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Hilft nicht mehr Pattex, kommt die Keule aus Goslar

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Wenn alle Stricke reißen wird die Keule ausgepackt.

Wer nach diesem Motto Politik macht, bringt sich selbst ins Abseits, denn er hat die Methode Pattex bereits überschritten.

Wir sollten uns nichts vormachen, eine Partei die aus der Arbeiterbewegung kam kann man nicht führen wie eine Brigade, wer es trotzdem tut wird zwangsläufig durch die Drehtür hinaus befördert.

Damit ist das Schicksal von Sigmar Gabriel besiegelt, er ist nicht nur angeschlagen sondern er disqualifizierte sich und letzteres wirkt nachhaltiger, denn einen Erfolg kann man nicht diktieren.

Es gab eine Reihe von Fehlern in der SPD nach dem Herbst 2009, zunächst fand die dringend benötigte Erneuerung nicht statt, man machte unter der Regie der alten Garde mit ausgetauschten Personen weiter.

Allein das war halbherzig und es folgten 4 vertane Jahre, die man kaum nutzte um sich gegen das System Merkel zu platzieren.

Man kommandierte und vollzog, friss oder stirb und vertraute in sich zusammenfallende Strukturen, anstatt sich der Zivilgesellschaft zu öffnen um neue Mehrheiten zu finden.

Man näherte sich schwach den Gewerkschaften an, man fand nicht den Mut die eigene unliebe Agenda 2010 Politik zu widersprechen.

Das waren Jahre der sog. Halbherzigkeit, geprägt von Sigmar Gabriel und Andrea Nahles, ganz zu schweigen von den Reden und Zustimmungen im Bundestag.

Hier hatte man mitunter vergessen, was eigentlich Opposition bedeutet, man half der Kanzlerin aus der Patsche.

Man installierte auch einen Kanzlerkandidaten und präsentierte den der Basis, nach dem Motto „ einen besseren haben wir nicht.“

Das war ebenso ein Fehler, man musste sich einstellen auf dessen Beinfreiheit und da wurde es interessant, die Basis begriff es und die Parteispitze nicht.

Dieser Zuwuchs von ca. 2 % war der Erfolg von unermüdlicher Arbeit vieler und rein gar nicht der Erfolg der Parteispitze, denn die machte im Wahlkampf gravierende Fehler.

Nicht nur in ihrer Regie, bei der Listenaufstellung sondern man suchte mitunter vergeblich den Rückhalt.

Eine SPD im Wahlkampf ohne Rückhalt von der Parteispitze im Willy Brandt Haus ist wie eine Darbietung ohne Rückgrat.

Dazu benutzte man ein „Wir Gefühl“, sagte aber nicht wo wir und ihr anfängt bzw. endet.

Es sollte vielleicht das installierte „Wir-Gefühl“ sein, was aber ungeplant von den Parteiklempnern sich verselbstständigte und der innerparteilichen Demokratie einen Nutzen erweisen wird.

Damit band man ein, man teilte allerdings noch am Wahlabend aus, wir erinnern uns an Thomas Oppermanns erste Versuche hinsichtlich zur CDU/CSU.

Natürlich hatten die Strategen bemerkt, personell nach links gerückt war und die Reaktion ließ nicht lange auf sich warten, die Installation eines Frank Walter Steinmeier.

Sicherlich ist es in einer Demokratie üblich, dass alle demokratischen Parteien miteinander reden, nur das machte man auch halbherzig.

Das war der taktische Fehler eines Sigmar Gabriels, den Nutzen des Parlamentarismus nicht umzusetzen. Es sollte schnell gehen und in eingefahrene Wege verlaufen, allerdings ist diese Republik eine andere geworden nämlich eine unbequemere.

Die Zeit des bequemen Regierens ist vorbei, das haben die Ewiggestrigen noch nicht verstanden, es gibt eine parlamentarische Mehrheit zum Neoliberalismus.

Man muss also Demokratie wagen und das Wahlergebnis widerspiegeln.

Wäre doch an der Zeit gewesen, ein Minderheitskabinett Angela Merkel zu wählen, das wäre ein Ergebnis der Bundestagswahl gewesen und es wäre wunderbar gewesen, Gysi und sein Trupp hätten die Kanzlerin aus der Uckermark mitgewählt.

Man Gabriel, Europa hätte auf uns wirklich geguckt, wenn das Parlament die vor sich hergetrieben hätte, funktioniert nicht mit diesen Biedermännern in der SPD.

Frau und Herr Biedermann entschieden sich anders, luden zuvor justierte Delegierte zum Parteikonvent und waren überrascht das man vor der Tür dass „Wir“ anders interpretierte.

Damit eröffnete man eine innerparteiliche Diskussion, auf die man eigentlich stolz sein sollte, man nimmt die Demokratie ernst-etwas was anderen Parteien versagt blieb.

Das ist manchem Neuland, Uli aus Deppendorf nennt das Problemmitglieder, Uli aus Deppendorf sollte sich langsam an die Demokratie der Bürger gewöhnen, bevor er zum Schwarzen Kanal des Neoliberalismus wird.

Endlich haben Sozialdemokraten verstanden, dass ihre Meinung zählt, endlich verhallen Drohungen im Halleschen Komet und endlich steht das „Wir“ vor ihr.

Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, 05. Dezember 2013 um 04:14 Uhr  

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