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Erdogan tritt zurück

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Eine Regierung tritt zurück und das unter den Augen der Presse, etwas was in Erdogans Türkei nach dem Regiebuch der Macht abläuft sollte doch bekannt sein.

Eine Regierung die so zurücktritt steigert eigentlich die Empörung und die wiederum nicht nur im eigenen Land sondern international.

Andersherum ausgedrückt, eine solche Regierung meint sich auf eine Legitimität zu beziehen, die andere herausfordert.

Eine solche Regierung wird zu einer Herausforderung der Zivilgesellschaft, denn wenn man sich der justierten Presse bedient und empörte Bürger wiederum als Provokateure bezeichnet, hat man die Tugenden der Demokratie verlassen.

Das ist keine neue Dimension von totalitären Regierungen, aber zeigt in dieser Art und Weise, wie blank die Nerven im Apparat liegen.

Nur sollten wir uns hüten stets mit den Finger auf andere zu zeigen, denn weder berechtigte Protest verläuft nicht immer in gelenkten Bahnen.

Wir sollten die Frage nach einem Protest ob er nun berechtigt ist oder nicht, zunächst ernster nehmen und nicht über den Formalismus streiten.

Was hier passiert ist, nennt man den Super- Gau innerhalb einer Grube.

Gruben sind nun einmal eine Schürf- Expansion des Unternehmertums, im Untertagebau fährt man 24 Stunden tag täglich Kumpel in die Stollen und die haben ein Recht nach der Schicht das Tageslicht wieder zu finden.

Hier geht es also um mehr, denn jede Förderanlage bringt dem Staat Rohstoffe und den Unternehmen einen Gewinn.

Dabei spielt man nicht mit Menschenleben, jede Grube ist zwar technisch sicher aber mit jedem Abbau gibt es neue Situationen unter Tage.

Sämtliche Prüfungen sind standardisierte Aufnahmen zum Stichtag, die Situation nach einer Sprengung sieht anders aus und da ging der Profit vor der Sicherheit.

Profit vor Sicherheit rechtfertigt keinen Gewinn, Profit vor Sicherheit bedeutet man spielt mit dem Menschenleben.

Das ist allerdings nicht nur in der Türkei so, sondern in Korea montiert man mit seltener Erde in der Elektronik und nahm hohe Krebserkrankungen der Mitarbeiter in Kauf.

Gleiches kann man von der Türkei unter Erdogan sagen, unter seinen Anhängern ging es nur um das wirtschaftliche Wachstum seiner Volkswirtschaft.

Diesmal zeigt sich im Protest des Volkes, was dieses Wachstum wert ist.

Ein sog. Wachstum was nur dem System dient wird vom System mit aller Gewalt brutal verteidigt.

Erdogan läuft einiges aus der Hand, er tritt nicht nur Trauernden mit Füßen sondern versteht die Trauer kaum, ihm ist vor dem Anspruch zur Macht das Gefühl des Menschen abhanden gekommen.

Der Arbeitskatastrophe gingen einige andere Katastrophen voraus.

Bisher konnte er damit sein Lager stets mobilisieren und andere anklagen, bei der Arbeitskatastrophe allerdings trifft es das Volk und die Frage stellt sich, nach der Reaktion.

Zuletzt aktualisiert am Freitag, 16. Mai 2014 um 07:17 Uhr  

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