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Die Macht und Ohnmacht des Euros

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Etwas was man bisher in allen Verhandlungsrunden aus dem Weg ging ist die Macht oder Ohnmacht des Euros.

Wir sollten klar zu erkennen geben, die Einführung des Euros war eigentlich der Preis für die Einheit Deutschlands.

Nur traut sich das wiederum niemand auszusprechen, denn ein wiedervereinigtes Deutschland mit seiner starken und stabilen DM wäre in Europa eine Macht gewesen.

Wir wollten die Wiedervereinigung und im Zuge dessen auch den Euro, es gab keine wesentliche Gründe die gegen den Euro sprachen.

Nach wie vor sind wir Europäer und sollten auch zum Euro stehen, zerredet wird es von einer Seite, die ihn zuvor mit Übereifer forderte.

Natürlich machten wir in Deutschland einen Fehler bei der Euro- Einführung und dieser Fehler wurde in der Amtszeit des Ewig- Kanzlers Helmut Kohl begonnen, wir saßen das Problem aus.

Damit startete man mit Hoffnungen, die weder eine soziale Tangente beinhalteten noch die ökonomische Analyse zu Grunde hatte.

Man schloss gerade die Treuhand ab, jenes Instrument was die ostdeutsche Ökonomie auf ein anderes Fundament bringen sollte, das sahen manche als eine nationale Aufgabe an.

Es war aber nur die halbe Miete, denn der staatliche Transfer lief Richtung der neuen Bundesländer, was sicherlich begründet und richtig war.

Dabei ließ man bewusst die auf Westdeutschland bezogene ökonomische Wertanalyse außer Acht, man hoffte nur- der Motor würde nicht stottern.

Hoffnung ist immer ein Teil der Planung in der Volkswirtschaftslehre, in der klassischen allerdings ist die Bestandsaufnahme die Basis aller weiteren Entscheidungen.

Man verweigerte sich politisch und seitens der Wirtschaft im wiedervereinigten Deutschland der Wertanalyse.

Heute weiß man es, das war der entscheidende Fehler der Anfang der 90. Jahre den Regierungen im Bund und in den Ländern unterlief, es waren nicht nur Industriezweige die wegbrachen sondern mitunter unser Lebensgefühl.

Der Wandel in unseren Städten begann, es löste sich jene scheinbare Substanz auf – die fast keinen Wert mehr hatte sie zu erhalten.

Manches wäre heute ganz anders, hätte man damals aus der Analyse, die es allerdings nicht gab, die nötigen Entschlüsse gezogen.

Denn mit der europäischen Währungsunion rückte Europa zusammen, man sah sich mit Wucht einer vom Euro ausgehenden Marktbereinigung gegenüber.

Das hätte man durchaus politisch zuvor verhindern können, ein Teil der strebenden Städte von heute ist das Resultat dieses Stillstandes.

Der Euro verträgt keinen Stillstand, das allerdings verschwiegen bei seiner Einführung die führenden Ökonomen, denn ihnen ging es um Währungsstabilität.

Die Stabilität des Euro war das Credo in der ersten Kanzlerschaft der Angela Merkel, das waren billige und einfache Worte, die eigentlich gar nichts aussagten, nun bürgt die Bundesrepublik mit fast 400 Milliarden Euro für andere Staaten Europas.

Nichts gegen das tapfere griechische Volk, in Griechenland machte man eine Revision und bei uns geht manches ins Uferlose, uns ist das Gefühl für die Wertschöpfung abhandengekommen.

Ein großer Teil unserer Finanzwerte sind fiktiv und somit angreifbar geworden.

Das wissen eigentlich alle die sich damit beschäftigen, doch spricht das wiederum im Jahr 2013 kein Politiker aus, er fürchtet nämlich um seine Wiederwahl.

Der erforderliche Reaktivierungsprozess des Kapitals von der fiktiven Linie zur realen Größe war einmal das primäre Ziel des Wirtschaftsministeriums.

Wissen sollte man nun welche Wirtschaftsminister hier verschlissen wurden, es begann mit dem Gegensteuern auf der falschen Seite unter dem Superminister Wolfgang Clement, allerdings steuerte der noch- danach kam ein Brückenoffizier der die Dinge walten ließ.

Beide Clement und Michael Glos waren Statthalter des Regierungschefs, ihnen fehlte die Kraft zu eigenen Impulsen.

Denen folgte der Freiherr, welcher einen rein neoliberalen Kurs steuerte, manche Krise feuerte er noch an, in seine Amtszeit fiel die Schickedanz Pleite, die Opel Krise und dergleichen mehr.

Danach folgte gar nichts, Hauptsache regieren von Brüderle bis Rösler und der Kanzlerin gefiel es, die machten nämlich nichts falsch.

Es läuft aber etwas falsch, denn keiner weiß- wie stark sind wir innerhalb der Ökonomie real verankert?

Warum bekommt das fiktiv operierende Kapital irgendwo Asyl anstatt Freiheiten hier real zu investieren?

Aus dem Traum Europas, der mit einer Wirtschaftsunion begann ist eine Währungsunion geworden, mehr nicht und aus Punkt.

Diese Währungsunion hat eine Dynamik entwickelt mit allen Kriterien die Nationalwährungen in 20 Jahren kaum erlebten, der politische Raum ist das finanztechnische Variieren, das nationale Finanzministerium hebt sich also von allen Kabinettsmitgliedern ab.

Mittels der Euro- Einführung wurde das Finanzministerium zur Regulierungsbehörde und das Wirtschaftsministerium zum Vollstrecker.

Das eigentliche Problem klammert man allerdings nach wie vor aus, die Währungsunion kann nur der erste Schritt sein, eine gemeinsame Währung ist dann stabil, wenn in den Nationalstaaten die Gleichheit der Werte Bestand hat.

Wir haben im Euro- Raum den Werteunterschied, im Bestand, in der realen Produktion und Erzeugung, in der Entlohnung und auf der sozialen Schiene.

Dieser Werteunterschied zeigt sich in der Veranlagung und das ist wiederum das nationale Steuerrecht.

Da versagten bisher alle, jene die uns die Bürgschaft von fast 400 Milliarden aufdrückten und all die anderen, dessen Reden wir aus dem Bundestag stets frei Haus unaufgefordert geliefert bekommen.

Mittlerweile wird das schwer verständlich, hier einen ausgeglichenen Haushalt zu fordern, eine Bürgschaft von 400 Milliarden mit sich zu schleppen und andererseits im europäischen Steuerrecht keine Harmonisierung hin zu bekommen.

Das wäre allerdings nur der erste Schritt, der zweite wäre die Wertegemeinschaft herzustellen.

Was ist uns eigentlich was wert?

Diese Frage muss auf die Agenda, was ist uns unsere Zukunft wert?

Da geht es einerseits um die Werterhaltung, es geht gegen den Raubbau an Mensch und Natur.

Da geht es gegen Strukturen der Mafia, eine Mafia die Tiere als Schlachtvieh quälend durch Europa transportiert, gegen eine Fischfangflotte die Afrikas Küsten leersaugt und gegen Aufkäufer die mitunter kaum wissen was sie wollen.

Europas Werte liegen in der Vielfalt und die sollte man hüten und niemals verhökern, wer Europas Vielfalt mittels Leerverkäufe verhökert schadet den Menschen.

Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, 13. November 2013 um 04:09 Uhr  

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