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Wie man das Drehbuch befolgt

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Es geht wieder einmal um handelnde Personen, die mit allen Mitteln sich in den Vordergrund drängend.

Sich in den Vordergrund zu drängen ist das eigentliche Übel des innerparteilichen Pluralismus, man hält sich für den Besseren.

Was an und für sich ein fairer Wettstreit wäre, wenn es dabei um Ideen gehen würde, tatsächlich klammert man diese dabei aus und somit kommt das Streben nach Macht und Einfluss vor dem Einbringen der Idee.

Derzeit erlebt man, wie der Kopf des Willy Brandt Hauses sich fixiert hat auf einen Machtanspruch.

Was nicht nur ersichtlich wird innerhalb der Strategie, des Mitregierens wegen sondern was parteiintern noch wesentlich aggressiver betrieben wird.

Wahrhaftig könnte man meinen dieser hinter uns liegende Wahlkampf, war ein justierter rot/grüner gewesen, dann sollte Nahles und Gabriel den Mut finden und sagen „ sorry- eigentlich ging es uns nur um Macht“.

Das werden sie allerdings niemals machen, denn aus ihren gewählten Ämtern machten sie parteiökonomische Managerzentralen, sie führen also keine Partei sondern managen sich.

Dabei gilt der Lehrsatz der Managerschule, wer diesen Schritt vollzieht muss andere ausklammern.

Kritisch gesehen war dabei der Plan einer rot/grünen Regierung eigentlich der Plan B, die strategische Öffnung zur CDU/CSU sah man bereits vor mehr als 6 Monaten, das wäre dann also der eigentliche Plan A gewesen.

Was hinter den Kulissen durchaus diskutiert wurde, nur war man zu feige dieses und mehr in die parteiinterne Diskussion zu bringen.

Der Anspruch nach Macht klammert mitunter Offenheit aus, man konzentriert sich auf den Apparat.

Indem man Hebel umlegt, einer davon hieß Steinbrück, der lief mit 25% ins Leere.

Machthungrige haben funktionierende Schaltpläne, sicherlich bemerkte man sofort, dass die Bundestagsfraktion in ihrer Zusammensetzung eine andere war und wahrhaftig nach links gerückt war.

Da kam das Drehbuch zur Geltung, ziemlich flott und glatt wählte man Frank Walter Steinmeier zum Fraktionsvorsitzenden.

Der Aufschrei blieb aus und damit hatte man Tatsachen geschaffen auf denen setzen konnte.

Die Voraussetzung zur Annäherung an die Union war somit geschaffen, alles andere war damit vom Tisch.

Man fühlte sich im Willy Brandt Haus gestärkt, was an und für sich ein gesellschaftspolitischer Irrsinn ist.

Nachvollziehbar wäre eine klare Haltung gewesen, mit der krachenden Wahlniederlage von 25% sich in Frage zu stellen.

Diesen Schritt erwägt man gar nicht, man setzte auf Taktik, insofern werden Wahlverlierer stärker, was man durchaus als ein praktiziertes demokratisches Missverständnis deuten könnte.

Dazu kam der parteiinterne Missbrauch des „Wir Gefühls“, mit dem Parteikonvent hatte man sich vielleicht zu weit aus dem Fenster gelegt in einer längst vergangenen Epoche in der es um Erneuerungen ging.

Dieser Konvent war eine Inszenierung, man wusste bereits zuvor nur ein Drittel der dort versammelten Funktionsträger wird es wagen, die Stimme zu erheben.

Man machte weiter mittels des Drehbuchs vom Management, begann innerhalb von Arbeitskreisen zu verhandeln und gar manches interessierte weder der Presse noch der Parteibasis, da griff man zu den täglichen Wasserstandsmeldungen.

Eigentlich verkündete man Selbstverständlichkeiten, denn es ist doch wohl logisch wenn man mehrere Stunden verhandelte, dass man dabei über Themen sprach.

Die Wortführer im Verbreiten von Selbstverständlichkeiten machen sich auf die Sozialdemokratie zu justieren, mehr kann man nicht erkennen.

Zuletzt aktualisiert am Montag, 18. November 2013 um 04:16 Uhr  

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