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Rechtsbeugung kontra Zivilcourage

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Wählen wir ruhig einmal dazu die Überschrift: „Rechtsbeugung kontra Zivilcourage“ und das aus einem guten Grund, denn in unserem Staat spielt die Rechtsbeugung eine untergeordnete Rolle.

Wir rufen nach dem Recht und meinen Gerechtigkeit, nur weshalb verurteilen wir vor?

Weil uns mitunter die Zivilcourage unbequem geworden ist, die wiederum wird kaum innerhalb der Rechtswissenschaften gelehrt, ist aber ein wesentlicher Bestandteil der Demokratie.

Ein demokratisches Gemeinwesen bezieht sich immer auf die vorhandenen Gesetze, Gerichte entscheiden nach der Rechtslage und möchten der Gerechtigkeit dienen.

Das ist nun einmal die Gesetzeslage, dazu kommen die Ermittlungen, man darf nicht immer jeder Staatsanwaltschaft trauen- das wusste bereits Fritz Bauer.

Geht nämlich die Staatsanwaltschaft in die Öffentlichkeit kommt die gesellschaftliche Moral hinzu.

Eine moralische Verurteilung einer noch nicht bewiesenen Tat, könnte eine Strategie zur Rechtsbeugung werden.

Man benutzt also die Moral der Gesellschaft um damit ein Mobbing gesellschaftsfähig zu machen.

Was strafrechtlich nicht relevant ist, darf auch nicht auf Verdacht ins Blaue verfolgt werden. Nun sollten sich alle selbsternannten Moralapostel fragen, warum setzt ihr die Moral über das Gesetz?

In unserer Gesellschaft ist mittlerweile vieles moralisch gesehen in Ordnung, weil es im Umfeld nicht auffiel, das war nun einmal so über Jahre hinweg mordete das NSU Trio, könnte man das auch nicht bezeichnen als eine Rechtsbeugung der Moral?

Demzufolge können sich Täter hinter einer gesellschaftlichen Form der Moral durchaus verstecken, denn sie fallen nicht auf.

Anders verhält es sich allerdings, wenn Ermittlungen laufen gegen etwas was der Doppelmoral der Gesellschaft nicht entspricht.

Da kommt die moralische Keule, übersieht die Gesetzeslage und geht in Richtung einer gesellschaftlichen Vorverurteilung, mitunter eröffnet man ein unterschwelliges Verfahren zur Rechtsbeugung.

Für mich beginnt bereits die gesellschaftliche Rechtsbeugung mit Mobbing, unterschwellig muss das schon ein Jeder von uns erlebt haben und man sucht vergeblich den der Zivilcourage anwendet.

Die einseitig interpretierte Art einer Moral ist das Steckenpferd der Meinungsmacher in dieser Republik geworden, dabei wird bereits im Vorfeld die Moral über das Gesetz gestellt.

Wer anders ist als die Anderen, muss verdächtig sein.

Wer Geld hat, muss andere betrogen haben.

Man muss nur Funksignale senden, bereitwillig folgt die Jubelpresse.

Damit demontiert man die Gewaltenteilung eines Staates, man unterläuft die Moral und nennt das die gesellschaftliche Verpflichtung, etwas was das Gesetz nicht kennt und vor Gerichten kaum Erfolg hat.

Was ist eigentlich die gesellschaftliche Verpflichtung, sicherlich die Information.

Nur sollte die werteneutral sein, all jene die sich der Doppelmoral bedienen sollte man ihren Zerrspiegel vorhalten.

Mancher sog. Saubermann entpuppt sich nämlich als der gewiefte Taktiker und fällt dabei mitunter über seinen eigenen Dreck.

Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, 12. März 2014 um 04:05 Uhr  

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