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Auswege aus der Altersarmut

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Wir brauchen keine Solidarrente! Oder Lebensleistungsrente!

Die haben wir schon, repariert sie endlich, bevor die Finanzakrobaten den Laden völlig zerstört haben.

Holger Balodis schreibt dazu zusammen mit Dagmar Hühne in in ihrem Buch "Die Vorsorgelüge" ausführlicher. Warum verweigert sich die SPD-Führung aber auch Teile der Gewerkschaften einer machbaren und notwendigen Lösung?

!! . . Altersarmut – dabei liegt die Lösung doch so nahe!!!

"Allmählich wird die Ignoranz deutscher Politiker unerträglich."

Dabei ist die jüngste repräsentative Umfrage des DGB deutlich: Die Deutschen befürchten massive Altersarmut.

82 Prozent glauben, dass sie von der Rente nicht oder allenfalls nur noch mies werden leben können.

Eine sehr realistische Sichtweise.

Seit rund 15 Jahren agieren die führenden Politiker als rentenpolitische Geisterfahrer: Sie haben die gesetzliche Rente radikal zusammen gestrichen.

Verweisen das Volk stattdessen auf die private Vorsorge und haben diese Produkte schon mit über 20 Milliarden Euro subventioniert.

Dabei ist längst offenkundig und unbestritten: die gerissenen Löcher können durch die Riester-Rente nie und nimmer gestopft werden.

Auch ist angesichts der Banken- und Finanzkrise klar, dass von Sicherheit bei den privaten Altersvorsorgeprodukten keine Rede sein kann.

Allianz & Co bringen nun sogar Produkte auf den Markt, die keine Garantieleistungen mehr enthalten.

Ein Blindflug in die Rente!

Bereits in dem vor einem Jahr erschienen Buch „Die Vorsorgelüge“ haben wir vorgerechnet: Wer heute einen privaten Rentenvertrag abschließt, wird zu 80 bis 90 Prozent damit effektiv Verluste machen, also weniger rausbekommen als er zuvor eingezahlt hat.

Und das liegt weniger an der Niedrigzinspolitik als an der verbraucherfeindlichen Konstruktion dieser Produkte.

Dabei wäre alles so einfach: Der Kahlschlag in der gesetzlichen Rente ist umgehend zu korrigieren.

Statt die Rente auf 43 Prozent des durchschnittlichen Nettoeinkommens abzusenken, sollte sie auf rund 60 Prozent angehoben werden.

Das ließe sich mit moderaten Beitragssatzsteigerungen finanzieren.

Dafür würden die Riester-Beiträge wegfallen.

Unterm Strich würde das für die Arbeitnehmer sogar billiger.

Worauf warten wir eigentlich noch?

Gerne vertreten wir unsere Position auf Vorträgen und in Diskussionen.

Dieser Newsletter ist urheberrechtlich geschützt.

Eine Veröffentlichung des unveränderten Textes ist jedoch unter Quellenangabe Holger Balodis ( www.vorsorgeluege.de ) erlaubt.

Gerne stehen wir für vertiefende Interviews und als Referenten zur Verfügung.

Mehr Informationen und eine Übersicht über alle bisher erschienen Newsletter finden Sie auf www.vorsorgeluege.de

Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! Sie müssen JavaScript aktivieren, damit Sie sie sehen können.

http://www.youtube.com/watch?v=Xh4l5uLoJxE

Newsletter 12/2013 vom 17.10.2013, Holger Balodis, Dagmar Hühne, www.vorsorgeluege.de

Nachtrag von Holger Balodis,

Newsletter 13/2013 vom 24.10.2013

"Kommt die Solidar-Lebensleistungsrente?

Die Großkoalitionäre werden sich in Sachen Rente vermutlich schnell einigen. Die Unterschiede von Lebensleistungsrente (CDU) und Solidarrente (SPD) sind überschaubar. Für künftige Rentner verheisst das jedoch nichts Gutes. Denn beide Konzepte werden nicht für auskömmliche Renten sorgen. Im Gegenteil: der Marsch in die Altersarmut geht weiter.
Grund Nr.1: die Voraussetzungen für die neue Solidar-Lebensleistungsrente werden relativ hart ausfallen: 40 oder 45 Versicherungsjahre. Außerdem werden wohl viele Jahre an zusätzlicher privater Vorsorge verlangt. Es soll ja nicht allzu viel kosten. So werden nur relativ wenige in den Genuss der neuen Leistung kommen, die mit 850 Euro knapp oberhalb der Grundsicherung angesiedelt werden soll.
Grund Nr.2: Was ist mit jenen, die Renten von 860 Euro oder etwas mehr beziehen werden? Die sind zwar auch massiv von Armut bedroht, doch denen nutzt die Renten-Beruhigungspille der Großkoalitionäre nichts!
Grund Nr.3: Die private Zusatzvorsorge à la Riester funktioniert nicht. Sie wird nie und nimmer die gerissene Lücke im gesetzlichen System schließen.
Die beteiligten Politiker behandeln die kommende Altersarmut noch immer wie ein exotisches Problem, das uns nicht wirklich angeht: dabei wird die Zahl von rund 500.000 „Aufstockern“, die neben ihrer Rente noch Grundsicherung beziehen, schon in wenigen Jahren auf viele Millionen steigen.
Ohne eine deutliche Anhebung der gesetzlichen Renten für alle Versicherten wird es nicht gehen. Rentenpolitische Beruhigungspillen wie Solidar- oder Lebensleistungsrenten reichen jedenfalls nicht."

Nachdem eine große Koaltion wohl nicht mehr zu verhindern ist und der Wille der SPD-Basis keine Rolle spielt, wird wohl auch die gesetzliche Rentenversicherung weiter ruiniert.

Die SPD- und CDU-Führung scheint zu verstrickt mit der Versicherungswirtschaft zu sein, als dass eine Lösung ohne private Saugnäpfe dazwischen eine Chance hätte.

Die Leute sollten sich mal klar machen wo der Unterschied zwischen einer umlagefinanzierten Rentenvorsorge á la Bismarck und der privaten persönlichen Vorsorge nach Riester im Falle eines Systemcrash / Währungsreform ist!

Beim Ersten geht's nach ein paar Monaten wie gewohnt weiter ... beim Letzteren ist alles (!!!) weg und die Hochfinanz dreht dem Anspruchsinhaber am Ende 'ne lange Nase.

.

 

Zuletzt aktualisiert am Freitag, 25. Oktober 2013 um 03:51 Uhr  

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