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Der Abschied von einer Illusion

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Wir sollten uns von der Illusion befreien, dass es möglich sei eine Partei wie die Sozialdemokratische zu erneuern- denn wer nicht willens ist sich von der postliberalen Ausrichtung sich zu trennen wird sich der Erneuerung widersetzen.

Ein gesellschaftlich übertragbares „Wir Gefühl“ kann somit nur Impulse freisetzen, für die es dann zu kämpfen geht Mehrheiten zu finden, denn es geht gegen gestandene Netzwerke.

Der große Teil dieses Netzwerkes macht genau das, was Hayek sich unter dem Markt vorstellte.

Die These lautet: „Rettet uns, damit ihr euch nutzt.“

Das bezeichnet man als die Entfesselung der Gedanken, um das wiederum zu verstehen muss man am 9. November des Jahres 1989 beginnen, denn an diesem Abend begann die Entfesselung der Gedanken.

An dem Abend war der Kommunismus am Ende und zudem eigentlich die westliche Theorie, die man bis dto. nur mit der Existenz des Kommunismus erklären konnte.

Die westliche Theorie einer Gesellschaftsform kannte zwar die unkontrollierten Ausschläge des Kapitalismus aber auch den europäischen Gegenpol, nämlich das Modell einer sozialen Marktwirtschaft.

Nun sollten wir uns die Frage stellen, „ wieso war es möglich, dass in relativ kurzer Zeit jenes ökonomische Staatsmodell des Neoliberalismus sich so radikal optimieren konnte?“

Waren es nicht Parteien mit beiden Beinen in einer Demokratie, die Staats- und Regierungschefs stellten, die dieses akademisch- ökonomische Denkmodell des Neoliberalismus zum neuen Wertesystem der Welt erklärten?

Es ging also um den Egoismus und den wollte man vermenschlichen zur Nutzenoptimierung, Nutzen stand also vor dem Gewinn, man operierte mit geliehenen Geld und versprach Reichtum.

Dabei ging es weniger um ökonomische Transaktionen, im Gegenteil man bediente immaterielle Verflechtungen um das sog. Wachstumshormon zu erzeugen.

Hier versagten die linken Kräfte, man ließ sich neue Regeln diktieren und die beruhten auf Misstrauen, Überwachung, Entfesselung, Trackingtools, automatisierten Handlungen mit dem Ziel des neoliberalen schlanken Staates.

In der Bundesrepublik Deutschland bemerkte man das zunächst nicht, hier war man nämlich parteiübergreifend damit beschäftigt den Osten Deutschlands vom System des Zentralismus zu entkoppeln.

Warnungen überhörten alle die am Prozess beteiligt waren und damit verselbstständigte sich eine Idee fast unkontrollierbar, die Idee der Nutzenoptimierung.

Erst als der installierte Neoliberalismus sich gegen die Errungenschaften der sozialen Marktwirtschaft wandte vernahmen wir ein soziales Problem.

Ein soziales Problem was eigentlich in der Wall Street seinen Ursprung hatte, nur bemerkte hier keiner die neue Gefahr.

Der Fokus richtete sich eindeutig auf das Geld, das zog magisch alle an und mancher der zuvor Marxismus- Leninismus lehrte wurde zum Immobilienmakler, man besaß beste Voraussetzungen den Westen zu kopieren.

Was man allerdings nicht bemerkte, wie sich im Westen der Denkapparat umbaute.

Im Osten hielt der Kapitalismus Einzug und im Westen die Globalisierung, mit aller Konsequenz.

Man verschob im Westen bereits die soziale Verteilung, wer übrig war wurde abgewickelt- man erfand das Wort der „Wissensökonomie“.

Komischerweise trommelten dabei auch Sozialdemokraten mit, in dem man den Spruch vom „lebenslangen Lernen“ salonfähig machte, heute sind wir schlauer- denn auch das war mitunter ein Trugschluss.

Stellen wir uns mal die Frage, was sollen wir unter den Begriff „ Wissensökonomie“ verstehen?

Das ist demzufolge eine immaterielle Art einer neuen Ökonomie, vielleicht gibt es in der einen neuen Einstein und einen Karl Marx, jedenfalls ging man damit nicht nur in Wahlkämpfen hausieren, in Berlin wollte Wowereit in Köpfe investieren.

Sagen wir mal so herum, kommt einem bekannt vor in den 50. Jahren des vergangenen Jahrhunderts hieß das, „ sei schlau- lern am Bau.“

Das Fazit lautet: „ es ging nur um Karriereplanung innerhalb der Wall Street- Ökonomie.“

Mittels der Vernetzung allerdings eröffnete das Internet einen rasanten Siegeszug, 1989 war das Internet noch in den Kinderschuhen, erst mittels des Siegeszuges des Neoliberalismus eröffneten sich der Globalisierung neue Möglichkeiten.

Auf diese Möglichkeiten, die durchaus sich zu einer Gefahr unseres Gemeinwesens entwickeln würden wies niemand hin, man erfuhr kaum etwas von der Bundeszentrale für politische Bildung noch von den Stiftungen der Parteien.

Man kann heute sagen, hier fuhr man einen gesellschaftlichen Crash- Kurs, von dem sich die SPD wiederum kaum erholt.

Interessant ist dabei, der Club of Rome wies immer wieder auf die Grenzen des Wachstums hin, auch sozialdemokratische Regierungschefs nannten diese Warnungen den Bericht der Pessimisten.

Demzufolge müssen die Optimisten alle Bilderberger sein, nur wo dessen Theorien bleiben wenn es um Analysen geht, darf man dessen Optimismus bezweifeln.

Es geht also um die zukünftige Ausrichtung der SPD, danach folgt die Erneuerung, mit Pessimisten allein kommt man nicht weiter und mit Bilderbergern macht man den Postliberalismus salonfähig, das machten die Schröderinaner und an dessen Taten wird man noch immer gemessen.

Wir brauchen also eine Bekenntnis zum starken Staat, auch wenn das wiederum einigen Parlamentariern nicht passen sollte, aber nur ein starker Staat ist ein handlungsfähiger Staat.

Zudem heißt unser Gegner nicht mehr die linke Strömung in der Gesellschaft sondern klipp und klar die Wall- Street Ökonomie.

Mir ist es bewusst, all das prallt an jene ab, die immer noch von sich überzeugt sind, der Staat bietet einem all das man sollte es nur nutzen.

Zuletzt aktualisiert am Dienstag, 11. Februar 2014 um 04:14 Uhr  

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