Mein Herz schlägt links

Initiative linker SozialdemokratenInnen in der SPD

  • Schrift vergrößern
  • Standard-Schriftgröße
  • Schriftgröße verkleinern
Start Neuigkeiten An den SPD Bundesvorstand Berlin

An den SPD Bundesvorstand Berlin

E-Mail Drucken PDF

 

 

 

Betr.: Anzeige in der Bildzeitung u,a.

Liebe Genossinnen und Genossen, Lieber Sigmar, zweifellos steht die SPD vor einer gewaltigen Herausforderung: Große
Koalition - ja oder nein.

Dass wir zm 150, Jahr unseres Bestehens alles dafür tun müssen, unsere Flügel beieinander zu halten ist ja ganz richtig erkannt und mit dem

Mitgliedervotum hervorragend in Angriff genommen worden.

Dass die Meinung weiter Kreise in der SPD, und nicht nur bei den Linken in der SPD, zu denen ich mich zähle, strikt gegen eine Große Koalition ist, ist verständlich und bekannt.

Umso mehr habe ich mich gefreut und war erleichtert, als der Bundesvorstand, voran Du, Siegmar, dieses Mitgliedervotum ins Spiel brachtet.

Und darüber, dass auf dem Mitgliederkonvent die Teilnahme an einer großen Koalition davon abhändig gemacht wurde, dass wesentliche Kernforderungen unserer Partei, die ich jetzt gar nicht mehr einzen aufzählen möchte, nur so viel Arbeitsmarkt und Gerechtigkeit, bei einem solchen Vertrag uneingeschränkt berücksichtigt würde.

Zunächst war ich gegen eine Zustimmung, dann hörte man von Erfolgen, und ich war dafür, bis ich das ganze Konvolut mit allem Kleingedruckten gelesen habe.

Klar, dem kann ein Sozialdemokrat nicht zstimmen, dass geht gar nicht.

Aber immerhin war ich dennoch stolz, einen Parteivorstand zu haben, der ehrlich und neutral das Mitgliedervotum organisierte und den Mitgliedern das letzte Wort liess.

Dieser Stolz ist einer tiefen Enttäuschung und Desillisionierug gewichen.

Gut, es ist das Recht des Parteivorsitzenden, auf SPD Veranstaltungen für seine Meinung zu werben, aber eine Anzeige mit einigen Unterschriften altgedienter SPD Kämpen zu schalten und dann noch in der Bildzeitung, die im Wahlkampf alles getran hat, um der SPD zu schaden, ist unglaublich, ist stillos, geschmacklos und enttäuscht diejenigen SPD Mitglieder, dia an Eure Redlichkeit, Ehrlichkeit und Solidatiät geglaubt haben.

Ja, ich sage bewußt "Redlichkeit"!

Denn ich hatte auch geglaubt, dass dieser Vorstand mit Dir Sigmar an der Spitze, das Votum der Mitglieder ernst nehmen würde und die Meinung der Basis redlich verwalten würde.

Das ist nicht geschehen.

Mit dieser Anzeige, " in der Bildzeitung" deklassiert Ihr uns, das Fußvolk der Partei, zu Befehlsempfängern, die unter dem Mäntelchen der Freiwilligkeit gefälligst das zu tun haben, was der Vorstand, bzw einige sich im Ruhestand befindliche Altgenossen wünschen!

Diese Altgenossen haben zweifellos hohe Verdienste, umso mehr bin ich erstaunt an ihrer Teilnahme an einer so linken Klamotte.

Auch ich bin Altgenossin, 83 Jahre alt, aber darf von mir behaupten, mein Wort nie gebrochen zu haben.

Und das hat der Parteivorstand getan, wenn es denn stimmt, dass dieses Anzeige im Auftrag des PV erschienen ist.

Mit sozialistischen Grüße

Hildgarde Lisse

Der ungerechteste Frieden ist immer noch besser als der gerechteste Krieg. Cicero 106 bis 43 v.Chr

Hildgarde Lisse, Am Neuenhof 28, 52074 Aachen

Tel. 0241-73255 Fax 0241-990 8849,handy 0172 2711303

Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, 12. Dezember 2013 um 14:33 Uhr  

Wahlkampf

Erneuerbare Energien

Statistiken

Benutzer : 335
Beiträge : 5750
Weblinks : 145
Seitenaufrufe : 14246749

Verwandte Beiträge