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Funktionstreue innerhalb der geschlossenen Gesellschaft

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Mittlerweile funktioniert die Politik der Angela Merkel oder die Politik mit der Angela Merkel wieder einmal als Gruppenarbeit der geschlossenen Gesellschaft.

Noch vor weniger als 6 Monate verlautete es im Wahlkampf aus den Reihen der Unionsparteien, wie wichtig die Funktion der Familie in der Gesellschaft sei und wir können uns alle daran erinnern, wie von Seiten der CDU/CSU die Erhöhung des Kindergeldes im Wahlkampf die Rolle spielte.

Man nannte Zahlen und die Kanzlerin sonnte sich auf dem Podium vor dem Wähler, wenn man diese Zahlen verkündete.

Die Kanzlerin und der Bundesfinanzminister widersprachen nicht, sie zogen teilweise mit von der Begeisterung als die Zahl fiel, es ging der Union im Wahlkampf um die Erhöhung des Kindergeldes.

In der heißen Wahlkampfphase legte man sich fest auf 38,- Euro pro Monat und Kind, damals wurden Nachfragen bezogen auf die Gegenfinanzierung im Keim erstickt.

Diesen Blankoscheck präsentierte man dem Wähler und der schenkte der Kanzlerin sein Vertrauen.

Man zeigte und verweist stets auf die gute Konjunktur in Deutschland, auf die stabilen Steuereinnahmen und hatte das soziale Herz entdeckt.

Damit richtete man seine Politik dem Gemeinwohl hin aus, nur fand das alles unter dem Begriff „Finanzierungsbereitschaft“ statt.

Nach der Wahl weiß man wie man diesen Begriff deuten muss und wie eingeschränkt die Union das Gemeinwohl interpretiert.

Die Bereitschaft zur Finanzierung entspricht der Kassenlage, nur hieß der damalige Finanzminister Schäuble und das ist auch der heutige.

Innerhalb der Union ist allerdings das Thema nicht vom Tisch, man justierte nur das Gemeinwohl in Richtung der Klienten und erhöhte den Kinderfreibetrag.

Damit kommt man all jenen entgegen, die bereits mehr verdienen und mittels des Kinderfreibetrages ihr Netto weiter anheben werden.

Das kann man durchaus als zynisch bezeichnen, im Wahlkampf die Öffnung zu allen sozialen Schichten und in der geschlossenen Gesellschaft zunächst die Gönner bedienen.

Man lässt also fast 80% der Gesellschaft außen vor und erhöht 20% den Kinderfreibetrag und die haben umgerechnet dann wesentlich mehr als die versprochenen 38,- Euro pro Monat.

Erfährt man nun, dass eigentlich das Kindergeld angehoben werden sollte, doch der eigentliche monatliche Wert dem der Briefpostzusatzmarken entspricht und man diese Erhöhung verschieben möchte, muss man das wiederum in einem Zusammenhang sehen.

Zufällig fällt nämlich dabei das Jahr 2016 und das ist 1 Jahr vor der nächsten Bundestagswahl.

Da könnten aus den im Jahr 2013 versprochenen 38 Euro pro Monat durchaus 25 Euro werden, die geschlossene Gesellschaft hofft auf den Dank- Effekt.

Nun sind wir eigentlich bereits so vergesslich geworden, wer für die Kinder unserer Gesellschaft nur monatlich zusätzliche 2 Euro zu Verfügung hat, der ist seine Diätenerhöhung von monatlich mehr als 900 Euro nicht wert.

Zuletzt aktualisiert am Dienstag, 08. April 2014 um 02:48 Uhr  

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