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Mütterrente: Beschiss hoch drei

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Ältere Mütter sind immer noch deutlich schlechter gestellt, als jüngere Mütter.

Die jüngeren erhalten drei Punkte für jedes Kind als Kindererziehungszeit bei der Rente angerechnet, Mütter, die ihre Kinder vor 1992 erzogen haben, nur zwei.


Jetzt, wo langsam die Wahrheit über dies Wahlgeschenk von CDU und CSU namens "Mütterrente" ans Licht der Öffentlichkeit kommt, sei deshalb an folgendes erinnert:  Es gibt Leute, die sich darüber aufregen, dass alte Frauen, die nur Ehefrauen waren, und keinen Pfennig in die Sozialsysteme eingezahlt haben, überhaupt so etwas wie Grundsicherung bekommen, und jetzt auch noch Mütterrente!

Also wirklich.

"Ich werde die neue Mütterrente nicht bekommen, obwohl meine Kinder 1978 und 1979 geboren wurden. Ich bin dafür zu arm. Meine Rente ist so niedrig, dass ich aufstockende Grundsicherung erhalte. Die Mütterrente wird davon abgezogen. DANKE."

Wie die DRV bekannt gab, hat die Erhöhung der Kindererziehungszeiten Tücken und Fänge.

Zum Beispiel für Frauen, die aufstockende Grundsicherung erhalten. Ihnen wird die sogenannte Mütterrente von der Grundsicherung abgezogen.

Was bedeutet, dass Mütter, die eine Rente bekommen, die so niedrig ist, dass sie mit Grundsicherungsleistungen aufgestockt werden muss, nix, nada von der Erhöhung der Kindererziehungszeiten haben.

Der eine Punkt mehr wird mit der Grundsicherung verrechnet. (Grundsicherung = 382 Euro im Monat + angemessene Warmmiete.)

Davon betroffen sind mehr als 230.00 Frauen.

Mütterrente - Ällabätsch

Die Mütterrente ist nicht für alle Frauen. Nur wenn die Rente höher ist, als die Grundsicherung bekommt frau sie ausgezahlt. Allerdings nicht den ganzen Betrag.

Denn es werden Kranken- wie Pflegekassenbeiträge fällig.

Das liegt daran, dass die Mütterrente butto ausgezahlt wird. Weshalb die 28,14 Euro im Westen und 25,74 Euro im Osten (warum eigentlich dieser Unterschied ?) Krankenkassenbeitragspflichtig werden.

Da bleibt nicht mehr viel übrig.

Auf die Hinterbliebenenrenten wirkt sich die Mütterrente auch aus. Wird nämlich mit einer Hinterbliebenenrente plus eigener Rente der Freibetrag von derzeit 742,90 Euro in den alten und 679,54 Euro in den neuen Bundesländern durch überschritten, werden von diesem Betrag 40% angezogen.

Der Rest verbleibt der Empfängerin. (Nachdem sich auch die Krankenkasse ein bissel was geholt hat.)

Selbst bei der Regelaltersrente hilft die "Mütterrente" den finanziell ganz schlecht gestellten Frauen nicht wirklich.

Immerhin müssen fünf Jahre mit Beitragszeiten vorhanden sein, damit überhaupt ein Anspruch auf eine Regelaltersrente entsteht.

Ab Juli 2014 müssen nun drei vor 1992 geborene Kinder erzogen worden sein, um überhaupt ein Recht auf Rente zu haben, wenn das Konto allein aus den Kindererziehungszeiten gespeist wird.

Der Schäuble-Plan Mütterrente

Mit der Erhöhung der Kindererziehungszeiten um einen Punkt haben viele “arme” und "alte" Frauen die Hoffnung verbunden, endlich aus dem Bezug von Grundsicherung heraus zu kommen.

Schäubles Plan war ein anderer.

Wenn schon Mütterrente, dann bitte schön will ich auch was davon haben.

Weder er, noch Politik oder Medienblaffende haben kommuniziert: 1. dass es sich bei der Erhöhung um eine Bruttoerhöhung handelt.

2. dass sie deshalb Kranken- und Pflegeversicherungspflichtig ist.

Und 3., dass diese Erhöhung mit der Grundsicherung verrechnet wird und ebenfalls Auswirkungungen auf die Hinterbliebenenrenten hat.

O.K.: Die Mütterrente bringt etlichen Frauen ein paar Gröschelchen mehr.

Aber sie entlastet auch die Sozialkassen.

Städte, Landkreise und Gemeinden zahlen weniger Grundsicherung, den Krankenkassen bringt sie frisches Geld aufs Konto, auch die Pflegekassen sind nicht vergessen.

Bloß: Die verdeckten Subventionen stammen aus der Rentenkasse.

Mit anderen Worten: Die Rentenkasse subventioniert die Krankenkassen und die Kommunen.

Landes- und Bundesbeamte, sämtliche Abgeordnete in sämtlichen Parlamenten, Selbstständige und Freiberufler zahlen nix, sie sind an den Subventionen nicht beteiligt, die sich unser aller Finanzminister ausgedacht hat.

20.03.2014 - von H.S. Übernommen mit Dank von: http://www.altersdiskriminierung.de/themen/artikel.php?id=6118

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Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, 26. März 2014 um 15:29 Uhr  

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