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Eine gewagte Prognose?

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Rentenprognosen wurden in der alten Bundesrepublik von den Kritikern der gesetzlichen Alterssicherung, mitunter als Kaffeesatzleserei bezeichnet.

Dabei ging es weniger um das Fundament der gesetzlichen Rentenversicherung sondern um die Rendite, man lockte mit zusätzlichen Angeboten.

Einige Kritiker warnten allerdings bereits damals und verfassten dazu einige Zeitungsartikel.

In denen war der Tenor eindeutig, die Privaten Versicherer hatten es auf die Kapitallebensversicherungen abgesehen und versprachen mittels einer Einmal- Zahlung eine monatliche Vergütung.

Das bedeutete, das eigene Kapital wurde nach Plan entnommen, wobei wiederum das eingesetzte Kapital arbeiten sollte.

Insofern erzielte man eine wesentlich höhere Rendite als in der fälschlicherweise zum Vergleich heran gezogenen gesetzlichen Rente.

Die Zahlen waren im Ergebnis zunächst verblüffend und nicht wenige von denen die damals in den Genuss ihrer Kapitallebensversicherung kamen interessierten sich dafür.

Mittlerweile stellt sich eine Ernüchterung ein, die monatliche Auszahlungshöhe blieb aber der Kapitalstock schrumpft.

Der angelegte Gegenwert in welcher Form auch immer, befindet sich in einem Abwärtstrend und zudem kann der Garantiezins nicht mehr gehalten werden.

Bisher haben die Privaten Versicherer noch keine Zahlen vorgelegt, wie viele ihrer Kunden diese Verträge kündigten, zudem ist nicht bekannt inwieweit man einen Rückgang auf dem Markt der klassischen Kapitallebensversicherung verzeichnen kann.

Man gibt nur offen eine Stagnation zu, um etwas Ehrlichkeit in diese Vergleiche zu bringen muss man sagen, der eigentliche Sieger war die gesetzliche Rentenversicherung.

Das von der privaten Konkurrenz ungeliebte Kind erwies sich als krisenfest und stabil.

Wagen wir jetzt einmal eine Prognose, denn die letzten ein oder zwei Jahrzehnte in denen man die gesetzliche Form versuchte madig zu machen hinterließ Spuren.

In den letzten Jahren fand eine schleichende Anpassung der Arbeitsbiografien statt, die Frau im Osten der Republik passte sich im Arbeitsleben der Frau im Westen der Republik an.

Das hat Auswirkungen, vor 10 Jahren lagen die Altersrenten der Ost- Frau 20% höher im Vergleich zur West- Frau.

Nimmt man dazu den Vergleich der Männer, dann lag hier der Mann im Westen 35% über den Mann im Osten.

Mittlerweile sieht das Bild anders aus, derzeit kommen jene Jahrgänge in den Genuss der Altersrente, die in den Jahren der Wiedervereinigung ca. 40 Jahre alt waren.

Dabei gleicht sich die Arbeitsbiografie der Ost- Frau der West- Frau an, es lässt sich ein gesamtdeutscher Abwärtstrend erkennen, der mittlere Durchschnitt liegt monatlich bei 1100 Euro brutto.

Etwas anders sieht es bei den Männern aus, auch hier gibt es neue regionale Unterschiede in der Rentenhöhe, man kann nicht mehr von einem Ost/West- Gefälle sprechen- sondern sollte von Boom- Regionen und abgekoppelten Regionen sprechen.

Wagen wir aber trotzdem einmal die Ost/West- Prognose: In den kommenden Jahren stabilisiert sich zunächst die Altersrente Ost für einen Mann, mit dem entsprechenden Beiträgen auf durchschnittlich ca. 1250 Euro Brutto, nehmen wir dazu die durchschnittliche Zahl West, dann haben wir es mit 1650 Euro als Größe zu tun.

Es gibt nun Pessimisten, die wiederum vermuten, dass in ca. 5 Jahren die Durchschnittssumme um 12% sinken wird, weil in den nächsten 5 Jahren jene in Rente gehen werden mit unterbrochenen Arbeitsbiografien.

Es gibt aber auch eine andere Prognose, die wiederum besagt, dass in spätestens 10 Jahren in den Boom-Regionen der Republik die Altersrenten im Schnitt um 20% höher liegen als im Rest der Republik.

Rechnen wir das einmal um, dann könnte in ca. 15 Jahren ein Unterschied von 30% entstehen zwischen den Altersrenten in München zu denen in Greifswald oder von denen in Stuttgart zu denen in Cottbus.

Mir ist bekannt, was nun wieder einmal die Vielzahl von meinen Kritikern dazu sagen, die unterschiedlichen Lebensverhältnisse in den Regionen.

Diese Nebelkerzen Werfer sind bekannt, nur müssen die sich fragen, sind dort die überregionalen Preise unter dem Durchschnitt billiger?

Ich sage denen immer, da kostet die Fahrt im ICE genau so viel und der Sprit an der Tankstelle ist nicht um 30% preiswerter.

Zuletzt aktualisiert am Samstag, 08. März 2014 um 04:15 Uhr  

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