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Von Seelenverkäufern und Fassadenreitern

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Wenn Seelenverkäufer zu Fassadenreiter werden, können Radikale sich begeistern.

Wie das passieren kann, dazu zwei Beispiele aus dem Spektrum der Rechtsradikalen.

Hitlers Haftstrafe wurde zur Bewährung ausgesetzt, er machte dort weiter wo aber unterbrochen wurde, es fand sich aber keine Staatsanwaltschaft bereit ihn vor das Gericht zu bringen.

Das genau erklärte einmal der große Rechtswissenschaftler Uwe Wesel und wer sich intensiver mit dem Thema von fehlender Zivilcourage innerhalb der Justiz beschäftigt, der bemerkt den Zusammenhang zum Rechtsradikalismus in der Ukraine.

Man dem geltenden Urteil in Warschau 1934 wäre Stepan Bandera am Galgen geendet, die Umwandlung seiner Todesstrafe in eine Haftstrafe hing mit dem Rechtsputsch in Polen zusammen, der Ende 1934 stattfand.

Man findet immer wieder Parallelen in den ersten Nachkriegsjahren, d.h. unmittelbar vor der Gründung der Bundesrepublik fanden Nachfolgeprozesse gem. des Nürnberger Prozesses statt, zwischen dem Urteil von Nürnberg und den Prozessbeginnen lagen mitunter 24 Monate und diese nutzen die alten Seilschaften.

Man seilte sich bereits vor dem Prozessbeginn aus der Verantwortung. Insofern stimmt die Aussage, die junge Bundesrepublik Deutschland wurde gem. der 131 er Gesetze zu einem Nazieinwanderungsland.

Der Ukrainer Bandera, fand aus den Wäldern Galiciens in denen er bis 1949 im Untergrund aktiv war fast 10 Jahre Unterschlupf in München.

Das konnte doch nur mittels Helfershelfer passieren, die der Öffentlichkeit vorspielten Hitler war der Betriebsunfall der Deutschen Geschichte.

Damit umschiffte man die konsequente Aufarbeitung von Deutschlands jüngerer Geschichte in den Aufbaujahren. Wer es immer noch nicht versteht, dem sei noch ein Beispiel genannt.

Im Jahre 1954 besuchte Thomas Mann mit seiner Frau Kati das Rheinland, zuvor war er allerdings in Weimar und Ostberlin, auf seinem Besuch im Rheinland wurde er weder von Adenauer noch Heuss empfangen.

Der, dessen Bücher die Nazis verbrannten und der außer Landes ins Exil ging, war im Jahr 1954 gebrandmarkt.

Wer noch nicht, für den sich damals die Deutschen hielten und diese Generation betrieb ihr Unwesen weiter.

Die sog. alten Nazis mit dem Persilschein fielen nämlich nicht tief sondern hatten mitunter sogar wiederum eine bessere Ausgangsposition in der sogenannten demokratischen Gesellschaft.

Sie gaben nicht nur Zeitungen heraus, machten Radioprogramme sondern unterrichteten an Schulen und Universitäten, saßen weiterhin mit der Robe auf dem Richterstuhl und sprachen nun Recht im Namen der Republik.

Mittlerweile sind es ihre Enkel die sich in Stellung gebracht haben, die es zu Sarrazin und Co. in den Lesungen zieht und die mit nationaler Deutschdudelei die Lehren aus der Vergangenheit ignorieren.

Sie sind nicht mit sich selbst mehr beschäftigt sondern sie sind wesentlich offensiver geworden und besetzen Themen der Angst.

Das wiederum nennt man die auf die nationale Schiene justierte Politik, damit ist nicht dem Menschen geholfen sondern man hilft sich dabei selbst.

Darin liegt die eigentliche Gefahr, erst wenn es den Demokraten in diesem Land gelingen würde, den Bürgern ihre Angst vor Zukunft nehmen zu können, wären Rechtsradikale überflüssig.

Es ist also eine Sache der Sprache, der Vermittlung und der Politik sich des Bürgers Ängste anzunehmen, deshalb sollte auch eine sozialdemokratische Politik einer Wertigkeit-analyse unterzogen werden, die den Inhalt und den Nutzen herausstellt.

Wer hat welchen Nutzen von einer aktiven sozialdemokratischen Politik, im Bund, in den Ländern und in den Gemeinden?

Damit erzeugt man den benötigten politischen Mehrwert, das wiederum ist etwas anders als sich zujubeln auf Parteiveranstaltungen, ein politischer Mehrwert dient der Rendite des Vertrauens.

Das wiederum könnte für manche Funktions- und Mandatsträger wiederum Neuland sein, es ist aber der tiefere Sinn der politischen Wissenschaft, sich aktiv einzubringen.

Dabei geht es nicht um sich fleißig zu beteiligen, denn fleißig sind auch jene die man kaum hört, Fleiß ist nämlich eine Voraussetzung aber offensiv aktiv werden und Stellung beziehen sollte eine Tugend sein.

Es geht also um jene derzeit kaum erkennbare politischen Marko Bausteine für eine bessere Welt, in der Rechtsradikale nicht benötigt werden.

Zuletzt aktualisiert am Samstag, 05. April 2014 um 02:33 Uhr  

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