPD, nun hängt beides fast unmittelbar zusammen in der Umlagen finanzierten Rente dazu kommt allerdings noch die Demografie.

Das Thema „Altersarmut“ muss den Stellenwert in der Politik bekommen, denn die zukünftige Generation die in Rente geht ist bereits davon betroffen.

Um das zu verstehen, reden wir zunächst einmal um die jährlichen Rentenerhöhungen, die jährlich vom Bundestag beschlossen werden.

Die fielen in den letzten 10 Jahren ziemlich mager aus und schuld daran waren die wirtschaftliche Stagnation und die entsprechenden Nullrunden bei einigen Tarifabschlüssen.

Nimmt dazu ein Beispiel, sind in einem betreffenden Jahr die Tarifabschlüsse im Durchschnitt bei 3%, ergibt das in der Regel einen Durchschnitt von 2,2%, denn etliche Beitragszahler der Deutschen Rentenversicherung arbeiten zu anderen Tarifen.

Diese bereinigten 2,2% bilden die Basis zur Rentenerhöhung, da kommt nun noch der demografische Faktor dazu, so dass in der Regel die Renten um 1,5% erhöht werden.

Wäre das in den letzten 10 Jahren immer der Fall gewesen, hätten sich die Renten um 16,5% erhöht.

War aber nicht der Fall, die Deckelung der Tarifabschlüsse und die evtl. großzügige Handhabung der Kurzarbeit- Regelung machte sich hier negativ bemerkbar, anstatt 16,5% erzielte man knapp 8,5%.

Diese Zahl sollte man verstehen, denn die diente zum Almosen- Mütterrenten- Programm der CDU.

Nichts desto trotz dieses Umlagen finanzierte Rentensystem produziert Altersarmut, der Staat kommt nicht Drumherum dieses System steuerlich mit zu finanzieren.

Zieht man aller bisher blockierten Vorstellungen durch, d.h. mehr Einzahler und Anerkennung von Ausfallzeiten usw. der Multiplikationswert wird max. bei 1,2 liegen. Dabei sind es nicht die Anzahl der Versicherungsjahre sondern der Ausschlag gibt nun einmal der Jahresverdienst.

Der Renteneckwertpunkt ist das rechnerische Ergebnis des Jahresverdienstes des Versicherten.

Der Versicherte ist der mündige Bürger dieses Staates, andererseits haben mehr als 40% dieser mündigen Bürger vom Facharbeiter bis zum Akademiker in ihrem Arbeitsleben nicht die Chance über einen Zeitraum von 15 Jahren mehr als 2000 Euro Brutto zu verdienen.

In einem Land vor Vorstände von Unternehmen das Vielfache eines Monatsverdienstes als Jahresprämien bekommen und wo hochvergütete Bundestagsabgeordnete dem Erntehelfer nicht die 8,50 Euro als Mindestlohn gönnen möchten.

Unser Umlagen finanziertes Rentensystem krankt also in erster Linie daran, dass Unternehmen gedeckelte Einkommen zahlen und erst in zweiter Linie an der Summe der Versicherungsjahren.

Das Staatsbedürftigkeitsbewußtsein mancher Unternehmer ist also nicht mehr vorhanden, das ist die Ausgangslage und damit sollten wir uns beschäftigen.

Zuletzt aktualisiert am Montag, 14. Juli 2014 um 13:02 Uhr  

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