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Der Zustand einer auf Sigmar Gabriel fixierten SPD

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Der Zustand einer auf Gabriel fixierten SPD, die Stütze des SPD Vorsitzenden ist eigentlich seine Wanderung durch die parteiinterne Vergangenheit.

Er hat die SPD Karriere von links nach rechts fast abgeschlossen und klammheimlich betrieb er in den letzten 4 Jahren eigentlich die Parteipolitik hin zu den Linken in der Partei, die man andererseits von Andrea Nahles erwartet hatte.

Ihr entglitt in ihrer neuen Stellung im Parteivorstand einiges, bleiben wir aber zunächst bei dem Parteivorsitzenden, den bei seiner Wahl zum Vorsitzenden fälschlicherweise von nicht wenigen Medien als den Parteilinken identifizierten.

Allein diese These zeigt, wie wenig informiert manche Medien von dem inneren Zustand der SPD sind, Gabriel ist der Netzwerker.

Die Netzwerker starteten mal links und wollten das Gegenstück zum konservativen Kreis der Seeheimer in der SPD werden.

Wobei sich derzeit alle relevanten Themen der Seeheimer erledigt haben und augenblicklich wird dieser Kreis nur noch von jenen benutzt um ihre Karriere in der Partei zu beschleunigen.

So um die Jahrtausendwende installierten junge SPD Abgeordnete in Berlin ihr „ Netzwerk Berlin“, ihnen waren die Linken zu traditionell und die Seeheimer zu pragmatisch, diese Jungen im Netzwerk Berlin kamen ins Fahrwasser von Gerhard Schröder und dort fanden sie ihren Spielraum und ihre Posten.

Mittlerweile möchte niemand im Willy Brandt Haus sich an die Wucht der Agenda 2010 erinnern, beides ist mittlerweile für viele bereits Geschichte, Schröder und die Agenda.

Einige aus diesem Netzwerk Berlin nahmen den Weg über das Netzwerk Berlin direkt zu den Seeheimern, einer davon ist ein Gründer des Netzwerkes, „ Carsten Schneider“ und nicht nur er fragt sich „ wofür stehen eigentlich die Seeheimer in der SPD?“

Es geht hier im Seeheimer Kreis der SPD um die Neuausrichtung und davor scheuen nun viele zurück, „ was ist eigentlich das Konservative in der SPD?“

Ich glaube deshalb ziehen nicht gerade wenige die Doppelmitgliedschaft vor und unter ihnen ist auch Sigmar Gabriel, sowohl bei den Netzwerkern als auch bei den Seeheimern.

Der Seeheimer Kreis in der SPD ging hervor aus den „Kanalarbeitern“ und dessen Themen haben sich erledigt, Ausbau der Kernenergie, der Nato- Doppelbeschluss usw. und derzeit macht man nur offensive Politik gegen die Linken außerhalb und innerhalb der Partei, zeigt hierbei die wahren Absichten, die des Karrierenetzwerkes mit einer inhaltslosen Politik.

Für eine zukunftsfähige Neuausrichtung der Partei wären inhaltliche Standpunkte der Seeheimer mehr als notwendig, denn der Wähler ist mitunter gedanklich weiter als es mancher im Karrierenetzwerk meint, man ist allgemein das sog. Phrasendreschen leid.

Sicherlich gilt die neue Formatierung auch für die Linken in der Partei, wobei etliche nicht links sind sondern zu den Traditionalisten sich bekennen.

Beide Strömungen waren verankert in der großen linken Familie und die wiederum wusste was ein gesellschaftlicher sowie ein politischer Kampf bedeuteten.

Mittels der Agenda 2010 Politik riss man einige von ihren Wurzeln in der linken Familie und wiederum andere ließ man bewusst auflaufen oder lobte sie weg.

Die Linken sind die heimliche Mehrheit in der SPD und ihre Thesen waren und sind aktuell und binden die Gesellschaft ein, mitunter zum Unwohl des Parteivorstandes.

Überwiegend ist die Basis links und tatsächlich schweigt sie mitunter, man gewährt den zahlenmäßig vielen nicht den demokratischen Freiraum in der Partei.

Dabei waren es Kaderschmieden und das nicht nur am Otto Suhr Institut der Freien Universität zu Berlin, die der Partei Impulse gaben.

Links waren auch die Gewerkschaftler in der SPD, die hatten dann ähnliche Probleme mit der Agenda 2010 und das eigentliche Sprachrohr der Linken waren die JUSOS.

Es gab Zeiten da waren JUSO Bundeskongresse von einem Elan der Querdenker geprägt, es gab aber auch Zeiten da wollte man den Staffelstab eigentlich nur weiterreichen, in der Tat den bekam Andrea Nahles mal in ihre Hand und das passte eigentlich bereits damals nicht.

Links gibt es nämlich niemals in einem Guss und wer das fordert ist realitätsfremd, denn links sein heißt: frei und aktiv sein.

Links in der SPD war der Frankfurter Kreis, für den galt: links, demokratisch und frei sein, im Frankfurter Kreis befanden sich jene 68.er die durch den SHB und dem SHD in die Partei kamen und Teile von ihnen waren es, die eine Dachorganisation der DL 21 aktivierten.

Die DL 21 ist mittlerweile ein eingetragener Verein und das Standbein innerhalb der SPD, der Zusammenschluss von Abgeordneten innerhalb dieses Forums ist die Parlamentarische Linke in der SPD.

Nun meinen damit einige ihr Machtzentrum auszubauen, das geht aber meistens in die Hose, denn ein solcher Ausbau widerspricht den Ansprüchen der Linken.

Da gab es genug, die es versuchten und ihre Günstlinge wiederum zu positionieren, zweien gelang das nicht.

Eine davon war Andrea Nahles, sie erlitt eine regelrechte Bruchlandung mit Angelika Marquardt.

Es setzte sich Hilde Mattheis aus Baden- Württemberg durch und die wiederum setzt neue Impulse und gibt ein ganz anderes Bild vor der Kamera ab als es Nahles macht.

Es entwickelt sich also ein Machtfaktor, zu dem man auch die AfA unter Klaus Barthel zählen muss.

Dazu kommt evtl. noch eine junge und dynamische Juso- Vorsitzende aus Niederbayern, mit Power und Ideen, die sich nicht noch einmal auf Listenplatz 38 der Liste der SPD Bayern abspeisen lassen wird.

Jedenfalls ist mancher Landesverband bereits nach links geneigt, nicht nur der Berliner, unterschwellig kann man erkennen hier nahm man sich die demokratischen Freiräume, es ist also nur noch eine Frage der Zeit, dass sich jene die von links kamen sich wieder links bekennen würden, das gilt insbesondere für den bayr. Landesvorsitzenden.

Was könnte eigentlich mit denen passieren, die sich unbeliebt gemacht haben und das wiederum nicht nur unter den Linken?

Wowereit ist fast Geschichte, Stegner könnte unter Gabriel der Generalsekretär der Partei werden, denn Gabriel bindet seiner Macht wegen ein, Böhning wird zur Randfigur unter „ ferner liefen“ und Nahles kommt in die politische Anschlussverwertung.

Zuletzt aktualisiert am Sonntag, 27. Oktober 2013 um 03:41 Uhr  

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