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Ersetzt die Internetkultur die Funktionäre?

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Wenn etwas Unvorhersehbares zur politischen Realität, dann müssen sich biedere Manager dem stellen.

Eigentlich kommt es für viele von uns nicht unvorhersehbar, denn die Welt des Internets verbindet und zeigt andererseits die Grenzen des herkömmlichen Geschehens.

Die Führung der Sozialdemokratischen Partei Deutschland erlebt gerade die Wiederbelebung an der Basis und damit werden Strukturen innerhalb der Partei aufgebrochen, der Siegeszug des Internets lässt manchen justierten und obrigkeitstreuen Ortsverein blass aussehen.

Es ist der Wille zur Meinungsfindung jenseits der Strukturen entstanden, etwas was man nicht mehr rückgängig machen kann, eigentlich war das der Traum eines jeden Redakteurs sich mit den Lesern zu verbinden.

Das müsste andererseits dem handelnden Politiker erst recht sein, den Dialog zu wollen.

Wie reif ist man aber sich einen Dialog zu stellen, wenn man bisher nur die Schiene der Vermittlungstaktik der Ergebnisse anwandte?

Damit bröckelt ein Instrument, die politische Ergebnisorientierung, die wird ersetzt durch eine demokratische Meinungsfindung.

Ein Prozess der wiederum rasant sich entwickelte und der immer neuere Freunde findet, die Meinung findet also Gehör in einer wesentlich offeneren Welt.

Das kann nicht jeder innerhalb der Parteistrukturen verstehen, dass man die Macht der Meinungs Architekten nicht mehr 1:1 übernimmt, insofern ist der Widerspruch innerhalb der Basis ein legales und demokratisches Mittel.

Mancher Ortsverein kennt kaum noch persönlich alle Mitglieder, denn etliche wandten sich ab vom Organisationspalaver der Gremienfanatiker, die unbekannte Größe liegt jenseits der Versammlung und das wiederum ist bundesweit ersichtlich.

Damit beweist die SPD in sich ihre Stärke in der Vielfalt und in ihrer Frechheit, beides kann die politische Kultur nur stärken.

Wir haben es also mit einer neuen politischen Kultur innerhalb der Partei zu tun, die sich verselbstständigt und mittels Themen auf sich aufmerksam macht.

Interessant ist dabei noch die Erkenntnis, diese freien und nicht in der Parteistruktur eingebundenen Gruppen aktivieren Bürger außerhalb der Partei.

Demzufolge sind sie näher am Wähler, etwas was dem Parteivorstand im Willy Brandt Haus zu denken geben müsste.

Diese neue Kultur steht auf Vielfalt der Meinung des Einzelnen und ist direkt am Problem, damit bindet man Interessenten und bietet denen ein Forum.

Etwas was man mitunter vergeblich in den Ebenen der Strukturen des Apparates suchte, demzufolge ist das gewollte einseitige Verkünden des Apparates zur Einbahnstraße geworden, man nimmt einiges nicht mehr ernst.

Nimmt die Basis einiges von oben nicht mehr ernst, dann schwimmt die Struktur der herkömmlichen Macht, denn im offenen und Pluralen Internetzeitalter ist der Meinungsaustausch ungefiltert, direkt sowie spontan.

Es ist eben eine neue Kultur innerhalb der innerparteilichen Arbeit entstanden, die im Begriff ist sich überregional zu installieren.

Man aktiviert somit jene die der Ortsverein bereits abgeschrieben hat, wobei mittlerweile man sagen kann, manchen Ortsverein sollte man abschreiben.

Was noch auffällt, diese neue politische Kultur benötigt keine Funktionäre und damit stellt man den Kader auf den Kopf.

Etwas was sich selbstständig machte präsentiert sich entgegen der bisherigen Praxis, allein das ist ein politischer Mehrwert.

Unbekannt bleibt natürlich der Wert dieser Gruppen im Internet über einen Zeitraum, denn auch das ist mit Kleinarbeit verbunden, demokratisch ist es allemal eine Wertsteigerung nur sollte man das aktivieren in einen bisher blassen und trägen Apparat.

Überträgt man das in den Informationssektor der Medien in unserem Land, so weiß man einen blassen und zudem trägen Apparat laufen die Leser weg, nur lebendige Medien werden überleben.

Lebendig ist nun einmal das Internet und das bietet Chancen die von Basisgruppen genutzt werden.

Alles andere, was nur dem Verkünden dient wird somit langweilig.

Eine Partei die Langeweile verbreitet hat die Lebendigkeit der Demokratie nicht verstanden, denn eine Demokratie lebt von der Diskussion.

Zuletzt aktualisiert am Sonntag, 01. Dezember 2013 um 04:13 Uhr  

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